Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Berufe“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben01.10.201415:30LOU ANDREAS-SALOMÉLiteraturwissenschaftlerin Dr. Heidi GidionAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenSchriftstellerin, Psychoanalytikerin, beeindruckende Persönlichkeit Als Louise von Salomé 1861 in St. Petersburg geboren, war sie zu ihrer Zeit eine ganz und gar ungewöhnliche Frau, in vieler Hinsicht. Von 1903 bis zu ihrem Tod 1937 lebte Lou Andreas-Salomé einerseits als Ehefrau des bedeutenden Orientalisten Friedrich Carl Andreas in Göttingen. Andererseits war sie monatelang weit entfernt auf Reisen, nicht nur von Paris bis Wien. Von dieser zweigeteilten Existenz und darüber, was ihr wohl in Teilen der Göttinger Bevölkerung den Schmähnamen \"Hexe vom Hainberg“ eingebracht hat, erzählt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heidi Gidion. Sie versucht einen Überblick über das selbstbestimmte Leben und das vielschichtige Werk dieser sie beeindruckenden Frau und stellt sie als Erzählerin vor, mit Leseproben. Im Anschluss daran möchte sie mit Ihnen gemeinsam über diese Weise von Frau-Sein nachdenken und sich darüber austauschen.
EC Am Goldgraben10.09.201415:30KUNSTVOLL SCHEITERN…Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960Am Goldgraben 14, 37077 Göttingen... Humor im Alltag - mit und ohne rote Nase Die Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 erzählt in der Reihe „Perspektive 50 Plus“ über ihre Clownausbildung bei David Gilmore. Zusammen mit der Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960, wird sie über Perspektivwechsel in der zweiten Lebenshälfte, den Spaß am Ernst des Lebens, sowie die heilsame Wirkung von Humor und seine Auswirkungen auf Kommunikation und Gesundheit erzählen. Seien Sie herzlich eingeladen, einen etwas anderen Blick auf das „Theater des Alltags“ zu werfen und entdecken Sie Ihren Humor - die Kraft des Lachens liegt in jedem Menschen.
EC Am Goldgraben12.02.201415:30Ein bewegtes Leben - Ein junger Arzt in Zeiten des KriegesDr. Horst Haferkamp (Jg. 1941), Dr. Bruno Kottwitz (Jg. 1916)Am Goldgraben 14, GöttingenDie Biografie von Dr. Bruno Kottwitz, Jg. 1920, ist mehr als ereignisreich. Das Leben bescherte ihm Kontakt mit Menschen und führte ihn an Orte, die die deutsche (Medizin-)Geschichte prägten. Zusammen mit Dr. Horst Haferkamp, Jg. 1941, Chirurg und Medizinhistoriker, wird er über viele Stationen seines Lebens berichten.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
Café Grenzenlos07.08.201315:30Frauen auf der Walz – Alte Berufsbilder im WandelMichaela KleemannAm Goldgraben 14, GöttingenMichaela Kleemann wird uns aus ihrem Leben als (Teilzeit-) Schäferin in einer Großschäferei mit 1000 Mutterschafen berichten. Wir lernen den Alltag einer Hüteschäferei kennen, deren Hütegebiet sich von Göttingen bis Pöhlde und Osterode bis Northeim erstreckt. Zusammen entdecken wir einen „alten“ Beruf neu, erfahren viel über ein naturverbundenes Leben und Arbeiten und fragen uns, wie Frauen alte Berufe beleben und bereichern können.
EC Am Goldgraben05.06.201315:30Traditionsunternehmen – Aus Erfahrung gut ?!Josef PetermannAm Goldgraben 14, GöttingenErst Schmiede, dann Eisenhandel, jetzt Fachgroßhandel. Seit 1783 gehört Lünemann zu Göttingen wie die Universität oder die Gebrüder Grimm. Der Geschäftsführer des Göttinger Traditionsunternehmens, Josef Petermann, Jg. 1948, erzählt aus der wechselvollen Geschichte, die eng mit der Stadtgeschichte Göttingens verknüpft und mit seiner eigenen Biografie verwoben ist. Gemeinsam machen wir einen Streifzug durch die Historie, betrachten Herausforderungen, Wendepunkte und Erfolge und fragen uns: Sind Traditionsunternehmen aus Erfahrung gut?
EC Am Goldgraben06.02.201315:3030 Jahre am TelefonElisabeth MückeAm Goldgraben 14, GöttingenElisabeth Mücke wird von ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Telefonseelsorge erzählen. 30 Jahre hat sie zuerst in Duisburg, später in Göttingen ungezählte Beratungsgespräche geführt, Mitarbeiter zu diesem Dienst ausgebildet, Begleitgruppen und Fortbildungen geleitet. Mit ihr gemeinsam wollen wir erfahren, wie durch freiwilliges Engagement Fähigkeiten entwickelt und Lebenswünsche erfüllt werden können. Auch Ihr Engagement für die Zivilgesellschaft ist gefragt!
EC Am Goldgraben04.04.201215:30Die Biographie eines BiographieforschersPeter Alheit, Jg. 1946Am Goldgraben 14, GöttingenPeter Alheit, geboren 1946 in einer nordhessischen Kleinstadt, interessierte sich schon als Schüler für soziale Fragen. Nach seinen Studien der Theologie, Philosophie, Soziologie und Erziehungswisschenschaften folgt eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. Er konnte immer wieder praktische Erfahrungen sammeln: als Vikar in Kassel, in der Jugendgerichtshilfe und in der Arbeit mit Obdachlosen. Seine erste Professur führte ihn 1977 nach Bremen, mit dem Schwerpunkt nicht- institutionelle Erwachsenenbildung, wo er die Veränderungen im Arbeiterleben erforscht und erstmals die Biographien von Arbeiterveteranen rekonstruiert. Nach und nach baut er ein Netzwerk internationaler Kontakte zur Biographieforschung auf und lehrt Mitte der 1994/95 als Humboldt-Professor an der Universität in Roskilde/Dänemark. 1998 folgt er einem Ruf nach Göttingen an den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Außerschulische Pädagogik. Aufgrund der inhaltlichen Nähe konnte die Freie Altenarbeit Peter Alheit ab 2000 für Theorie-Praxis-Projekte rund um die Biographiearbeit gewinnen. Auf Bitte des Vereins stellt er sich für den Vereinsvorsitz zur Verfügung und gestaltet in dieser Funktion seit 2003 zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und dem FAG-Team Projekte und Profillinien der Vereinsarbeit. Welche Verbindungen gibt es zwischen seinem wissenschaftlichen Ansatz und der Biographiearbeit unseres Vereins? Was war seine Motivation, neben der Universitätsarbeit sich in unserem Verein zu engagieren?
EC Am Goldgraben15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
EC Am Goldgraben01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
EC Am Goldgraben29.10.201017:30Anders leben – anders altern!?Wohn- und Vernetzungsprojekte für Lesben und Schwule stellen sich vorAm Goldgraben 14, GöttingenDie sozialen Bewegungen der 1980er Jahre sind Geschichte und ihre ProtagonistInnen kommen „in die Jahre“. Der Wunsch, im Alter geborgen und vernetzt zu sein, ist unter Lesben und Schwulen von besonderer Bedeutung, da herkömmliche Familienstrukturen i.d.R. fehlen. Im Erzählcafé werden realisierte Projekte persönlich von BewohnerInnen präsentiert: „Wohnprojekte mixed“: Yvonne Renne und Jochen Weber, Villa anders in Köln; Lesben-Wohnprojekte: Ulrike Hötzel und Simone Mäckler von B12, Wohnungsgenossenschaft 1889 Kassel; Netzwerke: Markus Schupp, ALTERnativen - Netzwerk für ältere Schwulen und Lesben Köln; Zur Frage der Pflege im Alter: Markus Schupp, Doktorand am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Uni Bremen. Wir fragen nach Entstehungsgeschichte, Umsetzungserfahrung, Zukunftsplanung und stellen natürlich auch die Gretchenfrage: Separierung oder Integration?
EC Am Goldgraben03.10.201015:30Der Garten als Ort der ErholungWaldtraut Irina Klaer (Jg. 1925), Gärtnerin mit Leib und Seele und Dr. Rolf Callauch, Jg. 1952), Kustos des Neuen Botanischen Gartens GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDer eigene Garten, sei er noch so klein, ist für viele ein Quell der Lebensfreude und spendet Energie – kostet aber auch Arbeit. Frau Klaer, gelernte Gärtnerin und Lehrerin, macht mit uns einen Gang durch ihre verschiedenen „Lebens-Gärten“. Dr. Rolf Callauch stellt sich in seiner Funktion als „Kustos“ vor, geht speziell auf den Küchen-Kräutergarten ein und gibt praktische Tipps. Welche Rolle spielt der Garten in einzelnen Lebensphasen? Wie spiegeln Gärten ihren Gärtner wider? Nutzgarten – Ziergarten – Biogarten
EC Am Goldgraben05.05.201015:30Vom Körnerladen zum BiosiegelBio-Bauer Michael Boyer,Jg. 1957, Dipl Agrar-IngenieurAm Goldgraben 14, GöttingenDie Biobranche boomt trotz Wirtschaftskrise: Der deutsche Biomarkt ist auch 2008 um 10% gewachsen, der Bio-Umsatz erhöhte sich nach Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro und der Anteil am Gesamtmarkt steigt auf ca. 3,5%. Michael Boyer ist seit 1986 in der Biobranche tätig - zuerst mit einem eigenständigen Bio-Gemüsebaubetrieb und heute mit zwei Einzelhandels- geschäften in Göttingen. Mit ihm sprechen wir über seine berufliche Entwicklung und seine Sicht auf die Biobranche in Göttingen.
EC Am Goldgraben09.03.201019:30„Eigentlich wollte ich was ganz anderes werden...“ Traumberufe und Realität in LebenswegenFrau Stemme (Jg. 1966) und Frau Bidi (Jg. 1967), Mütter von SchülerInnen des 7. und 8.JahrgangsMensa der Geschwister-Scholl-GesamtschuleIn gemütlicher Atmosphäre wollen wir zusammen mit Eltern des 7. und 8.Jahrgangs über Berufswahl und Werdegang von uns Erwachsenen sprechen. Angesichts der bevorstehenden schwierigen Entscheidung kann das Reflektieren für mehr Klarheit auch im Umgang mit unseren Kindern beitragen. Eine Einführung in die Themen Berufswahl, Berufs-orientierung und Modellschule findet ebenfalls statt. Wer oder was hat meine Berufswahl geprägt? Wie bin ich zu meiner Ausbildung gekommen? Wege und Umwege führen zum Ziel.... Wie können wir unsere Kinder unterstützen?
EC Am Goldgraben25.05.200618:00Erzählcafé Aktuell: „Ich kriege keinen Job mehr!“ Auswirkungen der drohenden Huhtamaki-WerksschließungBetroffene berichten: Andreas Lingl, Jg. 1959 (seit 19 Jahren bei Huhtamaki); Walter Stelzl, Jg. 1947 (seit über 40 Jahren bei Huhtamaki); N.N., MitarbeiterIn der ehem. Firma GLUNZGemeindesaal der St. Michael-GemeindeDie Schließung des Weender Huhtamaki-Werkes bedroht und betrifft unmittelbar ca. 540 Menschen aus Südniedersachsen und Thüringen. Als Papierfabrik 1873 gegründet und als ehemalige Firma 4-P-Rube in Göttingen bekannt, wurde der Hersteller von Lebensmittelverpackungen vor einigen Jahren von dem finnischen Konzern Huhtamaki übernommen, der zusammen mit anderen Standorten zur Zeit 2700 Beschäftigte in Deutschland hat. Aber das soll sich nun ändern: voraussichtlich bis zum Jahresende 2005 soll eine der „größten europäische Huhtamaki-Produktionsstätte“ (Firmen-Homepage im Mai 2005) ‚abgewickelt’ werden.
EC Am Goldgraben03.03.200415:30Von der Kellerbäckerei zum Discount-Verkauf - Bäckereien in Göttingen gestern und heuteMit Wilhelm Bruinjes, Leiter des Europäischen Brotmuseums und den Göttinger Bäckern Friedrich Rust (Jg. 1920) Karl Rasche (Jg. 1926) und Gerhard Meinholz (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenEnde der 40er Jahre gab es in Göttingen ca. 150 Bäckereien. Seitdem hat sich das Bäckerhandwerk sehr verändert. Frühstücksbrot kann heute im Backautomaten direkt zu Hause hergestellt werden. Die frischen Brötchen sind u.U. in anderen Ländern vorgebacken. Backmischungen, Gefriertechnik und industrielle Produktionsverfahren haben die Arbeitsbedingungen verändert und vereinfacht. Als KundInnen im Land mit den meisten Brotsorten haben wir diesen Strukturwandel mehr oder weniger wahrgenommen. Zusammen mit Zeitzeugen aus dem Göttinger Bäckerhandwerk und mit Ihnen als Brotkonsumenten möchten wir die letzten Jahrzehnte lebendig werden lassen – gebackene Spezialitäten aus dem Ebergötzer Brotmuseum inclusive („Bäckerzunge“) • Bäcker(ei)-Besonderheiten in Göttingen • Wer kennt noch Namen und Orte alter Bäckereien (z.B. Hinterhofbäckereien)? • Veränderungen vor und hinter dem Tresen ? • Wie Maschinen, Gefriertechnik und Backmischungen das Handwerk verändern..
EC Am Goldgraben06.11.200215:30Mit 17 an die Rente denken?Dr. Sigrid Leitner und Bettina Munimus, Uni Göttingen (ZENS)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Rentenfrage aus der Perspektive verschiedener Generationen