Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Soziales“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben06.04.201615:30 UhrDemokratie lernenNina Koebernick, Lea SiemonAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn einer demokratischen Gesellschaft haben alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten. Dies gelingt über politische Partizipation der Einzelnen. Demokratie kann gelernt werden, wie wir in diesem Erzählcafé mit Nina Koebernick (JG. 1975) und Lea Siemon (Jg. 1998) erfahren werden. Nina Koebernick erzählt von ihren politischen Aktivitäten als Schülerin, von ihrem aufgeschlossenen Elternhaus und ihrer jahrelangen Arbeit in einem alternativen Schulprojekt in Ecuador. Als Gymnasiallehrerin am THG gibt sie ihre Erfahrungen und Visionen weiter. Lea Siemon wird über die demokratischen Strukturen ihrer Schule berichten, über selbstorganisierte Demonstrationen, Schüleraustauschprogramme und klasseninterne Abstimmungsrunden.
EC Am Goldgraben03.02.201615:30 UhrPflegen und geplegt werdendrei PflegekräfteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenStudierende, die im Lernforschungsprojekt PflegeKultur des Instituts für Kulturanthropologie mitarbeiten, bereiten gemeinsam mit dem Göttinger Zeitzeugenprojekt ein Erzählcafé zum Thema „Pflegen und gepflegt werden“ vor. Ziel ist es, konkrete Anhaltspunkte zum (Selbst-) Verständnis der Pflegekultur sichtbar werden zu lassen, sowohl aus der Perspektive der Pflegenden als auch der Gepflegten. Erzählende wahren: Monika Heinrici (Ausbildung 1980), Hartmut Wolter (Ausbildung 2006), Björn Bruntoop (Ausbildung 1990)
EC Am Goldgraben07.10.201515:30 UhrRainer Müller Bürgerrechtler, Leipzig 1989Rainer MüllerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Bürgerrechtler und Historiker Rainer Müller (Jg. 1966) zählt zu den Initiatoren der Oppositionsbewegung rund um die friedliche Revolution in Leipzig 1989. Er setzt sich ein für: „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Er ist in verschiedenen Gruppen tätig, schreibt Flugblätter, gestaltet Plakate und entwirft Visionen für ein gerechteres Leben. In einem Interview sagt er: „Wir wollten, dass dieses Land nicht kaputt geht.“ In diesem Erzählcafé wollen wir mit Rainer Müller über sein Leben ins Gespräch kommen und über friedliche Formen von Zivilcourage. Wie ist er aufgewachsen? Was hat er als Jugendlicher in der DDR erlebt, was hat ihn geprägt?
EC Am Goldgraben04.02.201515:30FLÜCHTLINGE IN GÖTTINGEN - Wie kann Integration funktionieren?Dana Gaef und drei FlüchtlingeAm Goldgraben 14, GöttingenDana Gaef arbeitet im Migrationszentrum für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Er wird uns seine Arbeit sowie die regionale Flüchtlingsarbeit vorstellen. Zu Gast sein werden auch betroffene Menschen aus arabischen Ländern (Syrien, Gaza, Sudan), die über ihre Fluchtgründe und -situationen berichten. Ausgehend von den Erzählungen dieser Zeitzeugen suchen wir nach Möglichkeiten zur Unterstützung der Flüchtlinge im Alltag, wodurch Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut und gestärkt wird.
EC Am Goldgraben18.05.201415:00 UhrAlt werden in linken BewegungenHolbornsches Haus, Rote Straße 34, GöttingenWas verändert sich für Aktive, die in linken Bewegungen alt werden? Können und wollen sie bei „typischen“ Politikformen noch mitmachen? Welche Möglichkeiten bzw. Beschränkungen gibt es in der Szene für eine generationenübergreifende Zusammenarbeit? Wie solidarisch sind Netzwerke, wenn es um Alltagsbewältigung geht? Einige ältere GöttingerInnen erzählen von ihren Erfahrungen und Erwartungen.
EC Leineberg15.04.201416:00 UhrSeelsorge in der LukaskircheWolfgang Friedl, kath. Pastoralreferent in der LukaskircheLukaskircheGut versteckt auf dem Leineberg gibt es eine Sehenswürdigkeit , die kaum im Bewusstsein vieler GöttingerInnen vorhanden ist - die Lukaskirche auf dem Gelände des Asklepios Klinikums. Wir wollen sie einen Nachmittag in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Führung wird das Thema Seelsorge sein, diese spielt eine bedeutende Rolle im Klinikalltag.
EC Am Goldgraben07.03.201416:00Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis GöttingenAngelika Kruse (Jg. 1957), Gisela Steinmann (Jg. 1949), Annelie Thieme (Jg. 1948)Rheinhäuser Landstraße 4, Kreishaus, GöttingenMitte der 80er-Jahre wurden bundesweit Stellen für kommunale Frauenbeauftragte eingerichtet. Dies waren die Anfänge der Institutionalisierung kommunaler Gleichstellungsarbeit. Zur Entwicklung der Gleichstellungsarbeit im Landkreis Göttingen erzählen Angelika Kruse (Jg. 1957), Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen; Gisela Steinmann (Jg. 1949), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Hann. Münden; Annelie Thieme (Jg. 1948), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Adelebsen
EC Am Goldgraben22.01.201415:30Mein geliebter Großvater... Ich wünschte er hätte sich verweigertDaniel GaedeAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Spielräume gab es während des Nationalsozialismus? Wer hat diese wie genutzt? Welche Wertvorstellungen waren ausschlaggebend für dieses Verhalten? Wie können die Nachgeborenen die Vergangenheit mit Blick auf Gegenwart und Zukunft so thematisieren, dass ein tieferes Verständnis füreinander entwickelt und Normen für das eigene Verhalten fundiert werden können? All diese Fragen möchte Daniel Gaede mit seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion beleuchten.
EC Am Goldgraben14.11.201317:30Queer leben - queer altern?!Jacqueline, Klaus und KatrinAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Lebens- und Wohnsituation strebe ich für meinen Ruhestand an? Was brauche ich, um im Alter gut versorgt zu sein? Zu dieser Frage kommen mehrere homo- beziehungsweise transsexuelle ErzählerInnen miteinander ins Gespräch. Sie berichten über Erfahrungen mit dem Älterwerden und über ihre Vorstellungen und Wünsche zum Wohnen und Leben im Alter.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
EC Am Goldgraben06.03.201315:30AnstifterInnen – Stiftung und Stifter aus GöttingenAndreas SchreckAm Goldgraben 14, GöttingenDie lokale Stiftungslandschaft wird immer bunter und größer, die Themen, denen sich Stiftungen widmen, sind vielfältig. Grund genug für uns, mit einer Stiftung aus Göttingen in dieses Thema „einzutauchen“. Andreas Schreck wird uns einen Einblick in die Geschichte der Bürgerstiftung Göttingen geben. Gemeinsam werden wir versuchen, uns dem Ziel der Stiftung und den Motiven der GründerIn zu nähern. Wir werden die Arbeitsweise der Stiftung betrachten und erkennen, welche Früchte soziales Engagement tragen kann.
EC Am Goldgraben06.02.201315:3030 Jahre am TelefonElisabeth MückeAm Goldgraben 14, GöttingenElisabeth Mücke wird von ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Telefonseelsorge erzählen. 30 Jahre hat sie zuerst in Duisburg, später in Göttingen ungezählte Beratungsgespräche geführt, Mitarbeiter zu diesem Dienst ausgebildet, Begleitgruppen und Fortbildungen geleitet. Mit ihr gemeinsam wollen wir erfahren, wie durch freiwilliges Engagement Fähigkeiten entwickelt und Lebenswünsche erfüllt werden können. Auch Ihr Engagement für die Zivilgesellschaft ist gefragt!
EC Am Goldgraben05.12.201215:30Kaufen im Dezember Was kaufen wir? Was brauchen wir? Was werfen wir weg?Am Goldgraben 14, GöttingenDer Dezember ist in vielen Branchen der umsatzstärkste Monat im Jahr. Unser Wirtschaftssystem ist auf wachsenden Konsum ausgerichtet. In den wohlhabenden Erdteilen hat sich eine Überflussgesellschaft entwickelt, die z.B. von dem Film „Taste the waste“ skandalisiert wird. Zunehmend regt sich auch in der Bevölkerung Kritik. In Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, das entspricht 20 Milliarden Euro. „Mülltaucher“ machen auf diesen Missstand aufmerksam. Bewussteres Konsumieren, Tauschringe, Zeittauschbörsen und andere Lebensentwürfe versuchen den konstruktiven Wandel. Zusammen mit Vertreter/innen dieser Alternativen und anhand unserer Erfahrungen wollen wir diesem Wandel ein Gesicht geben.
EC Am Goldgraben10.10.201215:30Göttingen im Wandel - eine Transition-Town-InitiativeHelgard Greve, Jg. 1953, Freimut Hennies, Jg. 1961, Daniel Pohl, Jg. 1982Am Goldgraben 14, Göttingen„Transition Town“ ist eine junge, weltweite Graswurzelbewegung zur Gesundung unseres Planeten. Es geht um eine Energie-Wende und eine Kultur-Wende, zu der sich regionale Nachhaltigkeits-Initiativen konstruktiv auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe vorbereiten; um einen friedlichen Übergang in eine postfossile Gesellschaft. Der Weg der 1000 kleinen Schritte, die wir hier und jetzt und heute selbst gehen können, bekommt seine Richtung durch die Visionen, wie wir wirklich leben wollen. Die regionale Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen, größtmögliche Unabhängigkeit vom Tropf des Erdöls und gelebte Gemeinschaftlichkeit sind hierbei erklärte Ziele. Die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die sich an natürlichen Ökosystemen orientieren, spielen hier eine wesentliche Rolle – nicht nur für den Nahrungsmittelanbau und den Umgang mit der Erde, sondern auch für das soziale Miteinander. Erreichte Etappen werden gemeinsam gefeiert und wertgeschätzt. In jedem Ort hat der Wandel ein eigenes Gesicht, denn es ist ein offener, kreativer Beteiligungsprozess – und gleichzeitig ist er weltweit vernetzt. Wir werden den persönlichen Weg, das internationale Netzwerk und die Göttinger Gruppe im Gespräch mit drei Zeitzeug/innen kennenlernen.
EC Am Goldgraben04.07.201215:30Familie im WandelErika Nolte, Jg. 1936Am Goldgraben 14, GöttingenDie Familienstrukturen haben sich innerhalb der letzten hundert Jahre sehr verändert – vieles hat dazu beigetragen: die Umwälzung von der landwirtschaftlichen zur industriellen Gesellschaft, die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Emanzipation der Frauen, Individualismus und Selbstverwirklichungswünsche... Das alte Modell der Kernfamilie trägt mancherorts nicht mehr und die neue Patchworkfamilie steckt noch in den Kinderschuhen. Traditionen und Rituale müssen gefunden werden. Familien haben heute viele Gesichter. Einige davon möchten wir Ihnen vorstellen. • Was trägt uns: Familienbande – Nachbarschaftsbande – Wahlfamilien? • Wer trägt was: Männer und Frauen mit neuen Rollen? • Wie sehen Familien der Zukunft aus?
EC Am Goldgraben04.04.201215:30Die Biographie eines BiographieforschersPeter Alheit, Jg. 1946Am Goldgraben 14, GöttingenPeter Alheit, geboren 1946 in einer nordhessischen Kleinstadt, interessierte sich schon als Schüler für soziale Fragen. Nach seinen Studien der Theologie, Philosophie, Soziologie und Erziehungswisschenschaften folgt eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. Er konnte immer wieder praktische Erfahrungen sammeln: als Vikar in Kassel, in der Jugendgerichtshilfe und in der Arbeit mit Obdachlosen. Seine erste Professur führte ihn 1977 nach Bremen, mit dem Schwerpunkt nicht- institutionelle Erwachsenenbildung, wo er die Veränderungen im Arbeiterleben erforscht und erstmals die Biographien von Arbeiterveteranen rekonstruiert. Nach und nach baut er ein Netzwerk internationaler Kontakte zur Biographieforschung auf und lehrt Mitte der 1994/95 als Humboldt-Professor an der Universität in Roskilde/Dänemark. 1998 folgt er einem Ruf nach Göttingen an den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Außerschulische Pädagogik. Aufgrund der inhaltlichen Nähe konnte die Freie Altenarbeit Peter Alheit ab 2000 für Theorie-Praxis-Projekte rund um die Biographiearbeit gewinnen. Auf Bitte des Vereins stellt er sich für den Vereinsvorsitz zur Verfügung und gestaltet in dieser Funktion seit 2003 zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und dem FAG-Team Projekte und Profillinien der Vereinsarbeit. Welche Verbindungen gibt es zwischen seinem wissenschaftlichen Ansatz und der Biographiearbeit unseres Vereins? Was war seine Motivation, neben der Universitätsarbeit sich in unserem Verein zu engagieren?
Café Grenzenlos01.02.201215:30Mahnwache war mir nicht genugUte Caspers, Jg. 1942Am Goldgraben 14, GöttingenUte Caspers erlebt sich dezidiert als Kriegskind und als Pazifistin. Das Säbelrasseln 1990 vor dem Golfkrieg hat sie zu aktiver Friedensarbeit aufgerüttelt. Nach einem Friedens- und Konfliktstudium in Irland und England hat sie an verschiedenen kirchlichen Friedensdiensten in Südafrika, Ruanda/Burundi, Sierra Leone und Palästina teilgenommen und war auch in der Ausbildung anderer Friedensarbeiter involviert. Am intensivsten ist sie mit dem internationalen \\"Projekt Alternativen zur Gewalt\\" verbunden, für das sie auch hier in Göttingen Kurse gegeben hat.
EC Am Goldgraben07.11.201119:00Was heißt hier queer?Sweta Segal Jg. 1986, Stephan Mertens Jg. 1981, Chris Mielke Jg. 1962, Jörg Lühmann Jg. 1951Am Goldgraben 14, GöttingenAnna Bauer, gestaltet seit zwei Jahren ehrenamtlich die LBS*K mit und ist hauptberuflich an der Uni wissenschaftliche Mitarbeiterin und Regina Meyer, arbeitet seit 1995 als pädagogische Mitarbeiterin und Moderatorin bei der Freien Altenarbeit. Im Erzählcafé berichten vier queere Göttinger*innen aus ihrem Leben. Wir werden über Erfahrungen in, mit und für die LGBTQ (lesbian-gay-bisexual- transgender-queer)-Gemeinschaft sprechen und diskutieren, was sich im Laufe der Jahre geändert hat und was gleich geblieben ist. Dabei geht es uns vor allem um folgende Themen: - Welche Schlüsselerlebnisse gab es auf dem eigenen Lebensweg? - Welche Politisierungserfahrungen gibt es, und wie verlief das Coming Out? - Was treibt die einzelnen Generationen heute um?
EC Am Goldgraben01.12.201015:30Die Tafelbewegung - Armenspeisung oder sozialpolitische Notwendigkeit?Martina May, Jg.1956, Leiterin der Göttinger Tafel e.V.Am Goldgraben 14, GöttingenImmer mehr Menschen müssen mit sehr wenig Geld ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder bestreiten. Oft wird am Essen gespart! Zugleich produzieren Lebensmittelhersteller täglich 20 % mehr Lebensmittel als gebraucht werden, um mögliche Engpässe sofort ausgleichen zu können. Dieser entstehende Überschuss ist einkalkuliert. Übrigbleibende Lebensmittel werden entsorgt oder seit 1992 in Deutschland von Mitarbeitern der Tafelbewegung direkt von den Supermärkten und Bäckereien abgeholt, um sie anschließend an Notleidende weiterzugeben. Ist diese Art von Mildtätigkeit gerechtfertigt und sogar notwendig in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander klafft? Oder ersetzt die Tafelbewegung Fürsorgeleistungen des Staates, denen dieser dann nicht mehr nachkommen muss? Gibt es Leute, die selbst an ihrer Armut schuld sind? Was empfinden wir für den Bettler, der direkt vor uns auf der Straße seine Hand aufhält? Welche Spuren hinterlässt die Wegwerfgesellschaft in unserem privaten Leben?
EC Am Goldgraben03.11.201015:30Das Göttinger Ebertal Die Geschichte eines „umgebauten“ StadtteilsMit ehemaligen Bewohner/innen des EbertalsKinder und Jugendhaus der AWO („Häuschen“), Lönsweg 16 in GöttingenDie Geschichte eines Göttinger Stadtteils, des Ebertals, das Neu-Göttingern meist unbekannt ist, wird in diesem Erzählcafé lebendig. „Berüchtigt waren die Baracken vom Ebertal, oberhalb der Wörthstraße, in denen einmal Kriegsgefangene des 1.Weltkrieges und dann die Allerärmsten der Stadt untergebracht waren. Die Wohnbereiche der Familien wurden oft nur durch einen Vorhang oder einen quer gestellten Schrank voneinander getrennt. Die Lebensbedingungen hier waren erbärmlich und menschenunwürdig.“ So beschreibt Wiki-Göttingen das Ebertal. Ehemalige Bewohner oder deren Nachfahren mögen das ganz anders erlebt haben. Und die sollen im Erzählcafé zu Wort kommen! In den 1950er Jahren lebten in Zeiten größter Wohnungsnot im Ebertal/Himmelsbreite in 80 Baracken rund 1000 Menschen. 1959 fehlten in Göttingen 5200 Wohnungen. Die Stadt gründete die Städt. Wohnungsbau, mit deren Hilfe die Ebertaler neue Wohnungen u.a. auf dem Leineberg bekamen.
EC Am Goldgraben04.08.201015:30Von der Vereinsmeierei zum bürgerschaftlichen Engagement - Warum Vereine so wichtig sindMit VertreterInnen Göttinger VereineAm Goldgraben 14, GöttingenStatistisch gesehen ist jede/r von uns Mitglied in mindestens einem Verein. Das Angebot ist bunt und vielfältig und geht weit über die reine Freizeitgestaltung hinaus. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder werden darüber sprechen, was sie dazu bewogen hat, in einen Verein einzutreten, welche Ziele sie damit verfolgen und warum die soziale Komponente des Vereinslebens so wichtig für sie ist.
EC Am Goldgraben01.10.200815:00Als MigrantIn älter werden in GöttingenGöttinger ErzählerInnen mit einem süd- und osteuropäischen Migrationshintergrund und Wirtschaftswissenschaftlerin Kiymet OrhanAm Goldgraben 14, GöttingenIn Göttingen leben 10% Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind 829 Menschen über 65 Jahre alt - zuzüglich der Menschen mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass haben. Insgesamt sind 150 Nationalitäten vertreten. Göttingen ist als „Stadt, die Wissenschaft“ eine „junge akademische Stadt“. Mit dieser Veranstaltung wollen wir in einer Erzählrunde die Lebens- und Wohnbedingungen von MigrantInnen beleuchten. Wie wollen MirgantInnen in Göttingen im Alter leben und wohnen? Fühlen sich MigrantInnen ein- oder zweiheimisch? Was sind Merkmale einer „kultursensiblen Pflege“?
EC Am Goldgraben18.09.200819:00Wohnen und Leben im AlterElisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand FAG) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin der FAG)Erzählcafé vor Ort: Treffpunkt Altes Pfarrhaus , Kirchplatz 1 in Bovenden-EddigehausenWie will ich wohnen und leben, wenn ich älter werde oder alt bin? Diese Frage beschäftigt Menschen im Ruhestand und zunehmend auch jüngere Menschen. Mitarbeiterinnen des Vereins Freie Altenarbeit - Elisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin) geben Ihnen einen Überblick über traditionelle und neue Wohnformen im Alter, stellen einzelne Wohn-Beispiele vor und möchten mit Ihnen über eigene Vorstellungen und Wohn-Wünsche ins Gespräch kommen.
EC Am Goldgraben04.06.200815:30Burnout im Freiwilligendienst? Zu den Rahmenbedingungen von EhrenamtlichkeitFrau Böhnel-Rösch, Beraterin und Koordinatorin von freiwillig EngagiertenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Burnout-Syndrom („Ausgebranntsein“) bezeichnet einen Zustand der totalen Erschöpfung. Ständige Frustration, Überlastung, zu hohe persönliche Erwartungen und Nichterreichen der eigenen Ziele können ein Bündel von Krankheitsbeschwerden hervorrufen. Bezogen auf den Berufsalltag ist das Burnout-Syndrom ein anerkanntes Krankheitsbild. Eine Leistungsgesellschaft, die aber immer mehr auf Freiwilligenarbeit setzt und deren Schnelllebigkeit auch dort um sich greift, sollte sich fragen: Wo liegen die Grenzen bei Freiwilligenarbeit? Wie kann Freiwilligkeit und Gesundheitsprävention im Ehrenamt berücksichtigt werden? Welche Rahmenbedingungen braucht Freiwilligenarbeit?
EC Am Goldgraben07.06.200615:30Wohnprojekte – eine Zukunftsvariante - Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnformen?Katharina Kohl (Northeimer Wohnprojekt) und Charlotte Lierse (Alten-WG Am Goldgraben)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDas Kuratorium Deutsche Altershilfe geht davon aus, dass ca. 250 gemeinschaftliche Wohnprojekte in Deutschland realisiert sind und ca. 8000 über 65-jährige Menschen in einer solchen Wohnform leben (Kremer-Preiß & Stolarz 2003) – das sind 0,01% der über 65-Jährigen. 93% leben in normalen Privathaushalten, gut 5% in Alten- oder Pflegeheimen und 1,6% in speziellen Altenwohnungen wie Betreutem Wohnen oder Gemeinschaftlichem Wohnen. Das Interesse an alternativen Wohnformen im Alter steigt. Wir geben eine Überblick über die verschiedenen Typen gemeinschaftlichen Wohnens. Wir fragen „Pionierinnen“ aus der Göttinger Alten-WG nach ihren Erfahrungen. Katharina Kohl steht mit ihrem Verein „Wohnen mit Zukunft WoZu e.V.“ kurz vor der Realisierung eines Wohnprojektes in Northeim. Woher kommt das Interesse für Wohn-Alternativen? Was sind die Errungenschaften der Wohnprojekte? Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnprojekte? Kann ich „Gemeinschaftliches Wohnen“ lernen?
EC Am Goldgraben01.03.200615:30„Unter dem Pflaster liegt der Strand“ Soziale Bewegungen in GöttingenChrista Schwalbe, Jg. 1940, Friedensbüro und Edgar Schu, Jg. 1969, Montagsdemo und Alg II-ProtesteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie sozialen Bewegungen (z.B. Frieden, Frauen, Umwelt) der letzten Jahrzehnte haben unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Vieles, was heute selbstverständlich zu sein scheint, gäbe es nicht: Bioprodukte in den Supermärkten, wachsendes Umweltbewusstsein, ein verändertes Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern und die Gleichstellung von Homosexuellen. Gerade Göttingen war eine Hochburg der verschiedenen Aufbruchs- und Alternativbewegungen. ZeitzeugInnen aus Göttinger Friedens-, Umwelt- und Anti-AKW-Gruppen erinnern sich. • Welche Beweggründe hatten die damaligen AktivistInnen? • Wie sehen sie ihr Engagement im Rückblick? Wie verbinden sie es mit ihren heutigen politischen Aktivitäten? • Welche Möglichkeiten der kollektiven Gesellschaftsveränderung gibt es heute?
EC Am Goldgraben22.10.200315:30Biographien ohne Netz und Boden: Ehemalige Wohnungslose erzählenManfred Billinger (Jg. 44) und Dirk Mederer (Tagessatz)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenMenschen, für die die Fußgängerzone ihr Wohnzimmer ist. Menschen, die auf Lüftungsschächten und unter Brücken schlafen. Menschen, die zeitweise kein Zuhause hatten/haben und aus der Bahn geworfen wurden. Wie sind sie in diese Lebenssituation gekommen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wo gibt es neue Wege? Der Koch Manfred Billinger (Jg. 1944) berichtet über seinen Weg, der ihn von Berlin über längere Jahre in Frankreich nach Göttingen führte. Seitdem arbeitet er bei der Zeitschrift „Tagessatz – Selbsthilfe für Menschen in Not“. Hintergrundinformationen ergänzt der Tagessatz-Redakteur Dirk Mederer.
EC Am Goldgraben06.11.200215:30Mit 17 an die Rente denken?Dr. Sigrid Leitner und Bettina Munimus, Uni Göttingen (ZENS)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Rentenfrage aus der Perspektive verschiedener Generationen
EC Am Goldgraben02.10.200215:30Älterwerden – aber wie?Hannelore Sperling, Kathrin HelbigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenVorsorge und Handlungsfähigkeit in Krisensituationen - Es erzählen eine 80jährige und eine 37jährige, die ein vorsorgliches ehrenamtliches Betreuungsverhältnis eingegangen sind: Betreuen statt entmündigen!