Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Lyrisches“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben21.01.201517:00ZWISCHEN ELTERNHAUS UND FRONT…Autorin Christa Grothe, Jg. 1951Am Goldgraben 14, 37077 Göttingen…zwischen Landwirtschaft und Feldhaubitze Der Zweite Weltkrieg veränderte alles Leben. Während die Männer zum Dienst an der Waffe eingezogen wurden, lastete der Alltag daheim auf den Schultern der zurück gebliebenen Frauen, Kindern und Alten. Die Autorin Christa Grothe, Jg. 1951, liest aus den Feldpostbriefen von Heinrich Bertram, einem 24-jährigen Landwirt aus Niedersachsen. Durch den engen Briefwechsel zwischen ihm, seiner Stiefmutter und seinen drei jüngeren Schwestern entsteht ein einzigartiges Kaleidoskop. Es veranschaulicht sowohl das schwierige Leben auf dem Hof und im Heimatdorf als auch das Kriegsgeschehen.
EC Am Goldgraben05.11.201415:30ALS BAUSOLDAT IN PRORADr. Stefan Wolter, Historiker und AutorAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenZwangsarbeit in der DDR!? Stefan Wolter, Jg. 1967, hat sich 1986 bei der Musterung der NVA aus Glaubens- und Gewissensgründen entschieden Bausoldat zu werden. Seit 1964 war es in der DDR möglich, diesen Dienst ohne Waffe innerhalb der NVA zu wählen. Nur wenige Männer entschieden sich für diesen von Schikanen und harter, oft auch gefährlicher Arbeit geprägten Weg, gesellschaftliche Ächtung und berufliche Nachteile in Kauf nehmend. Im Erzählcafé wollen wir mit Dr. Stefan Wolter, Historiker und Autor, über seine Zeit als Bausoldat, aber auch über diese längst nicht aufgearbeitete bzw. gern verschleierte DDR-Geschichte ins Gespräch kommen. Einige seiner Bücher zu dieser Thematik werden vorgestellt.
EC Am Goldgraben07.11.201215:30Karl May – Gefährlicher Verbrecher, Spinner oder anerkannter Schriftsteller?Michael Petzel (Jg. 1952)Am Goldgraben 14, GöttingenMichael Petzel fing mit circa zehn Jahren an Karl May Bücher zu lesen. Die in der Erwachsenenwelt spielenden Indianerbücher halfen der langsam zerbrechenden, heilen Kinderwelt eine lohnende Alternative beim „Größer werden“ zu bieten. Später übernahm Michael Petzel, das von seinem Vater 1965 in Göttingen gegründete Karl May Archiv, dass sich der umfangreichen Wirkungsgeschichte des berühmten Autors widmet. Neben Bibliothek und Filmarchiv sind hier zahlreiche Nachlässe prominenter Film – und Bühnenkünstler zu finden. Bemerkenswerter Weise hat sich Karl May selbst sich nicht immer an die von ihm vermittelten Ideale gehalten Er stammte aus sehr ärmlichen Verhältnissen und hat neben seiner Schriftstellerei durch kleinere Diebstähle, Hochstapelei und Betrug sein eigenes Ansehen aufzubessern versucht. Was ist also von dem Autor zu halten? Das und mehr wollen wir im gespräch ergründen.
EC Am Goldgraben05.09.201215:30Den Teufel auf die Schippe nehmenHeide Harney, Jg. 1940Am Goldgraben 14, GöttingenDie Autorin, Scherenschnittkünstlerin und Performerin Heide Harney, Jg. 1940, spricht über die Rolle des Schreibens in ihrem Leben. „Der Teufel, das sind die Ängste vor dem Alter und die Zwänge der Gesellschaft. Auf der Schippe soll der Teufel tanzen und sich tot lachen. Mein Schreibstift ist Taktstock und Kitzelfeder“ schreibt Heide Harney. Sie wird Texte aus ihren Büchern vorlesen und aus ihrem bewegten Leben erzählen.
EC Am Goldgraben02.05.201215:30Bücherscheune KatlenburgPfarrer Westkott Jg. 1951Am Goldgraben 14, GöttingenIn einer einzigartigen Rettungsaktion hat Pfarrer Westkott zusammen mit Helfern ab 1991 Hunderttausende zur Vernichtung bestimmte Bücher der ehemaligen DDR nach Katlenburg gebracht. In der sogenannten „Bücherscheune“ werden diese Bücher jeden Sonntag von 10.30 – 12.30 Uhr gegen eine Spende für „Brot für die Welt“ an Interessenten abgegeben. Pfarrer Westkott, der inzwischen viele Preise und sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, wird im Erzählcafé von seiner Arbeit berichten und mit uns ins Gespräch kommen.
EC Am Goldgraben07.12.201115:30„Bücher, die die Welt (be-)deuten“: Lieblingskinderbücher und LesekulturCharlotte Kühn, Jg. 1989 und Marlise Potthast-Freund, Jg. 1953Am Goldgraben 14, GöttingenWelchen Einfluss haben die ersten prägenden Kinderbücher auf Sie gehabt und von welchem dieser Bücher wollten Sie, dass seine Geschichte unendlich weitergehen könnte? Haben Sie heimlich unter der Bettdecke gelesen? Sind Sie als Kind lesesüchtig gewesen und sind es immer noch? Gab es in Ihren Kindertagen überhaupt Kinderbücher und wenn, welche? Welche Rolle spielten Bücher in Ihrer Familie? In diesem Erzählcafé werden wir mit der Schülerin Charlotte Kühn und der Buchhändlerin Potthast-Freund ins Gespräch kommen. Lieblingskinderbücher sowie Enkelkinder können gern mitgebracht werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn zu diesem Erzählcafé auch Kinder und Jugendliche kommen, die von Büchern erzählen, die ihre Phantasie und ihr Leben prägen.
EC Am Goldgraben02.04.200815:30Die erste große Liebe - Liebesbriefe von der Nachkriegszeit bis heuteCharlotte Lierse, Jg. 1927, Christoph Homann, Jg. 1975, und der Kulturanthropologin Anna-Maria BrinkopAm Goldgraben 14, GöttingenVom „Postillon d’amour“ als Überbringer einer Herzensnachricht bis zum digitalen Liebesbrief reicht die Spanne dieses Erzählcafés. Geschichten über Liebesbriefe aus verschiedenen Jahrzehnten - geschrieben in ganz unterschiedlichen Lebensaltern und Lebenssituationen.
EC Am Goldgraben05.04.200615:30Mein liebstes Kinderbuch Lesen in jungen JahrenLeni Gaber und Waltraud Irina KlaerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenErinnern Sie sich an Ihre erste Vorlesegeschichte? Und an das erste eigenständig gelesene Buch? Bilder- und Kinderbücher sind seit Generationen Begleiter des Größer- und Erwachsenwerdens. • Welche Rolle spielten Bücher in meiner Herkunftsfamilie? • Was war das Faszinierende an Bilder- und Kinderbüchern? • Welche Auswirkungen hatten diese Bücher auf mich? Bringen Sie gerne Ihr Lieblings-Kinderbuch mit!
EC Am Goldgraben06.07.200515:30Wer schreibt, bleibt? Erfahrungen mit biographischem SchreibenWilhelm Schleenvoigt Jg. 1921, Gisela Gaede Jg. 1921 und Marieluise Erckenbrecht Jg. 1921 und Dr. Regina Löneke (BiografieWerkstatt)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenViele, vor allem Ältere, möchten ihre Erinnerungen aufschreiben, um sie an die eigenen Nachkommen oder generell an die jüngere Generation weiterzugeben. Andere sehen in ihrem biographischen Schreiben eine Form der historischen Dokumentation. Wieder andere wollen sich etwas von der Seele schreiben oder bringen biographisches Schreiben in eine literarische Form. An diesem Nachmittag wollen wir uns über Motive und Funktionen von biographischem Schreiben austauschen. SchreiberInnen berichten über ihre Schreib-Erfahrungen. Welche Funktion erfüllt biographisches Schreiben für mich? Ist es nötig, gut zu schreiben? „Das Geschriebene will gelesen werden!?“ „Schreiben heißt sich selber lesen“ (Max Frisch)
EC Am Goldgraben04.12.200215:30Die Insel der Schwäne und Der Engel mit dem goldenen SchnurrbartGrit Wolfgramm aus Potsdam und Annette Hoffmann aus GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenEin biographischer Rückblick auf die Kinderliteratur in der DDR