Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „MigrantInnen“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben02.03.201615:30 UhrWillkommen in Göttingen!Bettina Briesemeister zusammen mit GeflüchtetenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie geht es den Helfenden? Wie können die Geflüchteten selbst aktiv werden und ihr Leben in Göttingen zunehmend eigenständig gestalten? Die Leiterin der Wohnanlage Zieten Bettina Briesemeister, Bonveno Göttingen gGmbh, berichtet zusammen mit Geflüchteten über den Alltag der Helfenden und der neuen Bewohner_innen. Zum einen geht es um die Motivation und Wünsche der Menschen, die sich freiwillig engagieren. Zum anderen stellt sich die Frage, was die Geflüchteten brauchen, um sich im alltäglichen Leben zunehmend selbstständig orientieren zu können?
EC Am Goldgraben04.02.201515:30FLÜCHTLINGE IN GÖTTINGEN - Wie kann Integration funktionieren?Dana Gaef und drei FlüchtlingeAm Goldgraben 14, GöttingenDana Gaef arbeitet im Migrationszentrum für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Er wird uns seine Arbeit sowie die regionale Flüchtlingsarbeit vorstellen. Zu Gast sein werden auch betroffene Menschen aus arabischen Ländern (Syrien, Gaza, Sudan), die über ihre Fluchtgründe und -situationen berichten. Ausgehend von den Erzählungen dieser Zeitzeugen suchen wir nach Möglichkeiten zur Unterstützung der Flüchtlinge im Alltag, wodurch Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut und gestärkt wird.
EC Am Goldgraben09.01.201315:30Sinti und Roma Wie erinnern wir die Geschichte ihrer Verfolgung im Nationalsozialismus?Monika Kos-Rochlitz, Boris ErchenbrecherAm Goldgraben 14, GöttingenMonika Kos-Rochlitz, in Göttingen in den 50e und 60er Jahren als Sintezza aufgewachsen, wird aus ihrer Perspektive als 2. Generation von KZ- Überlebenden erzählen können. Zusammen mit Boris Erchenbrecher, wird sie in diesem Erzählcafe die oft vergessene Geschichte dieser Opfergruppe der Nationalsozialistischen Verbrechen vermitteln.
EC Am Goldgraben01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
EC Am Goldgraben06.04.201115:30„Die Geschichte der Anderen“ Begegnung mit der NS-Vergangenheit in einer EinwanderungsgesellschaftMarianne Piet, Jg. 1958Am Goldgraben 14, GöttingenSeit letztem Jahr trifft sich im Goldgraben eine Gruppe von Göttingern, die ihre sehr verschiedenen Einwanderungsbiographien aus u.a. Polen, Frankreich, Griechenland, Afghanistan und USA austauschen. Bei allen spielt der Nationalsozialismus eine Rolle. Die Französin Marianne Piet kam in den 1990er Jahren nach Göttingen – der Liebe wegen. Das Leben im „Land der Täter“ war bislang noch kein bewusstes Thema, obwohl ihre Eltern während des Zweiten Weltkrieges in der „Französischen Résistance“ waren und von den Nazis interniert wurden, ihre Mutter in Ravensbrück und ihr Vater in Dachau. Was waren die ersten Eindrücke von Deutschland, welche \"Vorurteile\" wurden bestätigt bzw. revidiert? Was hat ihr besonders gefallen, besonders geholfen, um in Göttingen \"anzukommen\"? Und wie geht sie heute mit der eigenen und der deutschen Vergangenheit um?
EC Am Goldgraben01.10.200815:00Als MigrantIn älter werden in GöttingenGöttinger ErzählerInnen mit einem süd- und osteuropäischen Migrationshintergrund und Wirtschaftswissenschaftlerin Kiymet OrhanAm Goldgraben 14, GöttingenIn Göttingen leben 10% Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind 829 Menschen über 65 Jahre alt - zuzüglich der Menschen mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass haben. Insgesamt sind 150 Nationalitäten vertreten. Göttingen ist als „Stadt, die Wissenschaft“ eine „junge akademische Stadt“. Mit dieser Veranstaltung wollen wir in einer Erzählrunde die Lebens- und Wohnbedingungen von MigrantInnen beleuchten. Wie wollen MirgantInnen in Göttingen im Alter leben und wohnen? Fühlen sich MigrantInnen ein- oder zweiheimisch? Was sind Merkmale einer „kultursensiblen Pflege“?
EC Am Goldgraben03.09.200315:30Mehr als Pasta, Döner und Zaziki: MigrantInnen in GöttingenVincenzo Santosuosso (Jg. 1944)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenAus unterschiedlichen Gründen kamen MigrantInnen seit den 1950er Jahren in die Bundesrepublik. Durch ihre Migration erlebten sie einschneidende biographische Brüche, die ihr Leben maßgeblich (mit)prägten. Ihre Entscheidung, auszuwandern und ein neues Zuhause in Göttingen aufzubauen, haben den Göttinger Alltag geprägt. Welche Erfahrungen haben sie hier gemacht? Wie erleben sie heute ihr Älterwerden? Vincenzo Santosuosso ist 1944 in Süd-Italien in der Nähe von Neapel geboren. Sein Weg als Arbeitsmigrant führte ihn in jungen Jahren zuerst nach Nord-Italien, wo er als gelernter Drucker auf dem Bau arbeitete, um das Familieneinkommen seiner 7-köpfigen Herkunftsfamilie aufzubessern. Ein Onkel in Göttingen besorgte ihm eine Arbeitsstelle. Am 9. Juli 1962, einem regnerischen Tag, kam er in Göttingen an, um im Sägewerk Holz Henkel seine Arbeit anzutreten. Als \"Italiener der ersten Stunde\" wird er über sein wechselvolles Berufsleben sprechen. Seine Erfahrungen mit Kollegen und Arbeitgebern, sein Engagement in der Gewerkschaft IG-Medien und das Älterwerden zwischen Italien und Deutschland werden ebenfalls Thema sein.
EC Am Goldgraben03.04.200215:30Zwei Konfessionen – eine Partnerschaft Leben in bi-konfessionellen oder bi-nationalen PartnerschaftenRenate Kruse-Ayegh und Susanne Mabrouk, Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., und Margarete Menz, Pädagogisches Seminar der Uni GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Kampf der Kulturen“ oder „Kampf der Religionen“ sind Thesen, die in den Medien immer wieder strapaziert werden. Wir nähern uns dem komplexen Thema, indem wir Menschen fragen, die täglich damit zu tun haben, weil sie in binationalen Beziehungen leben. Uns interessiert der konkrete Alltag. Welche Chancen bieten sich und welche Probleme gilt es zu meistern? In den Mitgliedsstaaten der EU sind seit 1945 ca. 5 Millionen binationale Ehen geschlossen worden. In Deutschland haben 1990 rund 40.000 Deutsche einen nicht-deutschen Ehepartner gewählt. Binationale Ehen und Partnerschaften stehen unter besonderen gesellschaftlichen Bedingungen. Deshalb hat sich 1972 eine „Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen“ (iaf e.v.) gegründet. Die Initiative ist zu einem bundesweiten „Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften“ geworden, offen für alle vom Thema betroffenen Frauen und Männer und in 50 Regionalgruppen organisiert. Aus der Göttinger Regionalgruppe konnten wir Renate Kruse-Ayegh (Jg. 1957) und Susanne Mabrouk (Jg. 1973) gewinnen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichten werden. • Wie sind sie zu dem Verband binationaler Partnerschaften und Ehen gekommen? • Wie hat das Umfeld auf ihre Verbindung reagiert? • Wie sieht ein binationaler Beziehungs- und Familienalltag aus? • Welche Rolle spielen Religion und Rituale? Ergänzt werden die biographischen Erzählungen durch einen Überblick von Margarete Menz zu „Schlaglichter zur Geschichte binationaler Paare“.