Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Natur & Umwelt“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben17.04.201517:00OSTERN KAM MAN AUS DER SCHULE - Jugendliche in der LandwirtschaftAxel Unger (Geschäftsführer des Internationalen Schulbauernhofs)Internationaler Schulbauernhof, Lehmkuhlenstraße 3, 37181 HevensenDer internationale Schulbauernhof bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleben. Vor 50 Jahren war das noch ganz anders. Die meisten 14-jährigen kamen mit der Konfirmation zu Ostern aus der Schule und mussten mitarbeiten, bevor sie später in eine Lehre gingen. Auf dem Schulbauernhof lernen heute junge Menschen die Arbeiten (kennen), die früher selbstverständlich auf alle Generationen verteilt waren. Geschäftsführer Axel Unger wird Ziele und Hintergründee des Schulbauernhofs darstellen. Was lernen junge Menschen heutzutage über die Landwirtschaft?
EC Am Goldgraben05.02.201415:30Tierische Therapeuten - Lernen von Esel und PferdHelgard Greve (Jg. 1953)Am Goldgraben 14, GöttingenHelgard Greve, Jg. 1953, begleitet Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Dabei nutzt sie die soziale und kommunikative Kompetenz von Tieren um mit Menschen zu arbeiten. Helgard Greve wird uns berichten, wie sie zu dieser Arbeit fand und was diese auszeichnet. Auch wir werden uns sicher an das ein oder andere prägende Erlebnis mit Tieren erinnern.
EC Leineberg21.01.201416:00 UhrEnergie sparen gestern und heuteFrau WetzelStadtteilbüro Leineberg, Allerstraße 32Das Erzählcafé lädt herzlich alle Interessierten dazu ein viele spannende Fakten und Geschichten rund ums Energiesparen und dessen Wandel im Laufe der Zeit zu erfahren und sich darüber ausszutauschen. Frau Wetzel, Mitarbeiterin der Energieagentur Region Göttingen, wird über Möglichkeiten des Energie sparens informieren.
EC Am Goldgraben06.11.201315:30Das Grüne Band Eichsfeld-Werratal – eine Chance für die Region?!Holger Keil, Jg. 1967Am Goldgraben 14, GöttingenFast 40 Jahre lang teilte der Eiserne Vorhang Europa. Die Unmenschlichkeit dieser Grenze zeigte sich am stärksten in Deutschland. Gleichzeitig gab diese Grenze der Natur eine über 30-jährige Atempause. Ein einzigartiges Biotopverbundsystem bekannt als das Grüne Band entstand. Naturschutzgroßprojekte wie dieses brauchen den Dialog mit den Menschen und Körperschaften in der Region, um die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten tragfähig zu verbinden. Holger Keil wandert mit uns erzählend durch dieses spannende und vielseitige Thema.
EC Am Goldgraben05.09.201314:30 - 18:30„Pilze gut zu sammeln - das habe ich von Opa Max gelernt!“Michael JasperSpätsommer und Herbst – die Hoch-Zeit des Pilze sammeln! Michael Jasper, der Initiator der Freien Altenarbeit, hat dieses Faible von seinem sehr erfahrenen und naturkundigen Großvater Max Scholz „geerbt“. Der wunderschöne Solling, in dem wir unser Glück versuchen, stellt bewusst keine großen Anforderungen an unsere Kletterkünste. Im Anschluss an die Suche werden die Pilze gemeinsam in der Küche der Alten-WG, Am Goldgraben zu einem Gaumenschmaus verarbeitet.
Café Grenzenlos07.08.201315:30Frauen auf der Walz – Alte Berufsbilder im WandelMichaela KleemannAm Goldgraben 14, GöttingenMichaela Kleemann wird uns aus ihrem Leben als (Teilzeit-) Schäferin in einer Großschäferei mit 1000 Mutterschafen berichten. Wir lernen den Alltag einer Hüteschäferei kennen, deren Hütegebiet sich von Göttingen bis Pöhlde und Osterode bis Northeim erstreckt. Zusammen entdecken wir einen „alten“ Beruf neu, erfahren viel über ein naturverbundenes Leben und Arbeiten und fragen uns, wie Frauen alte Berufe beleben und bereichern können.
EC Am Goldgraben05.12.201215:30Kaufen im Dezember Was kaufen wir? Was brauchen wir? Was werfen wir weg?Am Goldgraben 14, GöttingenDer Dezember ist in vielen Branchen der umsatzstärkste Monat im Jahr. Unser Wirtschaftssystem ist auf wachsenden Konsum ausgerichtet. In den wohlhabenden Erdteilen hat sich eine Überflussgesellschaft entwickelt, die z.B. von dem Film „Taste the waste“ skandalisiert wird. Zunehmend regt sich auch in der Bevölkerung Kritik. In Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, das entspricht 20 Milliarden Euro. „Mülltaucher“ machen auf diesen Missstand aufmerksam. Bewussteres Konsumieren, Tauschringe, Zeittauschbörsen und andere Lebensentwürfe versuchen den konstruktiven Wandel. Zusammen mit Vertreter/innen dieser Alternativen und anhand unserer Erfahrungen wollen wir diesem Wandel ein Gesicht geben.
EC Am Goldgraben10.10.201215:30Göttingen im Wandel - eine Transition-Town-InitiativeHelgard Greve, Jg. 1953, Freimut Hennies, Jg. 1961, Daniel Pohl, Jg. 1982Am Goldgraben 14, Göttingen„Transition Town“ ist eine junge, weltweite Graswurzelbewegung zur Gesundung unseres Planeten. Es geht um eine Energie-Wende und eine Kultur-Wende, zu der sich regionale Nachhaltigkeits-Initiativen konstruktiv auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe vorbereiten; um einen friedlichen Übergang in eine postfossile Gesellschaft. Der Weg der 1000 kleinen Schritte, die wir hier und jetzt und heute selbst gehen können, bekommt seine Richtung durch die Visionen, wie wir wirklich leben wollen. Die regionale Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen, größtmögliche Unabhängigkeit vom Tropf des Erdöls und gelebte Gemeinschaftlichkeit sind hierbei erklärte Ziele. Die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die sich an natürlichen Ökosystemen orientieren, spielen hier eine wesentliche Rolle – nicht nur für den Nahrungsmittelanbau und den Umgang mit der Erde, sondern auch für das soziale Miteinander. Erreichte Etappen werden gemeinsam gefeiert und wertgeschätzt. In jedem Ort hat der Wandel ein eigenes Gesicht, denn es ist ein offener, kreativer Beteiligungsprozess – und gleichzeitig ist er weltweit vernetzt. Wir werden den persönlichen Weg, das internationale Netzwerk und die Göttinger Gruppe im Gespräch mit drei Zeitzeug/innen kennenlernen.
EC Am Goldgraben06.06.201215:30Verkehrswende mit oder ohne Automobil?Detlev Teichmann und Mäx SchwörerAm Goldgraben 14, GöttingenAuf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit legen wir, die;mobile Gesellschaft von heute, immer mehr km zurück. Sinnbild dieser Mobilität ist das Auto, welches für viele unverzichtbar scheint. Für andere im Zeitalter der drohenden Klimakatastrophe und der Ressourcenverknappung ist der motorisierte Individualverkehr nicht mehr zeitgemäß und sie fordern eine grundsätzliche Verkehrswende. Über dieses emotionale Thema möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen – unter Einbezug der eigenen Gewohnheiten – biographisch reflektiert.
EC Am Goldgraben01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
EC Am Goldgraben03.10.201015:30Der Garten als Ort der ErholungWaldtraut Irina Klaer (Jg. 1925), Gärtnerin mit Leib und Seele und Dr. Rolf Callauch, Jg. 1952), Kustos des Neuen Botanischen Gartens GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDer eigene Garten, sei er noch so klein, ist für viele ein Quell der Lebensfreude und spendet Energie – kostet aber auch Arbeit. Frau Klaer, gelernte Gärtnerin und Lehrerin, macht mit uns einen Gang durch ihre verschiedenen „Lebens-Gärten“. Dr. Rolf Callauch stellt sich in seiner Funktion als „Kustos“ vor, geht speziell auf den Küchen-Kräutergarten ein und gibt praktische Tipps. Welche Rolle spielt der Garten in einzelnen Lebensphasen? Wie spiegeln Gärten ihren Gärtner wider? Nutzgarten – Ziergarten – Biogarten
EC Am Goldgraben05.05.201015:30Vom Körnerladen zum BiosiegelBio-Bauer Michael Boyer,Jg. 1957, Dipl Agrar-IngenieurAm Goldgraben 14, GöttingenDie Biobranche boomt trotz Wirtschaftskrise: Der deutsche Biomarkt ist auch 2008 um 10% gewachsen, der Bio-Umsatz erhöhte sich nach Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro und der Anteil am Gesamtmarkt steigt auf ca. 3,5%. Michael Boyer ist seit 1986 in der Biobranche tätig - zuerst mit einem eigenständigen Bio-Gemüsebaubetrieb und heute mit zwei Einzelhandels- geschäften in Göttingen. Mit ihm sprechen wir über seine berufliche Entwicklung und seine Sicht auf die Biobranche in Göttingen.
EC Am Goldgraben07.03.200715:30Der Wald in uns – Nachhaltigkeit kommunizieren - Schlüsselerlebnisse zum Thema „Wald“Stadtwald-Förster Martin Levin, Jg. 1953, und Försterstochter W. I. Klaer, Jg. 1925Am Goldgraben 14, GöttingenDas Klima wandelt sich spürbar, Mensch und Natur entfremden sich immer mehr – eine Entwicklung, die zu denken gibt. Der Wald als Sinnbild für die Natur steht im Mittelpunkt dieses generationsübergreifenden Erzählcafés: Welche Erfahrungen haben ältere und jüngere Menschen mit “ihrem“ Wald gemacht? Wald als Sport-, Erholungsort, Nahrungs- und Energiequelle? Der Wald als Arbeitsfeld? Der Stadtwald als schützenswertes Kapital?
EC Am Goldgraben15:30 UhrDie HonigbieneHubertus RöllekeAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Die Honigbiene ist die größte Freundin des Menschen unter den Insekten.“ Dieses Zitat des bekannten amerikanischen Insektenforschers und Evolutionsbiologen Edward O. Wilson verdeutlicht die Sonderstellung der Honigbiene. Kein ein anderes Nutztier hat den Menschen und seine Kulturgeschichte seit Jahrtausenden so nachdrücklich beeinflusst. Heute ist daraus eine gegenseitige Abhängigkeit geworden: der Mensch benötigt die Honigbiene als unverzichtbaren Bestäuber vieler landwirtschaftlicher Kulturen und gleichzeitig sind die „Sonnenvögelchen“ bei uns inzwischen ohne imkerliche Fürsorge nicht mehr überlebensfähig. Im Erzählcafé berichtet der Göttinger Imker Hubertus Rölleke von seiner Arbeit mit den Bienen und warum sie uns so viel mehr geben als nur Honig.