Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Frauen“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben01.06.201615:30 UhrHebammen in unserer ZeitSandra HartwigsenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Hebammenkunst ist eine traditionelle Kulturform, die sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert hat. Schon immer und überall auf der Welt haben erfahrene Frauen Gebärenden zur Seite gestanden. Das Besondere der Hebammenhilfe ist, dass sie auf einen natürlichen Prozess begleitet und mit wenig technischen Hilfsmitteln auskommt. Genau das wird in Zeiten zunehmender Technisierung der Medizin zu einer enormen Herausforderung. Sandra Hartwigsen (Jg. 68) wird über die Veränderungen im Hebammenalltag erzählen; geplant ist, dass ihre Erzählungen um die Perspektiven einer Auszubildenden und einer Hebamme im Ruhestand ergänzt werden.
EC Am Goldgraben22.10.201418:00LESBISCHE NETZWERKE – WOHER UND WOHIN?Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenMitte Juni 2014 wurde in der Akademie Waldschlösschen das Netzwerk LiN – Lesbisch in Niedersachsen gegründet – eine Sternstunde der lesbischen Bewegungsgeschichte! Noch nie gab es eine vom Land Niedersachsen geförderte lesbische Struktur. Lesbisch lebende Frauen aus der Region sind herzlich eingeladen, LiN mitzugestalten – sowohl bei den gemeinsamen politischen Zielen nach außen als auch bei einer starken Vernetzung nach innen. Die heutige Veranstaltung beginnt mit einem Erzählcafé mit zwei lesbischen Zeitzeuginnen. Von früheren lesbischen Initiativen in Göttingen soll der Bogen gespannt werden zu aktuellen lesbischen Lebenswelten. Welche Erfolgsfaktoren von „damals“ sollten in unserem Handgepäck nicht fehlen? Und welche Forderungen stehen heute auf dem lesbenpolitischen Kompass?
EC Am Goldgraben01.10.201415:30LOU ANDREAS-SALOMÉLiteraturwissenschaftlerin Dr. Heidi GidionAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenSchriftstellerin, Psychoanalytikerin, beeindruckende Persönlichkeit Als Louise von Salomé 1861 in St. Petersburg geboren, war sie zu ihrer Zeit eine ganz und gar ungewöhnliche Frau, in vieler Hinsicht. Von 1903 bis zu ihrem Tod 1937 lebte Lou Andreas-Salomé einerseits als Ehefrau des bedeutenden Orientalisten Friedrich Carl Andreas in Göttingen. Andererseits war sie monatelang weit entfernt auf Reisen, nicht nur von Paris bis Wien. Von dieser zweigeteilten Existenz und darüber, was ihr wohl in Teilen der Göttinger Bevölkerung den Schmähnamen \"Hexe vom Hainberg“ eingebracht hat, erzählt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heidi Gidion. Sie versucht einen Überblick über das selbstbestimmte Leben und das vielschichtige Werk dieser sie beeindruckenden Frau und stellt sie als Erzählerin vor, mit Leseproben. Im Anschluss daran möchte sie mit Ihnen gemeinsam über diese Weise von Frau-Sein nachdenken und sich darüber austauschen.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
Café Grenzenlos07.08.201315:30Frauen auf der Walz – Alte Berufsbilder im WandelMichaela KleemannAm Goldgraben 14, GöttingenMichaela Kleemann wird uns aus ihrem Leben als (Teilzeit-) Schäferin in einer Großschäferei mit 1000 Mutterschafen berichten. Wir lernen den Alltag einer Hüteschäferei kennen, deren Hütegebiet sich von Göttingen bis Pöhlde und Osterode bis Northeim erstreckt. Zusammen entdecken wir einen „alten“ Beruf neu, erfahren viel über ein naturverbundenes Leben und Arbeiten und fragen uns, wie Frauen alte Berufe beleben und bereichern können.
EC Am Goldgraben15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
EC Am Goldgraben07.09.201115:30„Jede Oma zählt!“ Großmütter in Afrika übernehmen VerantwortungModeratorin Regina Meyer betrachtet mit den ZuhörerInnen Bilder der Ausstellung \"Stille Heldinnen\"Am Goldgraben 14, GöttingenDie Ausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids“ ist vom 23. August bis 20. September im Foyer des Neuen Rathauses Göttingen zu sehen. „HelpAge Deutschland“ zeigt mit dieser Ausstellung, dass Altern weltweit viele Facetten haben kann und oft Armut und Not bedeutet. Deshalb unterstützt HelpAge Projekte in Afrika, die Großeltern hilft, ihre an Aids sterbenden Kinder und die Enkelkinder zu versorgen. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wachsen bei ihren Großeltern, meist den Großmüttern, auf. Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt!“ ist die Schauspielerin Hannelore Hoger. Im Erzählcafé Am Goldgraben möchten wir den Blick über den eigenen Tellerrand richten und uns einige der in der Ausstellung portraitierten Großmütter genauer anschauen: Was berichten sie über ihren Alltag? Wie bewältigen sie diese Herkulesaufgabe überhaupt? Welche Unterstützung gibt HelpAge? Wie können wir helfen?
EC Am Goldgraben02.12.200915:30„Wie sicher fühle ich mich?“Charlotte Lierse, Jg. 1927, und Norbert Esemann, Präventionsteam der Polizei GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenOft wird unterstellt, dass ältere Menschen sich in besonderem Maße gefährdet fühlen. Aber wie ist es tatsächlich? Wie sicher fühlen sich ältere Frauen und wie stark bestimmt die Furcht vor Kriminalität und Gewalt ihre Lebensgestaltung? Wir sprechen über Sicherheitsgefühle und Sicherheitslagen und Möglichkeiten des Umgangs damit. Erzählerinnen und Vertreter der Polizei sprechen zum Sicherheitsempfinden älterer Frauen.
EC Am Goldgraben11.10.200520:00Erzählcafé für Frauen: Ich sehe was, was du nicht siehst ... - betroffene Frauen berichtenJohanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesSeminarraum der LEB, Weender Str. 87, GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Doch immer noch verbergen Frauen die erlebte Gewalt meistens vor den Augen anderer. Aber auch der Frauenhausalltag ist zum Schutz der Bewohnerinnen für die Öffentlichkeit unsichtbar. Vom Leben und Erleben vor, im und nach dem Frauenhaus berichten Frauen aus 25 Jahren Frauenhaus Göttingen und machen einiges sichtbar. Johanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
EC Am Goldgraben25.11.200319:00Wege aus der Gewalt: Betroffene Frauen berichten über ihre Erfahrungen und BewältigungsstrategienSusanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Wer schlägt, muss gehen! - so der Titel einer Kampagne zur Verhinderung und Eindämmung von Häuslicher Gewalt. Die Bundesregierung hat mit dem neuen Gewaltschutzgesetz die Situation für Frauen deutlich verbessert: ab sofort können Gewalttäter ihrer Wohnung verwiesen werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt - so will es das Grundgesetz. Von diesem Ziel sind wir auch heute noch weit entfernt. Das zeigen nicht nur die hohen Belegungszahlen der Frauenhäuser. Wir möchten in diesem Erzählcafé betroffene Frauen zu Wort kommen lassen. Susanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
EC Am Goldgraben05.11.200315:30Afghanistan nach dem Krieg: Zur Situation von Frauen in KabulRahima Valena, Konsekutivdolmetscherin und Teilnehmerin einer Delegation des Auswärtigen AmtesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenAfghanistan nach dem Krieg: Hat sich die Lage der Frauen verbessert? Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Taliban im September 1996 hat sich die politische, soziale und ökonomische Situation der Frauen in Afghanistan, dramatisch verschlechtert. Ihre Rechte wurden unter den Augen der Weltöffentlichkeit mit Füssen getreten. Zum Aufschrei gegen diese frauenverachtenden Gesetze und alltäglichen Repressionen kam es erst nach dem 11. 9. 2001, als die Rechtlosigkeit der Frauen unter anderem zur Legitimation für einen Angriffskrieg gegen Afghanistan benutzt wurden. Die Stärkung der Rechte von Frauen durch die Beseitigung diskriminierender Tradition war das Ziel der Internationalen Gemeinschaft. Hierfür wurde das Frauenministerium in Afghanistan neu eingerichtet. Welche Funktion hat das Frauenministerium? und wie leben Frauen heute unter sogenannten verbesserten Rechte? Wie steht es mit gleichberechtigter und angemessener Teilhabe von Frauen an einem demokratischen Aufbau Afghanistan? Rahima Valena reiste im Januar 2003 mit einer Delegation des Auswärtigen Amtes nach Kabul und nahm als Dolmetscherin an einem Workshop zu „Frauenrechte und Gender Mainstreaming“ teil.
EC Am Goldgraben06.10.200318:00Werden Lesben anders älter? Lesben und ÄlterwerdenWienke Zitzlaff, Hannover und Astrid Osterland, GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
EC Am Goldgraben06.03.200215:30In eine un-verschleierte Zukunft: Afghanische Frauen im UmbruchRahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten; Karen Nölle-Fischer, Autorin und ÜbersetzerinAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit über 20 Jahren herrscht Bürgerkrieg und Krieg in Afghanistan. Afghanistan gehörte und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Geringe Lebenserwartung, hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, eine Analphabetenrate von über 90%. Der Status der Frauen verschlechterte sich Anfang der 90er Jahre nach der Machtübernahme durch die Mujahedin, die einen Verhaltenskodex (Fatwah) für Frauen einführten. Alphaberisierung wurde darin als Quelle der Verführung und Verworfenheit bezeichnet. Nachdem die radikal-islamische Taliban 1996 Kabul erobert hatten und die Regierung übernahmen, wurde die vollständige Unterdrückung der Frauen zum politischen Programm: u.a. Ausgehverbot, Arbeitsverbot, Bildungsverbot und das Verbot zur medizinischen Behandlung, Sport- und Erholungsverbot und der Zwang zum Ganzkörperschleier (Burka)- all das schloß Frauen aus dem öffentlichen Leben gänzlich aus. Verstöße wurden mit öffentlichen Auspeitschungen, Steinigungen und Hinrichtungen bestraft. Zwar wurden die Menschenrechtsverletzungen damals international verurteilt, aber dabei blieb es auch. Die Hilferufe afghanischer Frauen wurden ignoriert. Erst jetzt, nach dem 11.September 2001, der Bombardierung des Landes und der Verfolgung der Taliban, steht das Land im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit – und jetzt wird auch von der tragenden Rolle der Frauen bei der Demokratisierung des Landes gesprochen. Rahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten, u.a. den Unabhängigen Afghanischen Frauen. Sie stammt aus Afghanistan und lebt seit 1971 zuerst in den USA und später in Deutschland. Karen Nölle-Fischer, Autorin und Übersetzerin, berichtet mit Dia-Bildern von dem „Verein zur Unterstützung von Schulen für afghanische Flüchtlingskinder e.V.“, der seit ca. 30 Jahren Projekte im Land durchführt.