Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

X

Veranstaltungen zum Thema „Besondere Zielgruppen“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben01.06.201615:30 UhrHebammen in unserer ZeitSandra HartwigsenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Hebammenkunst ist eine traditionelle Kulturform, die sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert hat. Schon immer und überall auf der Welt haben erfahrene Frauen Gebärenden zur Seite gestanden. Das Besondere der Hebammenhilfe ist, dass sie auf einen natürlichen Prozess begleitet und mit wenig technischen Hilfsmitteln auskommt. Genau das wird in Zeiten zunehmender Technisierung der Medizin zu einer enormen Herausforderung. Sandra Hartwigsen (Jg. 68) wird über die Veränderungen im Hebammenalltag erzählen; geplant ist, dass ihre Erzählungen um die Perspektiven einer Auszubildenden und einer Hebamme im Ruhestand ergänzt werden.
EC Am Goldgraben02.03.201615:30 UhrWillkommen in Göttingen!Bettina Briesemeister zusammen mit GeflüchtetenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie geht es den Helfenden? Wie können die Geflüchteten selbst aktiv werden und ihr Leben in Göttingen zunehmend eigenständig gestalten? Die Leiterin der Wohnanlage Zieten Bettina Briesemeister, Bonveno Göttingen gGmbh, berichtet zusammen mit Geflüchteten über den Alltag der Helfenden und der neuen Bewohner_innen. Zum einen geht es um die Motivation und Wünsche der Menschen, die sich freiwillig engagieren. Zum anderen stellt sich die Frage, was die Geflüchteten brauchen, um sich im alltäglichen Leben zunehmend selbstständig orientieren zu können?
EC Am Goldgraben02.09.201515:30 UhrMänner in der AngehörigenpflegeProf. Manfred LangehennigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Erzähler Manfred Langehennig, Jg. 1945, Prof. em., lehrt im Fachbereich Gesundheit und Soziales an der Frankfurt University. Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat er sich mit der Situation pflegender Männer in der häuslichen Pflege befasst. Über ein Drittel der Hauptpflegepersonen sind Männer, es handelt sich hier also nicht um eine Randerscheinung. Wie gehen Männer mit ihrem Erleben um, wie gestalten sie ihr Umfeld? Gibt es besondere Bedarfslagen für pflegende Männer? Es ist höchste Zeit, sich genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem hinsichtlich berufstätiger Männer und ihren Möglichkeiten, aber auch ihrer Bereitschaft, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.
EC Am Goldgraben17.04.201517:00OSTERN KAM MAN AUS DER SCHULE - Jugendliche in der LandwirtschaftAxel Unger (Geschäftsführer des Internationalen Schulbauernhofs)Internationaler Schulbauernhof, Lehmkuhlenstraße 3, 37181 HevensenDer internationale Schulbauernhof bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleben. Vor 50 Jahren war das noch ganz anders. Die meisten 14-jährigen kamen mit der Konfirmation zu Ostern aus der Schule und mussten mitarbeiten, bevor sie später in eine Lehre gingen. Auf dem Schulbauernhof lernen heute junge Menschen die Arbeiten (kennen), die früher selbstverständlich auf alle Generationen verteilt waren. Geschäftsführer Axel Unger wird Ziele und Hintergründee des Schulbauernhofs darstellen. Was lernen junge Menschen heutzutage über die Landwirtschaft?
EC Am Goldgraben04.03.201515:30KOMMUNIKATION IM INTERNET - Geteilte Gesellschaft?Ansgar Wied, Paulina Brodmerkel, Paul LindstedtAm Goldgraben 14, GöttingenWelches Equipment benötigen Jugendliche, um untereinander, mit Lehrerinnen, Lehrern, Eltern oder Großeltern kommunizieren zu können? Drei jugendliche Experten einer 11. Klasse, Ansgar Wied, Paulina Brodmerkel und Paul Lindstedt, berichten dazu aus ihrem Alltag. Kritisch werden sie auf die Errungenschaften des Internets eingehen, aber auch auf die Gefahr einer geteilten Gesellschaft. Letzteres jedoch aus ihrer Sicht! Die Frage, inwieweit das Internet zu einer Teilung der Gesellschaft führt oder nicht, wird den Schwerpunkt des Nachmittags bilden.
EC Am Goldgraben04.02.201515:30FLÜCHTLINGE IN GÖTTINGEN - Wie kann Integration funktionieren?Dana Gaef und drei FlüchtlingeAm Goldgraben 14, GöttingenDana Gaef arbeitet im Migrationszentrum für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Er wird uns seine Arbeit sowie die regionale Flüchtlingsarbeit vorstellen. Zu Gast sein werden auch betroffene Menschen aus arabischen Ländern (Syrien, Gaza, Sudan), die über ihre Fluchtgründe und -situationen berichten. Ausgehend von den Erzählungen dieser Zeitzeugen suchen wir nach Möglichkeiten zur Unterstützung der Flüchtlinge im Alltag, wodurch Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut und gestärkt wird.
EC Am Goldgraben22.10.201418:00LESBISCHE NETZWERKE – WOHER UND WOHIN?Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenMitte Juni 2014 wurde in der Akademie Waldschlösschen das Netzwerk LiN – Lesbisch in Niedersachsen gegründet – eine Sternstunde der lesbischen Bewegungsgeschichte! Noch nie gab es eine vom Land Niedersachsen geförderte lesbische Struktur. Lesbisch lebende Frauen aus der Region sind herzlich eingeladen, LiN mitzugestalten – sowohl bei den gemeinsamen politischen Zielen nach außen als auch bei einer starken Vernetzung nach innen. Die heutige Veranstaltung beginnt mit einem Erzählcafé mit zwei lesbischen Zeitzeuginnen. Von früheren lesbischen Initiativen in Göttingen soll der Bogen gespannt werden zu aktuellen lesbischen Lebenswelten. Welche Erfolgsfaktoren von „damals“ sollten in unserem Handgepäck nicht fehlen? Und welche Forderungen stehen heute auf dem lesbenpolitischen Kompass?
EC Am Goldgraben01.10.201415:30LOU ANDREAS-SALOMÉLiteraturwissenschaftlerin Dr. Heidi GidionAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenSchriftstellerin, Psychoanalytikerin, beeindruckende Persönlichkeit Als Louise von Salomé 1861 in St. Petersburg geboren, war sie zu ihrer Zeit eine ganz und gar ungewöhnliche Frau, in vieler Hinsicht. Von 1903 bis zu ihrem Tod 1937 lebte Lou Andreas-Salomé einerseits als Ehefrau des bedeutenden Orientalisten Friedrich Carl Andreas in Göttingen. Andererseits war sie monatelang weit entfernt auf Reisen, nicht nur von Paris bis Wien. Von dieser zweigeteilten Existenz und darüber, was ihr wohl in Teilen der Göttinger Bevölkerung den Schmähnamen \"Hexe vom Hainberg“ eingebracht hat, erzählt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heidi Gidion. Sie versucht einen Überblick über das selbstbestimmte Leben und das vielschichtige Werk dieser sie beeindruckenden Frau und stellt sie als Erzählerin vor, mit Leseproben. Im Anschluss daran möchte sie mit Ihnen gemeinsam über diese Weise von Frau-Sein nachdenken und sich darüber austauschen.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
Café Grenzenlos07.08.201315:30Frauen auf der Walz – Alte Berufsbilder im WandelMichaela KleemannAm Goldgraben 14, GöttingenMichaela Kleemann wird uns aus ihrem Leben als (Teilzeit-) Schäferin in einer Großschäferei mit 1000 Mutterschafen berichten. Wir lernen den Alltag einer Hüteschäferei kennen, deren Hütegebiet sich von Göttingen bis Pöhlde und Osterode bis Northeim erstreckt. Zusammen entdecken wir einen „alten“ Beruf neu, erfahren viel über ein naturverbundenes Leben und Arbeiten und fragen uns, wie Frauen alte Berufe beleben und bereichern können.
EC Am Goldgraben09.01.201315:30Sinti und Roma Wie erinnern wir die Geschichte ihrer Verfolgung im Nationalsozialismus?Monika Kos-Rochlitz, Boris ErchenbrecherAm Goldgraben 14, GöttingenMonika Kos-Rochlitz, in Göttingen in den 50e und 60er Jahren als Sintezza aufgewachsen, wird aus ihrer Perspektive als 2. Generation von KZ- Überlebenden erzählen können. Zusammen mit Boris Erchenbrecher, wird sie in diesem Erzählcafe die oft vergessene Geschichte dieser Opfergruppe der Nationalsozialistischen Verbrechen vermitteln.
EC Am Goldgraben07.12.201115:30„Bücher, die die Welt (be-)deuten“: Lieblingskinderbücher und LesekulturCharlotte Kühn, Jg. 1989 und Marlise Potthast-Freund, Jg. 1953Am Goldgraben 14, GöttingenWelchen Einfluss haben die ersten prägenden Kinderbücher auf Sie gehabt und von welchem dieser Bücher wollten Sie, dass seine Geschichte unendlich weitergehen könnte? Haben Sie heimlich unter der Bettdecke gelesen? Sind Sie als Kind lesesüchtig gewesen und sind es immer noch? Gab es in Ihren Kindertagen überhaupt Kinderbücher und wenn, welche? Welche Rolle spielten Bücher in Ihrer Familie? In diesem Erzählcafé werden wir mit der Schülerin Charlotte Kühn und der Buchhändlerin Potthast-Freund ins Gespräch kommen. Lieblingskinderbücher sowie Enkelkinder können gern mitgebracht werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn zu diesem Erzählcafé auch Kinder und Jugendliche kommen, die von Büchern erzählen, die ihre Phantasie und ihr Leben prägen.
EC Am Goldgraben15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
EC Am Goldgraben07.09.201115:30„Jede Oma zählt!“ Großmütter in Afrika übernehmen VerantwortungModeratorin Regina Meyer betrachtet mit den ZuhörerInnen Bilder der Ausstellung \"Stille Heldinnen\"Am Goldgraben 14, GöttingenDie Ausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids“ ist vom 23. August bis 20. September im Foyer des Neuen Rathauses Göttingen zu sehen. „HelpAge Deutschland“ zeigt mit dieser Ausstellung, dass Altern weltweit viele Facetten haben kann und oft Armut und Not bedeutet. Deshalb unterstützt HelpAge Projekte in Afrika, die Großeltern hilft, ihre an Aids sterbenden Kinder und die Enkelkinder zu versorgen. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wachsen bei ihren Großeltern, meist den Großmüttern, auf. Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt!“ ist die Schauspielerin Hannelore Hoger. Im Erzählcafé Am Goldgraben möchten wir den Blick über den eigenen Tellerrand richten und uns einige der in der Ausstellung portraitierten Großmütter genauer anschauen: Was berichten sie über ihren Alltag? Wie bewältigen sie diese Herkulesaufgabe überhaupt? Welche Unterstützung gibt HelpAge? Wie können wir helfen?
EC Am Goldgraben01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
EC Am Goldgraben06.04.201115:30„Die Geschichte der Anderen“ Begegnung mit der NS-Vergangenheit in einer EinwanderungsgesellschaftMarianne Piet, Jg. 1958Am Goldgraben 14, GöttingenSeit letztem Jahr trifft sich im Goldgraben eine Gruppe von Göttingern, die ihre sehr verschiedenen Einwanderungsbiographien aus u.a. Polen, Frankreich, Griechenland, Afghanistan und USA austauschen. Bei allen spielt der Nationalsozialismus eine Rolle. Die Französin Marianne Piet kam in den 1990er Jahren nach Göttingen – der Liebe wegen. Das Leben im „Land der Täter“ war bislang noch kein bewusstes Thema, obwohl ihre Eltern während des Zweiten Weltkrieges in der „Französischen Résistance“ waren und von den Nazis interniert wurden, ihre Mutter in Ravensbrück und ihr Vater in Dachau. Was waren die ersten Eindrücke von Deutschland, welche \"Vorurteile\" wurden bestätigt bzw. revidiert? Was hat ihr besonders gefallen, besonders geholfen, um in Göttingen \"anzukommen\"? Und wie geht sie heute mit der eigenen und der deutschen Vergangenheit um?
EC Am Goldgraben02.06.201015:30„Schick doch mal ne E-Mail, Oma!“ Großeltern und Enkelkinder – was sie voneinander erfahren und lernen könnenRenate Flöring, Jg. 1939 und Renate Przibilla, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenDie gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkelkindern ist heute so lang wie nie zuvor. Die Großeltern erleben, wie aus Kleinkindern, Schulkinder, Pubertierende und schließlich Erwachsene werden. Die Enkelkinder wiederum erleben nicht nur die starken, sie umsorgenden Großeltern, sondern werden konfrontiert mit dem Altern und dem Schwächer-Werden der Großeltern und umsorgen diese bestenfalls. Die Lebenswelten von Großeltern und Enkelkindern können weit auseinander liegen. Welche Chancen bietet dieser allmählich stattfindende Rollentausch? Welche Teile der von ihnen erlebten Geschichte und Lebensgeschichte wollen sie einander mitteilen? Wo scheinen sich Grenzen der Vermittelbarkeit aufzutun? Was sollte auf jeden Fall weiter gegeben werden? Sind keine eigenen Enkelkinder vorhanden, gibt es Institutionen, die Kinder als quasi \"Wahlenkelkinder\" vermitteln. Was möchten und können „Oma oder Opa auf Zeit“ in diesem Kontext leisten?
EC Am Goldgraben09.03.201019:30„Eigentlich wollte ich was ganz anderes werden...“ Traumberufe und Realität in LebenswegenFrau Stemme (Jg. 1966) und Frau Bidi (Jg. 1967), Mütter von SchülerInnen des 7. und 8.JahrgangsMensa der Geschwister-Scholl-GesamtschuleIn gemütlicher Atmosphäre wollen wir zusammen mit Eltern des 7. und 8.Jahrgangs über Berufswahl und Werdegang von uns Erwachsenen sprechen. Angesichts der bevorstehenden schwierigen Entscheidung kann das Reflektieren für mehr Klarheit auch im Umgang mit unseren Kindern beitragen. Eine Einführung in die Themen Berufswahl, Berufs-orientierung und Modellschule findet ebenfalls statt. Wer oder was hat meine Berufswahl geprägt? Wie bin ich zu meiner Ausbildung gekommen? Wege und Umwege führen zum Ziel.... Wie können wir unsere Kinder unterstützen?
EC Am Goldgraben02.12.200915:30„Wie sicher fühle ich mich?“Charlotte Lierse, Jg. 1927, und Norbert Esemann, Präventionsteam der Polizei GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenOft wird unterstellt, dass ältere Menschen sich in besonderem Maße gefährdet fühlen. Aber wie ist es tatsächlich? Wie sicher fühlen sich ältere Frauen und wie stark bestimmt die Furcht vor Kriminalität und Gewalt ihre Lebensgestaltung? Wir sprechen über Sicherheitsgefühle und Sicherheitslagen und Möglichkeiten des Umgangs damit. Erzählerinnen und Vertreter der Polizei sprechen zum Sicherheitsempfinden älterer Frauen.
EC Am Goldgraben01.04.200915:30Himmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt?Am Goldgraben 14, GöttingenHimmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt? … nein, hier meinen wir nicht das bekannte Kochrezept. Wir meinen die beiden Kinderspiele. Himmel und Hölle bezeichnet sowohl das Hüpfspiel (Hickelkasten) als auch das geschickte Falten eines Papieres zum Vorhersagen der Zukunft. Wie haben sich Kinderspiele verändert? Spiele für drinnen und draußen. Spielsachen früher und heute: Puppe, Teddy, Kreisel, Lego, Barbie. Wer sind die Spielgefährten? Welche Rolle nehmen die modernen Medien inzwischen ein?
EC Am Goldgraben01.10.200815:00Als MigrantIn älter werden in GöttingenGöttinger ErzählerInnen mit einem süd- und osteuropäischen Migrationshintergrund und Wirtschaftswissenschaftlerin Kiymet OrhanAm Goldgraben 14, GöttingenIn Göttingen leben 10% Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind 829 Menschen über 65 Jahre alt - zuzüglich der Menschen mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass haben. Insgesamt sind 150 Nationalitäten vertreten. Göttingen ist als „Stadt, die Wissenschaft“ eine „junge akademische Stadt“. Mit dieser Veranstaltung wollen wir in einer Erzählrunde die Lebens- und Wohnbedingungen von MigrantInnen beleuchten. Wie wollen MirgantInnen in Göttingen im Alter leben und wohnen? Fühlen sich MigrantInnen ein- oder zweiheimisch? Was sind Merkmale einer „kultursensiblen Pflege“?
EC Am Goldgraben05.03.200815:30Leichter leben – Komfort für alle Stadtplanung, Integrations- und Behindertenpolitik zum Wohle allerGudrun Freyjer, Behindertenkoordinatorin der Stadt Göttingen und Wolfgang Peter, Behindertenbeauftragter des Landkreises GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenAusgelöst durch Aktivitäten der Europäischen Kommission und durch die deutsche Gesetzgebung im Bereich der Behindertengleichstellung setzen sich Organisationen wie z.B. „Zugang für alle“ oder „Design für alle“ (www.design-fuer-alle.de) für klügere einfachere Produkte ein. Vor allem die Bereiche Bauen, Haushaltstechnik, Informationstechnologie, aber auch die Sprache sollen „barrierefreier“ werden. Produkte und Dienste sollen von nahezu allen Menschen diskriminierungsfrei benutzt und verstanden werden können, um somit ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in normaler Umgebung zu ermöglichen. Solange die Elektronikindustrie Einfach-Handys noch unter dem stigmatisierenden Titel „Seniorenhandy“ vermarktet, ist die Idee des „Komforts für alle“ noch nicht überall angekommen.
EC Am Goldgraben06.02.200815:30Unsichtbare Handicaps - Wie gehen wir mit Behinderung um?Lydia Schelper, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenWenn Sie den Begriff „Behinderung“ hören, fallen Ihnen bestimmt sofort Rollstuhlfahrer ein, vielleicht noch blinde Menschen. Wer aber bringt schon Asthmatiker oder Diabetiker, gehörlose Menschen oder psychisch gehandicapte Menschen mit diesem Wort in Verbindung? Beispiele Betroffener verdeutlichen, wie Menschen mit unsichtbaren Handicaps die gesellschaftliche Integration erleichtert werden kann – auch im Hinblick auf das eigene Älterwerden.
EC Am Goldgraben11.10.200520:00Erzählcafé für Frauen: Ich sehe was, was du nicht siehst ... - betroffene Frauen berichtenJohanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesSeminarraum der LEB, Weender Str. 87, GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Doch immer noch verbergen Frauen die erlebte Gewalt meistens vor den Augen anderer. Aber auch der Frauenhausalltag ist zum Schutz der Bewohnerinnen für die Öffentlichkeit unsichtbar. Vom Leben und Erleben vor, im und nach dem Frauenhaus berichten Frauen aus 25 Jahren Frauenhaus Göttingen und machen einiges sichtbar. Johanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
EC Am Goldgraben25.11.200319:00Wege aus der Gewalt: Betroffene Frauen berichten über ihre Erfahrungen und BewältigungsstrategienSusanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Wer schlägt, muss gehen! - so der Titel einer Kampagne zur Verhinderung und Eindämmung von Häuslicher Gewalt. Die Bundesregierung hat mit dem neuen Gewaltschutzgesetz die Situation für Frauen deutlich verbessert: ab sofort können Gewalttäter ihrer Wohnung verwiesen werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt - so will es das Grundgesetz. Von diesem Ziel sind wir auch heute noch weit entfernt. Das zeigen nicht nur die hohen Belegungszahlen der Frauenhäuser. Wir möchten in diesem Erzählcafé betroffene Frauen zu Wort kommen lassen. Susanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
EC Am Goldgraben05.11.200315:30Afghanistan nach dem Krieg: Zur Situation von Frauen in KabulRahima Valena, Konsekutivdolmetscherin und Teilnehmerin einer Delegation des Auswärtigen AmtesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenAfghanistan nach dem Krieg: Hat sich die Lage der Frauen verbessert? Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Taliban im September 1996 hat sich die politische, soziale und ökonomische Situation der Frauen in Afghanistan, dramatisch verschlechtert. Ihre Rechte wurden unter den Augen der Weltöffentlichkeit mit Füssen getreten. Zum Aufschrei gegen diese frauenverachtenden Gesetze und alltäglichen Repressionen kam es erst nach dem 11. 9. 2001, als die Rechtlosigkeit der Frauen unter anderem zur Legitimation für einen Angriffskrieg gegen Afghanistan benutzt wurden. Die Stärkung der Rechte von Frauen durch die Beseitigung diskriminierender Tradition war das Ziel der Internationalen Gemeinschaft. Hierfür wurde das Frauenministerium in Afghanistan neu eingerichtet. Welche Funktion hat das Frauenministerium? und wie leben Frauen heute unter sogenannten verbesserten Rechte? Wie steht es mit gleichberechtigter und angemessener Teilhabe von Frauen an einem demokratischen Aufbau Afghanistan? Rahima Valena reiste im Januar 2003 mit einer Delegation des Auswärtigen Amtes nach Kabul und nahm als Dolmetscherin an einem Workshop zu „Frauenrechte und Gender Mainstreaming“ teil.
EC Am Goldgraben06.10.200318:00Werden Lesben anders älter? Lesben und ÄlterwerdenWienke Zitzlaff, Hannover und Astrid Osterland, GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
EC Am Goldgraben03.09.200315:30Mehr als Pasta, Döner und Zaziki: MigrantInnen in GöttingenVincenzo Santosuosso (Jg. 1944)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenAus unterschiedlichen Gründen kamen MigrantInnen seit den 1950er Jahren in die Bundesrepublik. Durch ihre Migration erlebten sie einschneidende biographische Brüche, die ihr Leben maßgeblich (mit)prägten. Ihre Entscheidung, auszuwandern und ein neues Zuhause in Göttingen aufzubauen, haben den Göttinger Alltag geprägt. Welche Erfahrungen haben sie hier gemacht? Wie erleben sie heute ihr Älterwerden? Vincenzo Santosuosso ist 1944 in Süd-Italien in der Nähe von Neapel geboren. Sein Weg als Arbeitsmigrant führte ihn in jungen Jahren zuerst nach Nord-Italien, wo er als gelernter Drucker auf dem Bau arbeitete, um das Familieneinkommen seiner 7-köpfigen Herkunftsfamilie aufzubessern. Ein Onkel in Göttingen besorgte ihm eine Arbeitsstelle. Am 9. Juli 1962, einem regnerischen Tag, kam er in Göttingen an, um im Sägewerk Holz Henkel seine Arbeit anzutreten. Als \"Italiener der ersten Stunde\" wird er über sein wechselvolles Berufsleben sprechen. Seine Erfahrungen mit Kollegen und Arbeitgebern, sein Engagement in der Gewerkschaft IG-Medien und das Älterwerden zwischen Italien und Deutschland werden ebenfalls Thema sein.
EC Am Goldgraben04.12.200215:30Die Insel der Schwäne und Der Engel mit dem goldenen SchnurrbartGrit Wolfgramm aus Potsdam und Annette Hoffmann aus GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenEin biographischer Rückblick auf die Kinderliteratur in der DDR
EC Am Goldgraben03.04.200215:30Zwei Konfessionen – eine Partnerschaft Leben in bi-konfessionellen oder bi-nationalen PartnerschaftenRenate Kruse-Ayegh und Susanne Mabrouk, Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., und Margarete Menz, Pädagogisches Seminar der Uni GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Kampf der Kulturen“ oder „Kampf der Religionen“ sind Thesen, die in den Medien immer wieder strapaziert werden. Wir nähern uns dem komplexen Thema, indem wir Menschen fragen, die täglich damit zu tun haben, weil sie in binationalen Beziehungen leben. Uns interessiert der konkrete Alltag. Welche Chancen bieten sich und welche Probleme gilt es zu meistern? In den Mitgliedsstaaten der EU sind seit 1945 ca. 5 Millionen binationale Ehen geschlossen worden. In Deutschland haben 1990 rund 40.000 Deutsche einen nicht-deutschen Ehepartner gewählt. Binationale Ehen und Partnerschaften stehen unter besonderen gesellschaftlichen Bedingungen. Deshalb hat sich 1972 eine „Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen“ (iaf e.v.) gegründet. Die Initiative ist zu einem bundesweiten „Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften“ geworden, offen für alle vom Thema betroffenen Frauen und Männer und in 50 Regionalgruppen organisiert. Aus der Göttinger Regionalgruppe konnten wir Renate Kruse-Ayegh (Jg. 1957) und Susanne Mabrouk (Jg. 1973) gewinnen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichten werden. • Wie sind sie zu dem Verband binationaler Partnerschaften und Ehen gekommen? • Wie hat das Umfeld auf ihre Verbindung reagiert? • Wie sieht ein binationaler Beziehungs- und Familienalltag aus? • Welche Rolle spielen Religion und Rituale? Ergänzt werden die biographischen Erzählungen durch einen Überblick von Margarete Menz zu „Schlaglichter zur Geschichte binationaler Paare“.
EC Am Goldgraben06.03.200215:30In eine un-verschleierte Zukunft: Afghanische Frauen im UmbruchRahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten; Karen Nölle-Fischer, Autorin und ÜbersetzerinAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit über 20 Jahren herrscht Bürgerkrieg und Krieg in Afghanistan. Afghanistan gehörte und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Geringe Lebenserwartung, hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, eine Analphabetenrate von über 90%. Der Status der Frauen verschlechterte sich Anfang der 90er Jahre nach der Machtübernahme durch die Mujahedin, die einen Verhaltenskodex (Fatwah) für Frauen einführten. Alphaberisierung wurde darin als Quelle der Verführung und Verworfenheit bezeichnet. Nachdem die radikal-islamische Taliban 1996 Kabul erobert hatten und die Regierung übernahmen, wurde die vollständige Unterdrückung der Frauen zum politischen Programm: u.a. Ausgehverbot, Arbeitsverbot, Bildungsverbot und das Verbot zur medizinischen Behandlung, Sport- und Erholungsverbot und der Zwang zum Ganzkörperschleier (Burka)- all das schloß Frauen aus dem öffentlichen Leben gänzlich aus. Verstöße wurden mit öffentlichen Auspeitschungen, Steinigungen und Hinrichtungen bestraft. Zwar wurden die Menschenrechtsverletzungen damals international verurteilt, aber dabei blieb es auch. Die Hilferufe afghanischer Frauen wurden ignoriert. Erst jetzt, nach dem 11.September 2001, der Bombardierung des Landes und der Verfolgung der Taliban, steht das Land im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit – und jetzt wird auch von der tragenden Rolle der Frauen bei der Demokratisierung des Landes gesprochen. Rahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten, u.a. den Unabhängigen Afghanischen Frauen. Sie stammt aus Afghanistan und lebt seit 1971 zuerst in den USA und später in Deutschland. Karen Nölle-Fischer, Autorin und Übersetzerin, berichtet mit Dia-Bildern von dem „Verein zur Unterstützung von Schulen für afghanische Flüchtlingskinder e.V.“, der seit ca. 30 Jahren Projekte im Land durchführt.