Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

Göttinger Zeitzeugenprojekt

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Veranstaltungen zum Thema „Politik, Wirtschaft & Gesellschaft“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben01.06.201615:30 UhrHebammen in unserer ZeitSandra HartwigsenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Hebammenkunst ist eine traditionelle Kulturform, die sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert hat. Schon immer und überall auf der Welt haben erfahrene Frauen Gebärenden zur Seite gestanden. Das Besondere der Hebammenhilfe ist, dass sie auf einen natürlichen Prozess begleitet und mit wenig technischen Hilfsmitteln auskommt. Genau das wird in Zeiten zunehmender Technisierung der Medizin zu einer enormen Herausforderung. Sandra Hartwigsen (Jg. 68) wird über die Veränderungen im Hebammenalltag erzählen; geplant ist, dass ihre Erzählungen um die Perspektiven einer Auszubildenden und einer Hebamme im Ruhestand ergänzt werden.
EC Am Goldgraben06.04.201615:30 UhrDemokratie lernenNina Koebernick, Lea SiemonAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn einer demokratischen Gesellschaft haben alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten. Dies gelingt über politische Partizipation der Einzelnen. Demokratie kann gelernt werden, wie wir in diesem Erzählcafé mit Nina Koebernick (JG. 1975) und Lea Siemon (Jg. 1998) erfahren werden. Nina Koebernick erzählt von ihren politischen Aktivitäten als Schülerin, von ihrem aufgeschlossenen Elternhaus und ihrer jahrelangen Arbeit in einem alternativen Schulprojekt in Ecuador. Als Gymnasiallehrerin am THG gibt sie ihre Erfahrungen und Visionen weiter. Lea Siemon wird über die demokratischen Strukturen ihrer Schule berichten, über selbstorganisierte Demonstrationen, Schüleraustauschprogramme und klasseninterne Abstimmungsrunden.
EC Am Goldgraben02.03.201615:30 UhrWillkommen in Göttingen!Bettina Briesemeister zusammen mit GeflüchtetenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie geht es den Helfenden? Wie können die Geflüchteten selbst aktiv werden und ihr Leben in Göttingen zunehmend eigenständig gestalten? Die Leiterin der Wohnanlage Zieten Bettina Briesemeister, Bonveno Göttingen gGmbh, berichtet zusammen mit Geflüchteten über den Alltag der Helfenden und der neuen Bewohner_innen. Zum einen geht es um die Motivation und Wünsche der Menschen, die sich freiwillig engagieren. Zum anderen stellt sich die Frage, was die Geflüchteten brauchen, um sich im alltäglichen Leben zunehmend selbstständig orientieren zu können?
EC Am Goldgraben03.02.201615:30 UhrPflegen und geplegt werdendrei PflegekräfteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenStudierende, die im Lernforschungsprojekt PflegeKultur des Instituts für Kulturanthropologie mitarbeiten, bereiten gemeinsam mit dem Göttinger Zeitzeugenprojekt ein Erzählcafé zum Thema „Pflegen und gepflegt werden“ vor. Ziel ist es, konkrete Anhaltspunkte zum (Selbst-) Verständnis der Pflegekultur sichtbar werden zu lassen, sowohl aus der Perspektive der Pflegenden als auch der Gepflegten. Erzählende wahren: Monika Heinrici (Ausbildung 1980), Hartmut Wolter (Ausbildung 2006), Björn Bruntoop (Ausbildung 1990)
EC Am Goldgraben04.11.201518:00 UhrTrans* in GöttingenTill AmelungAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie hat sich die Situation für transgeschlechtliche Menschen in Göttingen seit den 1980er Jahren verändert? Till Amelung, Geschäftsführer des Landesverbandes für transgeschlechtliche Selbstbestimmung Niedersachsen e.V., und Jacqueline, Leiterin der Göttinger Gruppe \"Bi free\", werden jeweils als Privatpersonen und Aktivisten/innen über ihre Erfahrungen erzählen. Wie hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz entwickelt? Inwieweit fühlen sich Trans*Menschen in queeren Kreisen wohl? War das Trans*Leben in früheren Jahren schwieriger und haben es die jungen Trans*Menschen heute leichter?
EC Am Goldgraben07.10.201515:30 UhrRainer Müller Bürgerrechtler, Leipzig 1989Rainer MüllerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Bürgerrechtler und Historiker Rainer Müller (Jg. 1966) zählt zu den Initiatoren der Oppositionsbewegung rund um die friedliche Revolution in Leipzig 1989. Er setzt sich ein für: „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Er ist in verschiedenen Gruppen tätig, schreibt Flugblätter, gestaltet Plakate und entwirft Visionen für ein gerechteres Leben. In einem Interview sagt er: „Wir wollten, dass dieses Land nicht kaputt geht.“ In diesem Erzählcafé wollen wir mit Rainer Müller über sein Leben ins Gespräch kommen und über friedliche Formen von Zivilcourage. Wie ist er aufgewachsen? Was hat er als Jugendlicher in der DDR erlebt, was hat ihn geprägt?
EC Am Goldgraben02.09.201515:30 UhrMänner in der AngehörigenpflegeProf. Manfred LangehennigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Erzähler Manfred Langehennig, Jg. 1945, Prof. em., lehrt im Fachbereich Gesundheit und Soziales an der Frankfurt University. Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat er sich mit der Situation pflegender Männer in der häuslichen Pflege befasst. Über ein Drittel der Hauptpflegepersonen sind Männer, es handelt sich hier also nicht um eine Randerscheinung. Wie gehen Männer mit ihrem Erleben um, wie gestalten sie ihr Umfeld? Gibt es besondere Bedarfslagen für pflegende Männer? Es ist höchste Zeit, sich genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem hinsichtlich berufstätiger Männer und ihren Möglichkeiten, aber auch ihrer Bereitschaft, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.
EC Am Goldgraben04.02.201515:30FLÜCHTLINGE IN GÖTTINGEN - Wie kann Integration funktionieren?Dana Gaef und drei FlüchtlingeAm Goldgraben 14, GöttingenDana Gaef arbeitet im Migrationszentrum für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Er wird uns seine Arbeit sowie die regionale Flüchtlingsarbeit vorstellen. Zu Gast sein werden auch betroffene Menschen aus arabischen Ländern (Syrien, Gaza, Sudan), die über ihre Fluchtgründe und -situationen berichten. Ausgehend von den Erzählungen dieser Zeitzeugen suchen wir nach Möglichkeiten zur Unterstützung der Flüchtlinge im Alltag, wodurch Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut und gestärkt wird.
EC Am Goldgraben22.10.201418:00LESBISCHE NETZWERKE – WOHER UND WOHIN?Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenMitte Juni 2014 wurde in der Akademie Waldschlösschen das Netzwerk LiN – Lesbisch in Niedersachsen gegründet – eine Sternstunde der lesbischen Bewegungsgeschichte! Noch nie gab es eine vom Land Niedersachsen geförderte lesbische Struktur. Lesbisch lebende Frauen aus der Region sind herzlich eingeladen, LiN mitzugestalten – sowohl bei den gemeinsamen politischen Zielen nach außen als auch bei einer starken Vernetzung nach innen. Die heutige Veranstaltung beginnt mit einem Erzählcafé mit zwei lesbischen Zeitzeuginnen. Von früheren lesbischen Initiativen in Göttingen soll der Bogen gespannt werden zu aktuellen lesbischen Lebenswelten. Welche Erfolgsfaktoren von „damals“ sollten in unserem Handgepäck nicht fehlen? Und welche Forderungen stehen heute auf dem lesbenpolitischen Kompass?
EC Am Goldgraben01.10.201415:30LOU ANDREAS-SALOMÉLiteraturwissenschaftlerin Dr. Heidi GidionAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenSchriftstellerin, Psychoanalytikerin, beeindruckende Persönlichkeit Als Louise von Salomé 1861 in St. Petersburg geboren, war sie zu ihrer Zeit eine ganz und gar ungewöhnliche Frau, in vieler Hinsicht. Von 1903 bis zu ihrem Tod 1937 lebte Lou Andreas-Salomé einerseits als Ehefrau des bedeutenden Orientalisten Friedrich Carl Andreas in Göttingen. Andererseits war sie monatelang weit entfernt auf Reisen, nicht nur von Paris bis Wien. Von dieser zweigeteilten Existenz und darüber, was ihr wohl in Teilen der Göttinger Bevölkerung den Schmähnamen \"Hexe vom Hainberg“ eingebracht hat, erzählt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heidi Gidion. Sie versucht einen Überblick über das selbstbestimmte Leben und das vielschichtige Werk dieser sie beeindruckenden Frau und stellt sie als Erzählerin vor, mit Leseproben. Im Anschluss daran möchte sie mit Ihnen gemeinsam über diese Weise von Frau-Sein nachdenken und sich darüber austauschen.
EC Am Goldgraben10.09.201415:30KUNSTVOLL SCHEITERN…Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960Am Goldgraben 14, 37077 Göttingen... Humor im Alltag - mit und ohne rote Nase Die Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 erzählt in der Reihe „Perspektive 50 Plus“ über ihre Clownausbildung bei David Gilmore. Zusammen mit der Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960, wird sie über Perspektivwechsel in der zweiten Lebenshälfte, den Spaß am Ernst des Lebens, sowie die heilsame Wirkung von Humor und seine Auswirkungen auf Kommunikation und Gesundheit erzählen. Seien Sie herzlich eingeladen, einen etwas anderen Blick auf das „Theater des Alltags“ zu werfen und entdecken Sie Ihren Humor - die Kraft des Lachens liegt in jedem Menschen.
EC Am Goldgraben04.06.201415:30 UhrWer waren Barbara, Ehrengard Schramm und Hermann Löns?Klaus Wetting (Jg. 1940)Am Goldgraben 14, GöttingenGöttinger Straßen - und Platznamen nach 1945 Der Göttingenkenner und Autor des Buches „Spurensuche und Fundstücke - Göttinger Geschichten“, Klaus Wettig, Jg. 1940, kann als Göttinger Urgestein viel darüber erzählen wann und warum ab 1945 Straßen neue Namen bekamen. Er hat einige dieser besonderen Menschen persönlich gekannt, deren Namen heute Straßen tragen. Wie diese neu benannten Straßen, so ist auch die Biografie von Klaus Wettig geprägt von den politischen Umbrüchen in seiner Heimatstadt. Über beides wollen wir mit Klaus Wettig ins Gespräch kommen.
EC Am Goldgraben18.05.201415:00 UhrAlt werden in linken BewegungenHolbornsches Haus, Rote Straße 34, GöttingenWas verändert sich für Aktive, die in linken Bewegungen alt werden? Können und wollen sie bei „typischen“ Politikformen noch mitmachen? Welche Möglichkeiten bzw. Beschränkungen gibt es in der Szene für eine generationenübergreifende Zusammenarbeit? Wie solidarisch sind Netzwerke, wenn es um Alltagsbewältigung geht? Einige ältere GöttingerInnen erzählen von ihren Erfahrungen und Erwartungen.
EC Leineberg15.04.201416:00 UhrSeelsorge in der LukaskircheWolfgang Friedl, kath. Pastoralreferent in der LukaskircheLukaskircheGut versteckt auf dem Leineberg gibt es eine Sehenswürdigkeit , die kaum im Bewusstsein vieler GöttingerInnen vorhanden ist - die Lukaskirche auf dem Gelände des Asklepios Klinikums. Wir wollen sie einen Nachmittag in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Führung wird das Thema Seelsorge sein, diese spielt eine bedeutende Rolle im Klinikalltag.
EC Am Goldgraben07.03.201416:00Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis GöttingenAngelika Kruse (Jg. 1957), Gisela Steinmann (Jg. 1949), Annelie Thieme (Jg. 1948)Rheinhäuser Landstraße 4, Kreishaus, GöttingenMitte der 80er-Jahre wurden bundesweit Stellen für kommunale Frauenbeauftragte eingerichtet. Dies waren die Anfänge der Institutionalisierung kommunaler Gleichstellungsarbeit. Zur Entwicklung der Gleichstellungsarbeit im Landkreis Göttingen erzählen Angelika Kruse (Jg. 1957), Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen; Gisela Steinmann (Jg. 1949), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Hann. Münden; Annelie Thieme (Jg. 1948), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Adelebsen
EC Am Goldgraben12.02.201415:30Ein bewegtes Leben - Ein junger Arzt in Zeiten des KriegesDr. Horst Haferkamp (Jg. 1941), Dr. Bruno Kottwitz (Jg. 1916)Am Goldgraben 14, GöttingenDie Biografie von Dr. Bruno Kottwitz, Jg. 1920, ist mehr als ereignisreich. Das Leben bescherte ihm Kontakt mit Menschen und führte ihn an Orte, die die deutsche (Medizin-)Geschichte prägten. Zusammen mit Dr. Horst Haferkamp, Jg. 1941, Chirurg und Medizinhistoriker, wird er über viele Stationen seines Lebens berichten.
EC Am Goldgraben22.01.201415:30Mein geliebter Großvater... Ich wünschte er hätte sich verweigertDaniel GaedeAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Spielräume gab es während des Nationalsozialismus? Wer hat diese wie genutzt? Welche Wertvorstellungen waren ausschlaggebend für dieses Verhalten? Wie können die Nachgeborenen die Vergangenheit mit Blick auf Gegenwart und Zukunft so thematisieren, dass ein tieferes Verständnis füreinander entwickelt und Normen für das eigene Verhalten fundiert werden können? All diese Fragen möchte Daniel Gaede mit seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion beleuchten.
EC Am Goldgraben14.11.201317:30Queer leben - queer altern?!Jacqueline, Klaus und KatrinAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Lebens- und Wohnsituation strebe ich für meinen Ruhestand an? Was brauche ich, um im Alter gut versorgt zu sein? Zu dieser Frage kommen mehrere homo- beziehungsweise transsexuelle ErzählerInnen miteinander ins Gespräch. Sie berichten über Erfahrungen mit dem Älterwerden und über ihre Vorstellungen und Wünsche zum Wohnen und Leben im Alter.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
EC Leineberg20.09.201316:00 UhrSport und PsychiatrieFrank Müller-GerstmeierStadtteilbüro Leineberg, Allerstraße 32Beim Erzählcafé \"Sport und Psychiatrie\" berichtetFrank Müller-Gerstmaier (Leiter des Sozialzentrums im Asklepios Fachklinikums Göttingen und Vorsitzender des Sozialpsychiatrischen Volleyball-Clubs Göttingen - COME TOGETHER g. e. V.) über Sport und seine große Bedeutung für unser seelisches Wohlbefinden. Anschließend gibt es die Gelegenheit zum Austausch über eigene Erfahrungen mit der Bedeutung von Sport in Krisensituationen.
Café Grenzenlos07.08.201315:30Frauen auf der Walz – Alte Berufsbilder im WandelMichaela KleemannAm Goldgraben 14, GöttingenMichaela Kleemann wird uns aus ihrem Leben als (Teilzeit-) Schäferin in einer Großschäferei mit 1000 Mutterschafen berichten. Wir lernen den Alltag einer Hüteschäferei kennen, deren Hütegebiet sich von Göttingen bis Pöhlde und Osterode bis Northeim erstreckt. Zusammen entdecken wir einen „alten“ Beruf neu, erfahren viel über ein naturverbundenes Leben und Arbeiten und fragen uns, wie Frauen alte Berufe beleben und bereichern können.
EC Am Goldgraben05.06.201315:30Traditionsunternehmen – Aus Erfahrung gut ?!Josef PetermannAm Goldgraben 14, GöttingenErst Schmiede, dann Eisenhandel, jetzt Fachgroßhandel. Seit 1783 gehört Lünemann zu Göttingen wie die Universität oder die Gebrüder Grimm. Der Geschäftsführer des Göttinger Traditionsunternehmens, Josef Petermann, Jg. 1948, erzählt aus der wechselvollen Geschichte, die eng mit der Stadtgeschichte Göttingens verknüpft und mit seiner eigenen Biografie verwoben ist. Gemeinsam machen wir einen Streifzug durch die Historie, betrachten Herausforderungen, Wendepunkte und Erfolge und fragen uns: Sind Traditionsunternehmen aus Erfahrung gut?
EC Am Goldgraben06.03.201315:30AnstifterInnen – Stiftung und Stifter aus GöttingenAndreas SchreckAm Goldgraben 14, GöttingenDie lokale Stiftungslandschaft wird immer bunter und größer, die Themen, denen sich Stiftungen widmen, sind vielfältig. Grund genug für uns, mit einer Stiftung aus Göttingen in dieses Thema „einzutauchen“. Andreas Schreck wird uns einen Einblick in die Geschichte der Bürgerstiftung Göttingen geben. Gemeinsam werden wir versuchen, uns dem Ziel der Stiftung und den Motiven der GründerIn zu nähern. Wir werden die Arbeitsweise der Stiftung betrachten und erkennen, welche Früchte soziales Engagement tragen kann.
EC Am Goldgraben06.02.201315:3030 Jahre am TelefonElisabeth MückeAm Goldgraben 14, GöttingenElisabeth Mücke wird von ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Telefonseelsorge erzählen. 30 Jahre hat sie zuerst in Duisburg, später in Göttingen ungezählte Beratungsgespräche geführt, Mitarbeiter zu diesem Dienst ausgebildet, Begleitgruppen und Fortbildungen geleitet. Mit ihr gemeinsam wollen wir erfahren, wie durch freiwilliges Engagement Fähigkeiten entwickelt und Lebenswünsche erfüllt werden können. Auch Ihr Engagement für die Zivilgesellschaft ist gefragt!
EC Am Goldgraben05.12.201215:30Kaufen im Dezember Was kaufen wir? Was brauchen wir? Was werfen wir weg?Am Goldgraben 14, GöttingenDer Dezember ist in vielen Branchen der umsatzstärkste Monat im Jahr. Unser Wirtschaftssystem ist auf wachsenden Konsum ausgerichtet. In den wohlhabenden Erdteilen hat sich eine Überflussgesellschaft entwickelt, die z.B. von dem Film „Taste the waste“ skandalisiert wird. Zunehmend regt sich auch in der Bevölkerung Kritik. In Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, das entspricht 20 Milliarden Euro. „Mülltaucher“ machen auf diesen Missstand aufmerksam. Bewussteres Konsumieren, Tauschringe, Zeittauschbörsen und andere Lebensentwürfe versuchen den konstruktiven Wandel. Zusammen mit Vertreter/innen dieser Alternativen und anhand unserer Erfahrungen wollen wir diesem Wandel ein Gesicht geben.
EC Am Goldgraben09.11.201215:309. November 1938 in GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Erinnern und Gedenken an die Opfer des Holocausts verändert sich: Die Zeitzeugen, die die Ereignisse damals miterlebt haben, werden immer weniger. Deshalb suchen wir für dieses „außerordentliche“ Erzählcafé Zeitzeugen, die die Reichspogromnacht in Göttingen, den Brand der Synagoge, erlebt haben oder auch deren Nachfahren, die über Erzählungen ihrer Vorfahren berichten können. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Nachmittag Ihre Erinnerungen einzubringen! Außerdem werden wird Zitate eines Zeitzeugen-Projektes der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (Schriftenreihe, Heft 5, 2009) hinzuziehen. Zusammen mit den Teilnehmer/innen einer Erzählcafé-Moderations-Fortbildung möchten wir folgenden Fragen nachgehen: • Wie und was erinnern die Nachkommen der Erlebnisgeneration? • Wie kann das Gedenken lebendig an Jugendliche weitergegeben werden?
EC Am Goldgraben10.10.201215:30Göttingen im Wandel - eine Transition-Town-InitiativeHelgard Greve, Jg. 1953, Freimut Hennies, Jg. 1961, Daniel Pohl, Jg. 1982Am Goldgraben 14, Göttingen„Transition Town“ ist eine junge, weltweite Graswurzelbewegung zur Gesundung unseres Planeten. Es geht um eine Energie-Wende und eine Kultur-Wende, zu der sich regionale Nachhaltigkeits-Initiativen konstruktiv auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe vorbereiten; um einen friedlichen Übergang in eine postfossile Gesellschaft. Der Weg der 1000 kleinen Schritte, die wir hier und jetzt und heute selbst gehen können, bekommt seine Richtung durch die Visionen, wie wir wirklich leben wollen. Die regionale Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen, größtmögliche Unabhängigkeit vom Tropf des Erdöls und gelebte Gemeinschaftlichkeit sind hierbei erklärte Ziele. Die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die sich an natürlichen Ökosystemen orientieren, spielen hier eine wesentliche Rolle – nicht nur für den Nahrungsmittelanbau und den Umgang mit der Erde, sondern auch für das soziale Miteinander. Erreichte Etappen werden gemeinsam gefeiert und wertgeschätzt. In jedem Ort hat der Wandel ein eigenes Gesicht, denn es ist ein offener, kreativer Beteiligungsprozess – und gleichzeitig ist er weltweit vernetzt. Wir werden den persönlichen Weg, das internationale Netzwerk und die Göttinger Gruppe im Gespräch mit drei Zeitzeug/innen kennenlernen.
EC Am Goldgraben04.07.201215:30Familie im WandelErika Nolte, Jg. 1936Am Goldgraben 14, GöttingenDie Familienstrukturen haben sich innerhalb der letzten hundert Jahre sehr verändert – vieles hat dazu beigetragen: die Umwälzung von der landwirtschaftlichen zur industriellen Gesellschaft, die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Emanzipation der Frauen, Individualismus und Selbstverwirklichungswünsche... Das alte Modell der Kernfamilie trägt mancherorts nicht mehr und die neue Patchworkfamilie steckt noch in den Kinderschuhen. Traditionen und Rituale müssen gefunden werden. Familien haben heute viele Gesichter. Einige davon möchten wir Ihnen vorstellen. • Was trägt uns: Familienbande – Nachbarschaftsbande – Wahlfamilien? • Wer trägt was: Männer und Frauen mit neuen Rollen? • Wie sehen Familien der Zukunft aus?
EC Am Goldgraben19.06.201214:30Handel im WandelMargareta HultschAltes RathausIm Leineberger Erzählcafé entstand die Idee: Im Rahmen einer Stadtführungen wollen wir zusammen mit der Stadtführerin Margareta Hultsch Erinnerungen an Göttinger Geschäfte beleben. Wir starten in der Halle des Alten Rathauses mit einer kurzen Einführung in Göttingens landwirtschaftlich geprägte Geschichte als Hanse- und Handelsstadt. Wir werden dann bei einem Gang durch die Weender Straße und ihren Nebenstraßen zu vielen Häusern ihre wechselvolle Handelsgeschichte hören. Neu hierbei: Viele von Ihnen sind als Kunden ehemaliger Geschäfte wertvolle Zeitzeugen. Sie mögen Ihre Erinnerungen während der Führung einbringen. So erhalten wir ein buntes Kaleidoskop.
EC Am Goldgraben04.04.201215:30Die Biographie eines BiographieforschersPeter Alheit, Jg. 1946Am Goldgraben 14, GöttingenPeter Alheit, geboren 1946 in einer nordhessischen Kleinstadt, interessierte sich schon als Schüler für soziale Fragen. Nach seinen Studien der Theologie, Philosophie, Soziologie und Erziehungswisschenschaften folgt eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. Er konnte immer wieder praktische Erfahrungen sammeln: als Vikar in Kassel, in der Jugendgerichtshilfe und in der Arbeit mit Obdachlosen. Seine erste Professur führte ihn 1977 nach Bremen, mit dem Schwerpunkt nicht- institutionelle Erwachsenenbildung, wo er die Veränderungen im Arbeiterleben erforscht und erstmals die Biographien von Arbeiterveteranen rekonstruiert. Nach und nach baut er ein Netzwerk internationaler Kontakte zur Biographieforschung auf und lehrt Mitte der 1994/95 als Humboldt-Professor an der Universität in Roskilde/Dänemark. 1998 folgt er einem Ruf nach Göttingen an den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Außerschulische Pädagogik. Aufgrund der inhaltlichen Nähe konnte die Freie Altenarbeit Peter Alheit ab 2000 für Theorie-Praxis-Projekte rund um die Biographiearbeit gewinnen. Auf Bitte des Vereins stellt er sich für den Vereinsvorsitz zur Verfügung und gestaltet in dieser Funktion seit 2003 zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und dem FAG-Team Projekte und Profillinien der Vereinsarbeit. Welche Verbindungen gibt es zwischen seinem wissenschaftlichen Ansatz und der Biographiearbeit unseres Vereins? Was war seine Motivation, neben der Universitätsarbeit sich in unserem Verein zu engagieren?
Café Grenzenlos01.02.201215:30Mahnwache war mir nicht genugUte Caspers, Jg. 1942Am Goldgraben 14, GöttingenUte Caspers erlebt sich dezidiert als Kriegskind und als Pazifistin. Das Säbelrasseln 1990 vor dem Golfkrieg hat sie zu aktiver Friedensarbeit aufgerüttelt. Nach einem Friedens- und Konfliktstudium in Irland und England hat sie an verschiedenen kirchlichen Friedensdiensten in Südafrika, Ruanda/Burundi, Sierra Leone und Palästina teilgenommen und war auch in der Ausbildung anderer Friedensarbeiter involviert. Am intensivsten ist sie mit dem internationalen \\"Projekt Alternativen zur Gewalt\\" verbunden, für das sie auch hier in Göttingen Kurse gegeben hat.
EC Am Goldgraben07.11.201119:00Was heißt hier queer?Sweta Segal Jg. 1986, Stephan Mertens Jg. 1981, Chris Mielke Jg. 1962, Jörg Lühmann Jg. 1951Am Goldgraben 14, GöttingenAnna Bauer, gestaltet seit zwei Jahren ehrenamtlich die LBS*K mit und ist hauptberuflich an der Uni wissenschaftliche Mitarbeiterin und Regina Meyer, arbeitet seit 1995 als pädagogische Mitarbeiterin und Moderatorin bei der Freien Altenarbeit. Im Erzählcafé berichten vier queere Göttinger*innen aus ihrem Leben. Wir werden über Erfahrungen in, mit und für die LGBTQ (lesbian-gay-bisexual- transgender-queer)-Gemeinschaft sprechen und diskutieren, was sich im Laufe der Jahre geändert hat und was gleich geblieben ist. Dabei geht es uns vor allem um folgende Themen: - Welche Schlüsselerlebnisse gab es auf dem eigenen Lebensweg? - Welche Politisierungserfahrungen gibt es, und wie verlief das Coming Out? - Was treibt die einzelnen Generationen heute um?
EC Am Goldgraben15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
EC Am Goldgraben07.09.201115:30„Jede Oma zählt!“ Großmütter in Afrika übernehmen VerantwortungModeratorin Regina Meyer betrachtet mit den ZuhörerInnen Bilder der Ausstellung \"Stille Heldinnen\"Am Goldgraben 14, GöttingenDie Ausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids“ ist vom 23. August bis 20. September im Foyer des Neuen Rathauses Göttingen zu sehen. „HelpAge Deutschland“ zeigt mit dieser Ausstellung, dass Altern weltweit viele Facetten haben kann und oft Armut und Not bedeutet. Deshalb unterstützt HelpAge Projekte in Afrika, die Großeltern hilft, ihre an Aids sterbenden Kinder und die Enkelkinder zu versorgen. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wachsen bei ihren Großeltern, meist den Großmüttern, auf. Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt!“ ist die Schauspielerin Hannelore Hoger. Im Erzählcafé Am Goldgraben möchten wir den Blick über den eigenen Tellerrand richten und uns einige der in der Ausstellung portraitierten Großmütter genauer anschauen: Was berichten sie über ihren Alltag? Wie bewältigen sie diese Herkulesaufgabe überhaupt? Welche Unterstützung gibt HelpAge? Wie können wir helfen?
EC Am Goldgraben01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
EC Am Goldgraben01.12.201015:30Die Tafelbewegung - Armenspeisung oder sozialpolitische Notwendigkeit?Martina May, Jg.1956, Leiterin der Göttinger Tafel e.V.Am Goldgraben 14, GöttingenImmer mehr Menschen müssen mit sehr wenig Geld ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder bestreiten. Oft wird am Essen gespart! Zugleich produzieren Lebensmittelhersteller täglich 20 % mehr Lebensmittel als gebraucht werden, um mögliche Engpässe sofort ausgleichen zu können. Dieser entstehende Überschuss ist einkalkuliert. Übrigbleibende Lebensmittel werden entsorgt oder seit 1992 in Deutschland von Mitarbeitern der Tafelbewegung direkt von den Supermärkten und Bäckereien abgeholt, um sie anschließend an Notleidende weiterzugeben. Ist diese Art von Mildtätigkeit gerechtfertigt und sogar notwendig in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander klafft? Oder ersetzt die Tafelbewegung Fürsorgeleistungen des Staates, denen dieser dann nicht mehr nachkommen muss? Gibt es Leute, die selbst an ihrer Armut schuld sind? Was empfinden wir für den Bettler, der direkt vor uns auf der Straße seine Hand aufhält? Welche Spuren hinterlässt die Wegwerfgesellschaft in unserem privaten Leben?
EC Am Goldgraben05.11.201015:00Generationenbrücken Alt-Jung-Begegnungen in- + außerhalb von FamilieCharlotte Lierse, Jg. 1927 und Benni Krasemann, Jg. 1977, Praktikant-Patin-Tandem in unserem VereinAm Goldgraben 14, GöttingenDas Verhältnis der Generationen hat sich stark verändert und – so mag man denken - ins Gegenteil verkehrt: Waren früher die Älteren die Weisen, von denen man lernte, so sind heute die Jungen die Technik-experten, ohne die so manches Handy nicht in Betrieb genommen werden könnte. Die Erziehungsfragen zwischen Eltern-, Großeltern- und mancherorts auch Ur-Großelterngeneration sind heiße Themen. Organisationen wie Mehrgenerationen- häuser oder die Freie Altenarbeit sind gute Beispiele für gelebte Generationen- brücken außerhalb der Familien. Wir fragen nach der Generationenspannung und Generationensolidarität und den Orten der Begegnung.
EC Am Goldgraben03.11.201015:30Das Göttinger Ebertal Die Geschichte eines „umgebauten“ StadtteilsMit ehemaligen Bewohner/innen des EbertalsKinder und Jugendhaus der AWO („Häuschen“), Lönsweg 16 in GöttingenDie Geschichte eines Göttinger Stadtteils, des Ebertals, das Neu-Göttingern meist unbekannt ist, wird in diesem Erzählcafé lebendig. „Berüchtigt waren die Baracken vom Ebertal, oberhalb der Wörthstraße, in denen einmal Kriegsgefangene des 1.Weltkrieges und dann die Allerärmsten der Stadt untergebracht waren. Die Wohnbereiche der Familien wurden oft nur durch einen Vorhang oder einen quer gestellten Schrank voneinander getrennt. Die Lebensbedingungen hier waren erbärmlich und menschenunwürdig.“ So beschreibt Wiki-Göttingen das Ebertal. Ehemalige Bewohner oder deren Nachfahren mögen das ganz anders erlebt haben. Und die sollen im Erzählcafé zu Wort kommen! In den 1950er Jahren lebten in Zeiten größter Wohnungsnot im Ebertal/Himmelsbreite in 80 Baracken rund 1000 Menschen. 1959 fehlten in Göttingen 5200 Wohnungen. Die Stadt gründete die Städt. Wohnungsbau, mit deren Hilfe die Ebertaler neue Wohnungen u.a. auf dem Leineberg bekamen.
EC Am Goldgraben29.10.201017:30Anders leben – anders altern!?Wohn- und Vernetzungsprojekte für Lesben und Schwule stellen sich vorAm Goldgraben 14, GöttingenDie sozialen Bewegungen der 1980er Jahre sind Geschichte und ihre ProtagonistInnen kommen „in die Jahre“. Der Wunsch, im Alter geborgen und vernetzt zu sein, ist unter Lesben und Schwulen von besonderer Bedeutung, da herkömmliche Familienstrukturen i.d.R. fehlen. Im Erzählcafé werden realisierte Projekte persönlich von BewohnerInnen präsentiert: „Wohnprojekte mixed“: Yvonne Renne und Jochen Weber, Villa anders in Köln; Lesben-Wohnprojekte: Ulrike Hötzel und Simone Mäckler von B12, Wohnungsgenossenschaft 1889 Kassel; Netzwerke: Markus Schupp, ALTERnativen - Netzwerk für ältere Schwulen und Lesben Köln; Zur Frage der Pflege im Alter: Markus Schupp, Doktorand am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Uni Bremen. Wir fragen nach Entstehungsgeschichte, Umsetzungserfahrung, Zukunftsplanung und stellen natürlich auch die Gretchenfrage: Separierung oder Integration?
EC Am Goldgraben03.10.201015:30Der Garten als Ort der ErholungWaldtraut Irina Klaer (Jg. 1925), Gärtnerin mit Leib und Seele und Dr. Rolf Callauch, Jg. 1952), Kustos des Neuen Botanischen Gartens GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDer eigene Garten, sei er noch so klein, ist für viele ein Quell der Lebensfreude und spendet Energie – kostet aber auch Arbeit. Frau Klaer, gelernte Gärtnerin und Lehrerin, macht mit uns einen Gang durch ihre verschiedenen „Lebens-Gärten“. Dr. Rolf Callauch stellt sich in seiner Funktion als „Kustos“ vor, geht speziell auf den Küchen-Kräutergarten ein und gibt praktische Tipps. Welche Rolle spielt der Garten in einzelnen Lebensphasen? Wie spiegeln Gärten ihren Gärtner wider? Nutzgarten – Ziergarten – Biogarten
EC Am Goldgraben04.08.201015:30Von der Vereinsmeierei zum bürgerschaftlichen Engagement - Warum Vereine so wichtig sindMit VertreterInnen Göttinger VereineAm Goldgraben 14, GöttingenStatistisch gesehen ist jede/r von uns Mitglied in mindestens einem Verein. Das Angebot ist bunt und vielfältig und geht weit über die reine Freizeitgestaltung hinaus. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder werden darüber sprechen, was sie dazu bewogen hat, in einen Verein einzutreten, welche Ziele sie damit verfolgen und warum die soziale Komponente des Vereinslebens so wichtig für sie ist.
EC Am Goldgraben07.07.201015:30„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben – oder?“ Partnersuche und Partnerschaftsvorstellungen im AlterInteressierte sind herzlich eingeladen, ihre persönliche Liebesgeschichte vorzustellen. Oder bringen Sie doch gleich ihre neue oder alte Liebe mit!Am Goldgraben 14, GöttingenLiebe hat kein Alter“, sagte bereits der 1623 geborene französische Philosoph Blaise Pascal. Das Erzählcafe zum Thema Partnerschaften im Alter richtet seinen Fokus auf neu begonnene und beginnende Beziehungen. „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, oder? Diese Frage soll durch den Nachmittag führen. Noch immer herrschen viele Vorurteile und Klischees zum Thema Partnerschaft und Liebe im dritten und vierten Lebensalter. Doch warum macht es (gesellschaftlich) einen Unterschied, ob man mit 16 60 oder 80 eine neue Partnerschaft eingeht? Dieser und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen: Partnerschaftsformen heute, Single-Sein im Alter, Vor- und Nachteile einer neuen Partnerschaft – Liebeskummer inclusive, Bedeutung von Sexualität im Alter, Wege der Partnersuche.
EC Am Goldgraben02.06.201015:30„Schick doch mal ne E-Mail, Oma!“ Großeltern und Enkelkinder – was sie voneinander erfahren und lernen könnenRenate Flöring, Jg. 1939 und Renate Przibilla, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenDie gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkelkindern ist heute so lang wie nie zuvor. Die Großeltern erleben, wie aus Kleinkindern, Schulkinder, Pubertierende und schließlich Erwachsene werden. Die Enkelkinder wiederum erleben nicht nur die starken, sie umsorgenden Großeltern, sondern werden konfrontiert mit dem Altern und dem Schwächer-Werden der Großeltern und umsorgen diese bestenfalls. Die Lebenswelten von Großeltern und Enkelkindern können weit auseinander liegen. Welche Chancen bietet dieser allmählich stattfindende Rollentausch? Welche Teile der von ihnen erlebten Geschichte und Lebensgeschichte wollen sie einander mitteilen? Wo scheinen sich Grenzen der Vermittelbarkeit aufzutun? Was sollte auf jeden Fall weiter gegeben werden? Sind keine eigenen Enkelkinder vorhanden, gibt es Institutionen, die Kinder als quasi \"Wahlenkelkinder\" vermitteln. Was möchten und können „Oma oder Opa auf Zeit“ in diesem Kontext leisten?
EC Am Goldgraben05.05.201015:30Vom Körnerladen zum BiosiegelBio-Bauer Michael Boyer,Jg. 1957, Dipl Agrar-IngenieurAm Goldgraben 14, GöttingenDie Biobranche boomt trotz Wirtschaftskrise: Der deutsche Biomarkt ist auch 2008 um 10% gewachsen, der Bio-Umsatz erhöhte sich nach Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro und der Anteil am Gesamtmarkt steigt auf ca. 3,5%. Michael Boyer ist seit 1986 in der Biobranche tätig - zuerst mit einem eigenständigen Bio-Gemüsebaubetrieb und heute mit zwei Einzelhandels- geschäften in Göttingen. Mit ihm sprechen wir über seine berufliche Entwicklung und seine Sicht auf die Biobranche in Göttingen.
EC Am Goldgraben09.03.201019:30„Eigentlich wollte ich was ganz anderes werden...“ Traumberufe und Realität in LebenswegenFrau Stemme (Jg. 1966) und Frau Bidi (Jg. 1967), Mütter von SchülerInnen des 7. und 8.JahrgangsMensa der Geschwister-Scholl-GesamtschuleIn gemütlicher Atmosphäre wollen wir zusammen mit Eltern des 7. und 8.Jahrgangs über Berufswahl und Werdegang von uns Erwachsenen sprechen. Angesichts der bevorstehenden schwierigen Entscheidung kann das Reflektieren für mehr Klarheit auch im Umgang mit unseren Kindern beitragen. Eine Einführung in die Themen Berufswahl, Berufs-orientierung und Modellschule findet ebenfalls statt. Wer oder was hat meine Berufswahl geprägt? Wie bin ich zu meiner Ausbildung gekommen? Wege und Umwege führen zum Ziel.... Wie können wir unsere Kinder unterstützen?
EC Am Goldgraben06.05.200915:30„Demenzkranken eine Stimme geben“ Erfahrungsberichte aus verschiedenen PerspektivenFamilie Kopp (Seniorenpflegezentrum Bovenden und Pflegeheim Wollbrandshausen), einer Angehörigen und einer LaienhelferinAm Goldgraben 14, GöttingenMenschen mit und ohne Demenz treffen im Alltag an vielen Orten aufeinander – und häufig kommen die „Gesunden“ mit dieser Situation nur schwer zurecht. Demenz – ein Krankheitsbild, das Angst macht. Ein aufgeklärter und kompetenter Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ist die richtige Antwort auf diese große persönliche und demographische Herausforderung. Am Informationsabend geben Inge Tödter (Laienhilfsdienst der Diakoniestation Göttingen) und Almuth Franz (Ärztin, Alzheimer Gesellschaft Göttingen) Einblicke in das Themenfeld und informiert u.a. über: Krankheitsbild, Abgrenzung zu normaler Vergesslichkeit, Diagnose, Behandlungs- und Versorgungs- möglichkeiten, Rolle der Angehörigen und mögliche Umgangsformen. Im Erzählcafé werden Angehörige und Laienhelfer über ihre Erfahrungen mit demenzkranken Menschen und die Bewältigung des Alltages sprechen. Familie Kopp leitet zwei Pflegeeinrichtungen in der Region und erhielt für ihre konzeptionelle Arbeit und für die vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit einer Demenzerkrankung zwei bundesweit anerkannte Auszeichnungen. Im Rundgespräch möchten wir auf die Rolle und Verantwortung des sozialen Umfeldes und der Kommune zu sprechen kommen.
EC Am Goldgraben01.04.200915:30Himmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt?Am Goldgraben 14, GöttingenHimmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt? … nein, hier meinen wir nicht das bekannte Kochrezept. Wir meinen die beiden Kinderspiele. Himmel und Hölle bezeichnet sowohl das Hüpfspiel (Hickelkasten) als auch das geschickte Falten eines Papieres zum Vorhersagen der Zukunft. Wie haben sich Kinderspiele verändert? Spiele für drinnen und draußen. Spielsachen früher und heute: Puppe, Teddy, Kreisel, Lego, Barbie. Wer sind die Spielgefährten? Welche Rolle nehmen die modernen Medien inzwischen ein?
EC Am Goldgraben03.12.200815:30Milchreis mit heißen Kirschen oder Gummibärchen mit Cola - Kulinarische Reise in die VergangenheitBirgit Schor, Gründerin des Primavera-Naturkost-PartyserviceAm Goldgraben 14, Göttingen„Essen wie bei Muttern zu Hause“ – die meisten Eßgewohnheiten werden in der Herkunftsfamilie geprägt. Je nach kulturellen, religiösen oder regionalen Gepflogenheiten können die „Geschmäcker“ sehr verschieden sein. * Lieblingsspeisen der Kindheit * Pausenbrot oder Hasenbrot? * \"Liebe geht durch den Magen\" oder wenn zwei Esskulturen zusammen kommen * Und dann kam die Biowelle…
EC Am Goldgraben01.10.200815:00Als MigrantIn älter werden in GöttingenGöttinger ErzählerInnen mit einem süd- und osteuropäischen Migrationshintergrund und Wirtschaftswissenschaftlerin Kiymet OrhanAm Goldgraben 14, GöttingenIn Göttingen leben 10% Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind 829 Menschen über 65 Jahre alt - zuzüglich der Menschen mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass haben. Insgesamt sind 150 Nationalitäten vertreten. Göttingen ist als „Stadt, die Wissenschaft“ eine „junge akademische Stadt“. Mit dieser Veranstaltung wollen wir in einer Erzählrunde die Lebens- und Wohnbedingungen von MigrantInnen beleuchten. Wie wollen MirgantInnen in Göttingen im Alter leben und wohnen? Fühlen sich MigrantInnen ein- oder zweiheimisch? Was sind Merkmale einer „kultursensiblen Pflege“?
EC Am Goldgraben18.09.200819:00Wohnen und Leben im AlterElisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand FAG) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin der FAG)Erzählcafé vor Ort: Treffpunkt Altes Pfarrhaus , Kirchplatz 1 in Bovenden-EddigehausenWie will ich wohnen und leben, wenn ich älter werde oder alt bin? Diese Frage beschäftigt Menschen im Ruhestand und zunehmend auch jüngere Menschen. Mitarbeiterinnen des Vereins Freie Altenarbeit - Elisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin) geben Ihnen einen Überblick über traditionelle und neue Wohnformen im Alter, stellen einzelne Wohn-Beispiele vor und möchten mit Ihnen über eigene Vorstellungen und Wohn-Wünsche ins Gespräch kommen.
EC Am Goldgraben04.06.200815:30Burnout im Freiwilligendienst? Zu den Rahmenbedingungen von EhrenamtlichkeitFrau Böhnel-Rösch, Beraterin und Koordinatorin von freiwillig EngagiertenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Burnout-Syndrom („Ausgebranntsein“) bezeichnet einen Zustand der totalen Erschöpfung. Ständige Frustration, Überlastung, zu hohe persönliche Erwartungen und Nichterreichen der eigenen Ziele können ein Bündel von Krankheitsbeschwerden hervorrufen. Bezogen auf den Berufsalltag ist das Burnout-Syndrom ein anerkanntes Krankheitsbild. Eine Leistungsgesellschaft, die aber immer mehr auf Freiwilligenarbeit setzt und deren Schnelllebigkeit auch dort um sich greift, sollte sich fragen: Wo liegen die Grenzen bei Freiwilligenarbeit? Wie kann Freiwilligkeit und Gesundheitsprävention im Ehrenamt berücksichtigt werden? Welche Rahmenbedingungen braucht Freiwilligenarbeit?
EC Am Goldgraben07.05.200815:30Rebellische Zeiten in Göttingen Die Generation der 68er und die Debatte um ihre FolgenProf. Dr. Martin Baethge, Jg. 1939, und Dr. Bärbel Kern-Lange, Jg. 1941Am Goldgraben 14, GöttingenDie Bewegung von 1968 markiert eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach der Rebellion der „Halbstarken“ standen Menschen auf für Frieden, Ökologie, Bürger- und Frauenrechte und gegen Autoritäten. 40 Jahre später sind die 68er immer noch oder wieder in den Schlagzeilen: „Die Jugendrevolte von 1968 war ein globaler Aufstand, aber es gibt neben Deutschland kein zweites Land, in dem die Folgen der 68er-Revolte bis heute so verbissen debattiert werden.“ (Spiegel 44/2007) Zusammen mit Zeitzeugen der 68er-Generation versuchen wir ein differenziertes Bild jener Jahre in Göttingen zu zeichnen und fragen: Was halten die 68er selber von ihrer heutigen Medienpräsenz? Wie sehen sie ihre „wilden Jahre“? Haben sie die „Republik demokratisiert“?
EC Am Goldgraben02.04.200815:30Die erste große Liebe - Liebesbriefe von der Nachkriegszeit bis heuteCharlotte Lierse, Jg. 1927, Christoph Homann, Jg. 1975, und der Kulturanthropologin Anna-Maria BrinkopAm Goldgraben 14, GöttingenVom „Postillon d’amour“ als Überbringer einer Herzensnachricht bis zum digitalen Liebesbrief reicht die Spanne dieses Erzählcafés. Geschichten über Liebesbriefe aus verschiedenen Jahrzehnten - geschrieben in ganz unterschiedlichen Lebensaltern und Lebenssituationen.
EC Am Goldgraben07.06.200615:30Wohnprojekte – eine Zukunftsvariante - Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnformen?Katharina Kohl (Northeimer Wohnprojekt) und Charlotte Lierse (Alten-WG Am Goldgraben)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDas Kuratorium Deutsche Altershilfe geht davon aus, dass ca. 250 gemeinschaftliche Wohnprojekte in Deutschland realisiert sind und ca. 8000 über 65-jährige Menschen in einer solchen Wohnform leben (Kremer-Preiß & Stolarz 2003) – das sind 0,01% der über 65-Jährigen. 93% leben in normalen Privathaushalten, gut 5% in Alten- oder Pflegeheimen und 1,6% in speziellen Altenwohnungen wie Betreutem Wohnen oder Gemeinschaftlichem Wohnen. Das Interesse an alternativen Wohnformen im Alter steigt. Wir geben eine Überblick über die verschiedenen Typen gemeinschaftlichen Wohnens. Wir fragen „Pionierinnen“ aus der Göttinger Alten-WG nach ihren Erfahrungen. Katharina Kohl steht mit ihrem Verein „Wohnen mit Zukunft WoZu e.V.“ kurz vor der Realisierung eines Wohnprojektes in Northeim. Woher kommt das Interesse für Wohn-Alternativen? Was sind die Errungenschaften der Wohnprojekte? Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnprojekte? Kann ich „Gemeinschaftliches Wohnen“ lernen?
EC Am Goldgraben25.05.200618:00Erzählcafé Aktuell: „Ich kriege keinen Job mehr!“ Auswirkungen der drohenden Huhtamaki-WerksschließungBetroffene berichten: Andreas Lingl, Jg. 1959 (seit 19 Jahren bei Huhtamaki); Walter Stelzl, Jg. 1947 (seit über 40 Jahren bei Huhtamaki); N.N., MitarbeiterIn der ehem. Firma GLUNZGemeindesaal der St. Michael-GemeindeDie Schließung des Weender Huhtamaki-Werkes bedroht und betrifft unmittelbar ca. 540 Menschen aus Südniedersachsen und Thüringen. Als Papierfabrik 1873 gegründet und als ehemalige Firma 4-P-Rube in Göttingen bekannt, wurde der Hersteller von Lebensmittelverpackungen vor einigen Jahren von dem finnischen Konzern Huhtamaki übernommen, der zusammen mit anderen Standorten zur Zeit 2700 Beschäftigte in Deutschland hat. Aber das soll sich nun ändern: voraussichtlich bis zum Jahresende 2005 soll eine der „größten europäische Huhtamaki-Produktionsstätte“ (Firmen-Homepage im Mai 2005) ‚abgewickelt’ werden.
EC Am Goldgraben03.05.200615:30Europa erzählend begegnen - Biographieprojekte in Tschechien, Bosnien und ItalienMit Projektpräsentationen bzw. ErzählerInnen aus Tschechien / Prag (Gedächtnis der Frauen): Dr. Alena Wagnerová; Ex-Jugoslawien (Erzählcafé in Bosnien): Bosiljka Schedlich; Italien / Anghiari (Città dell autobiografia): FilmAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn vielen europäischen Ländern existieren Erzähl- und Biographieprojekte mit z.T. langer Tradition. Die Erfahrungen des Göttinger Erzählcafés werden auch in anderen europäischen Ländern geteilt: Erzählorte schaffen Verbindung und Begegnung. Alena Wagnerová zeigt dies am Beispiel des tschechischen Biographie-Projektes „Gedächtnis der Frauen – ein lernendes Projekt“, das mit Interviews die Geschichte der Frauen im Sozialismus dokumentiert und für die nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht wird. Für das Zusammenwachsen Europas sind die Begegnungen und Gespräche mehr als nötig: sie dienen dem Abbau von ideologisch bedingten Vorurteilen. Die Landkarte wird mit weiteren europäischen Erzählprojekten vervollständigt. Der Kerngedanke des Nachmittages „Erzählen verbindet Europäer“ soll mit Ihren Erfahrungen bereichert werden.
EC Am Goldgraben01.03.200615:30„Unter dem Pflaster liegt der Strand“ Soziale Bewegungen in GöttingenChrista Schwalbe, Jg. 1940, Friedensbüro und Edgar Schu, Jg. 1969, Montagsdemo und Alg II-ProtesteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie sozialen Bewegungen (z.B. Frieden, Frauen, Umwelt) der letzten Jahrzehnte haben unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Vieles, was heute selbstverständlich zu sein scheint, gäbe es nicht: Bioprodukte in den Supermärkten, wachsendes Umweltbewusstsein, ein verändertes Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern und die Gleichstellung von Homosexuellen. Gerade Göttingen war eine Hochburg der verschiedenen Aufbruchs- und Alternativbewegungen. ZeitzeugInnen aus Göttinger Friedens-, Umwelt- und Anti-AKW-Gruppen erinnern sich. • Welche Beweggründe hatten die damaligen AktivistInnen? • Wie sehen sie ihr Engagement im Rückblick? Wie verbinden sie es mit ihren heutigen politischen Aktivitäten? • Welche Möglichkeiten der kollektiven Gesellschaftsveränderung gibt es heute?
EC Am Goldgraben23.02.200618:30Gewerkschafter erinnern sichAngelika Stroker, Jg. 1953, 25 Jahre in der Gewerkschaft (HBV; VERDI), Klaus Rath, Jg. 1949, 40 Jahre in der Gewerkschaft (IGM, ÖTV, VERDI), Karl Blick, Jg. 1938, seit 50 Jahren in der Gewerkschaft (DAG, VERDI)Altenzentrum GroneWelche Rolle spielt die Gewerkschaft für mich – früher und heute? Was habe ich aus dieser Zeit für mich mitgenommen? Auf Initiative von Christina Wehmheuer (VERDI-Sekretärin Göttingen) ist die Idee entstanden, die Ehrungen der Verdi-Mitglieder etwas anders zu gestalten. Nach der Begrüßung durch den Verdi-Vorsitzenden Klaus Schild wollen wir mit einer Erzählrunde überraschen: Mit biographischen Berichten aus der Zeit als Gewerkschaftsmitglied versuchen wir die Runde der Jubilare ins Gespräch mit einzubeziehen.
EC Am Goldgraben11.01.200615:30Was hat der Nationalsozialismus mit mir zu tun? Erinnern in der zweiten und dritten Generation nach dem HolocaustMit einer Erzählerin Jg. 1936 und einem jüngeren ErzählerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Nachwirkungen von Nationalsozialismus und Holocaust sind auch im 21. Jahrhundert spürbar – bei zunehmender zeitlicher Distanz. Von den Zeitzeugen, der Erlebnisgeneration, wird in absehbarer Zeit niemand mehr leben. Für die Nachkommen wird die Vergangenheit zur fernen Geschichte: History, not memory. Damit ändern sich die Formen des Erinnnerns und die Bedeutung der Erinnerungen. In diesem Erzählcafé wollen wir VertreterInnen der zweiten und dritten Generation zu Wort kommen lassen: • Wie und warum erinnert die Töchter- und Enkelgeneration? • Wie geht sie persönlich mit der Familiengeschichte um? • Wie werden die Familien-Erinnerungen mit der Geschichtsschreibung verbunden? • Wie soll die Erinnerungskultur der Zukunft aussehen?
EC Am Goldgraben07.12.200515:30Der säkulare Staat als Hüter der GlaubensvielfaltPastor Ludger Gaillard, Christopherus-GemeindeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSymptome sich verändernder Religionen im Zeitalter der Globalisierung: Der 11. September 2002 und der „Krieg gegen den Terror“; der Vatikan als Medienhype und „Wir sind Papst“; Sektenähnliche Massenevents in den USA und die Kopftuch- Debatte in Deutschland. Das Thema „Religion“ ist brisant. Wir wollen mit einer neuen Veranstaltungsform, dem Philosophischen Café, komplexen Fragen nachgehen - und sie auch auf uns persönlich beziehen. • Was verstehe ich unter Religiosität? • Was ist mir ein säkularer Staat wert? Zusammen mit Pastor Ludger Gaillard (Christopherus-Gemeinde; Interreligiöser Runder Tisch) werden wir diskutieren, warum die Trennung von Staat und Kirche ein Garant für die Glaubensfreiheit ist.
EC Am Goldgraben02.11.200515:30Wer ist Familie? Familie im Wandel der ZeitProf. Heidi Rosenbaum, Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie der Universität GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie „Keimzelle der Gesellschaft“ war immer schon ein Schauplatz politischer Kontroversen und ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen. Familie wird nach wie vor mehrheitlich mit der „Vater-Mutter-Kind-Familie“ gleichgesetzt – dabei werden viele andere Formen ausgeblendet: Ein-Eltern-Familie, Patchwork-Familie, Großfamilie, Wahlfamilie ... „Die“ Familie gibt es also nicht. Mit den Erfahrungen der Erzählcafé-BesucherInnen und mit Unterstützung von Prof. Heidi Rosenbaum wollen wir folgenden Fragen nachgehen: Welche Familienformen haben Sie kennen gelernt und leben Sie heute? Ist Familie dort, wo Kinder sind? Wie haben sich die Familienformen nach 1945 verändert? Was kann Familie leisten, was nicht?
EC Am Goldgraben07.09.200515:30Wahl ohne Wahl - Parteienlandschaft und Wählerstimmung kurz vor der BundestagswahlProf. Franz Walter, Uni Göttingen (angefragt) und Ines Pohl, HNA Kassel (angefragt)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWahl ohne Wahl? Parteienlandschaft und Wählerstimmung kurz vor der Bundestagswahl 20 % der WählerInnen sind noch unentschieden. Die Wahlbeteiligung lag in den vergangenen Jahren bei mageren 60 %. Politikverdrossenheit macht die Runde – nicht nur bei jungen Menschen. Die PolitikerInnen haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Aus der Errungenschaft des „Wählen dürfens“ ist. Ein „Wählen müssen“ geworden. Mit Unterstützung des Politikwissenschaftlers und Parteienforschers Franz Walter und der HNA- Nachrichten-Chefin Ines Pohl suchen wir Hintergründe und Argumente: • Demokratie in Gefahr? Antworten aus geschichtlicher Perspektive • Wahlprüfstein am Beispiel der Alternsfrage • Wie kann ich als WählerIn meine demokratische Verantwortung wahrnehmen? Ein Gesprächsversuch gegen Ohnmachtsgefühle und Wahl-Frust. Mischen Sie mit: Beteiligung anstatt Missmut!
EC Am Goldgraben01.06.200515:30Beste Freundin – ärgste Feindin - Zur Beziehungsdynamik zwischen Müttern und TöchternUlla May, Jg. 1939 und Julia Kellner-Evers, Jg. 1973Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Beziehungsdynamik zwischen Müttern und Töchtern war in der Frauenbewegung der 1980er Jahre ein heißes Eisen. „Es sind immer die Töchter, die gefressen werden“ oder „Manchmal hasse ich meine Mutter“ sind Buchtitel aus dieser Zeit, die alles andere als eine heile Welt beschreiben. Analog zum kritischen Blick auf das gesellschaftliche Mann-Frau-Verhältnis wurde das Rollenspiel zwischen Mutter und Tochter unter die Lupe genommen. Über gelungene Mutter-Tochter-Verbindungen, über Konflikte und ihre Bewältigungen werden wir in diesem Erzählcafé aus der Mutter- und aus der Tochterperspektive sprechen. Was ist aus den damaligen Debatten geworden? Wo und wie wird heute über das Mutter-Tochter-Verhältnis nachgedacht? Konflikte und ihre Ursachen – Bewältigung und Chancen eines Generationenverhältnisses
EC Am Goldgraben06.04.200515:30Politik mit dem Einkaufskorb - Wie der Südafrika-Boykott eine Biographie beeinflusst hatGisela Helbig, Jg. 1937Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenGisela Helbig, Jg. 1937, Pfarrfrau, wurde durch ihre Mitarbeit in der „Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland“ sensibilisiert für das Unrechtssystem der Apartheid in Südafrika. In den 1980er Jahren engagierte sie sich im Konsumboykott südafrikanischer Waren (z.B. Orangen, Banken, Krüger-Rand). Zahlreiche persönliche Kontakte zu AfrikanerInnen veränderten ihr Afrika-Bild. Die Befreiung von Nelson Mandela erlebte sie in Tansania. Auch heute ist sie in einer Gruppe zum Thema „Frauen und Weltwirtschaft“ politisch aktiv. Neben diesem Beispiel einer – relativ späten – politischen Emanzipation wollen wir uns gerne auch über andere Wege der politischen Sozialisation austauschen.
EC Am Goldgraben02.02.200515:30Deutsche auf der Suche nach dem Paradies? Altern auf MallorcaKarin Kuckuk, Jg. 1942Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn der Hoffnung auf ein angenehmes, wetterunabhängiges Leben zieht es vornehmlich ältere Deutsche in der Nachberufsphase auf die Balearen-Insel Mallorca. Manche verkaufen alles und verbringen die verbleibenden Lebensjahre dort. Andere gehen für einige Wochen oder Monate im Jahr auf die Insel. Die Hoffnungen auf ein sonniges „Altern unter Palmen“ werden nicht selten durch Alltagsprobleme enttäuscht. Viele Urlauber bzw. Einwanderer betrachten Mallorca nicht als Ausland – und sehen deshalb keinerlei Integrationserfordernisse. Kenntnisse der Landessprache und –kultur sowie der Geschichte Mallorcas und Spaniens wären aber Voraussetzungen für Kommunikation und Verständnis der mallorquinischen Eigenheiten – und könnten die Isolation vieler Deutscher vermeiden helfen. Zusammen mit Karin Kuckuk, Jg. 1942, die seit zehn Jahren zwischen Göttingen und Mallorca pendelt, möchten wir folgenden Themen nachgehen: Mallorca: punktuelles Ferienziel und ganzjähriger Aufenthaltsort deutscher Residenten; Falsche Hoffnungen: Anstatt Auswanderungsparadies Leben in der Fremde; Geteilte Insel: Mehr-Klassen-Gesellschaft bei den ImmigrantInnen; Zukunftschance: Integration und soziale Netze durch Hilfsorganisationen
EC Am Goldgraben01.12.200415:30Willkommen im Leben – Gespräch zwischen den Generationen zum Thema Geburt und ElternschaftHebamme Barbara Müller-Römheld-Fütterer und Christiane Jendral, Mutter von drei KindernAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWährend der Geburt eines Kindes findet eine Verwandlung statt, die nicht nur das Neugeborene selbst erlebt, sondern auch dessen Mutter und Vater und – sofern vorhanden – seine Geschwister. Lebenslange Beziehungen finden hier ihren Anfang. Soziale Rollen werden geschaffen beziehungsweise neu verteilt. Lebensvorstellungen verändern sich. Hinzu kommt dieser neue Mensch, der erst einmal kennen gelernt werden will. Wie haben Sie die Geburt Ihrer Kinder erlebt beziehungsweise was wissen Sie über Ihre eigene Geburt ? Wie haben Sie sich als junge Mutter gefühlt, wie Sie sich als Vater ? Wie wirkt sich die gesellschaftliche Situation auf das Geschehen der Geburt sowie die Wahrnehmung von Geburt und Elternschaft aus? Über diese und andere Fragen wollen wir im Erzählcafe mit der seit fast 20 Jahren praktizierenden Hebamme Barbara Müller-Römheld-Fütterer und mit Christiane Jendral, Mutter von drei Kindern, reden. Am Schluss der Veranstaltung wird die Frage stehen, welchen Einfluss eine von den Eltern selbstbestimmte Geburt für das Leben in unserer Gesellschaft haben kann. Kinder können gerne mitgebracht werden! Eine Kinderbetreuung ist vorhanden.
EC Am Goldgraben01.11.200419:00„Was wären wir ohne unsere Wahlfamilie?“ Lesbische und schwule Gedanken über das ÄlterwerdenProf. Dr. Andreas Meyer – Hanno, Jg. 1932, Dr. Marie Sichtermann, Jg. 1944Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenVor dem Hintergrund zweier bewegter Biographien thematisieren wir in diesem Erzählcafé Fragen des Älterwerdens aus lesbischer und schwuler Sicht. Dr. Marie Sichtermann, Jg. 1944, Juristin, Heilpraktikerin, Berufsfeministin, Autorin, seit 1987 Mitinhaberin von Geld&Rosen - Projekt- und Unternehmensberatung für Frauen. Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno, Jg. 1932, als Sohn einer jüdischen Pianistin und eines kommunistischen Schauspielers in Berlin geboren, Studium der Musik- und Theaterwissenschaft, Professor an der Musikhochschule in Frankfurt, Mitbegründer der Homosexuellen Selbsthilfe (1980) und Gründer der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (1991).
EC Am Goldgraben05.05.200415:30EUROPA ANTE PORTAS: Europa aus der Perspektive verschiedener GenerationenMonika Wolff, Europäisches Informationszentrum (EIZ), Hannover Nora Kirde, Göttingerin mit Kontakten zu Estland, Studierende aus den neuen BeitrittsländernAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenMit Hilfe des „biographischen Blickes“ möchten wir mit Vertretern verschiedener Generationen folgenden Fragen nachgehen: Europa 2004: Was wir wissen sollten - Wo begegnet uns „Europa“ im Alltag? Wie haben sich nationale Vorbehalte und Vorurteile verändert? Welche Rolle spielt für uns der europäische Arbeits- und Ausbildungsmarkt?
EC Am Goldgraben03.03.200415:30Von der Kellerbäckerei zum Discount-Verkauf - Bäckereien in Göttingen gestern und heuteMit Wilhelm Bruinjes, Leiter des Europäischen Brotmuseums und den Göttinger Bäckern Friedrich Rust (Jg. 1920) Karl Rasche (Jg. 1926) und Gerhard Meinholz (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenEnde der 40er Jahre gab es in Göttingen ca. 150 Bäckereien. Seitdem hat sich das Bäckerhandwerk sehr verändert. Frühstücksbrot kann heute im Backautomaten direkt zu Hause hergestellt werden. Die frischen Brötchen sind u.U. in anderen Ländern vorgebacken. Backmischungen, Gefriertechnik und industrielle Produktionsverfahren haben die Arbeitsbedingungen verändert und vereinfacht. Als KundInnen im Land mit den meisten Brotsorten haben wir diesen Strukturwandel mehr oder weniger wahrgenommen. Zusammen mit Zeitzeugen aus dem Göttinger Bäckerhandwerk und mit Ihnen als Brotkonsumenten möchten wir die letzten Jahrzehnte lebendig werden lassen – gebackene Spezialitäten aus dem Ebergötzer Brotmuseum inclusive („Bäckerzunge“) • Bäcker(ei)-Besonderheiten in Göttingen • Wer kennt noch Namen und Orte alter Bäckereien (z.B. Hinterhofbäckereien)? • Veränderungen vor und hinter dem Tresen ? • Wie Maschinen, Gefriertechnik und Backmischungen das Handwerk verändern..
EC Am Goldgraben04.02.200415:30\"Politisches Urgestein\" Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer 1913 in Krefeld geborene SPD-Politiker kam nach dem Zweiten Weltkrieg als Landwirt in die Region, heiratete eine Bauerntochter aus Hinterpommern und pachtete eine Domäne in Reinhausen, die er bis zu seinem 80. Lebensjahr unter der Regie seiner Frau mitbewirtschaftete. Die Stationen seines Politikerlebens sind zahlreich: Landtagsabgeordneter und Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, Göttinger Landrat, Ortsbürgermeister von Reinhausen. Als „politisches Urgestein“ wird er von Bundespräsident Johannes Rau bezeichnet. Nicht nur für seinen „Ziehsohn“ Thomas Oppermann ist Klaus Peter Bruns ein „authentischer Politiker“.
EC Am Goldgraben05.11.200315:30Afghanistan nach dem Krieg: Zur Situation von Frauen in KabulRahima Valena, Konsekutivdolmetscherin und Teilnehmerin einer Delegation des Auswärtigen AmtesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenAfghanistan nach dem Krieg: Hat sich die Lage der Frauen verbessert? Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Taliban im September 1996 hat sich die politische, soziale und ökonomische Situation der Frauen in Afghanistan, dramatisch verschlechtert. Ihre Rechte wurden unter den Augen der Weltöffentlichkeit mit Füssen getreten. Zum Aufschrei gegen diese frauenverachtenden Gesetze und alltäglichen Repressionen kam es erst nach dem 11. 9. 2001, als die Rechtlosigkeit der Frauen unter anderem zur Legitimation für einen Angriffskrieg gegen Afghanistan benutzt wurden. Die Stärkung der Rechte von Frauen durch die Beseitigung diskriminierender Tradition war das Ziel der Internationalen Gemeinschaft. Hierfür wurde das Frauenministerium in Afghanistan neu eingerichtet. Welche Funktion hat das Frauenministerium? und wie leben Frauen heute unter sogenannten verbesserten Rechte? Wie steht es mit gleichberechtigter und angemessener Teilhabe von Frauen an einem demokratischen Aufbau Afghanistan? Rahima Valena reiste im Januar 2003 mit einer Delegation des Auswärtigen Amtes nach Kabul und nahm als Dolmetscherin an einem Workshop zu „Frauenrechte und Gender Mainstreaming“ teil.
EC Am Goldgraben22.10.200315:30Biographien ohne Netz und Boden: Ehemalige Wohnungslose erzählenManfred Billinger (Jg. 44) und Dirk Mederer (Tagessatz)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenMenschen, für die die Fußgängerzone ihr Wohnzimmer ist. Menschen, die auf Lüftungsschächten und unter Brücken schlafen. Menschen, die zeitweise kein Zuhause hatten/haben und aus der Bahn geworfen wurden. Wie sind sie in diese Lebenssituation gekommen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wo gibt es neue Wege? Der Koch Manfred Billinger (Jg. 1944) berichtet über seinen Weg, der ihn von Berlin über längere Jahre in Frankreich nach Göttingen führte. Seitdem arbeitet er bei der Zeitschrift „Tagessatz – Selbsthilfe für Menschen in Not“. Hintergrundinformationen ergänzt der Tagessatz-Redakteur Dirk Mederer.
EC Am Goldgraben06.10.200318:00Werden Lesben anders älter? Lesben und ÄlterwerdenWienke Zitzlaff, Hannover und Astrid Osterland, GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
EC Am Goldgraben04.06.200315:30„Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen!“ Pflegende Angehörige berichten über ihre ErfahrungenThekla Kühne, AOK-PflegekasseAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Pflegebereitschaft innerhalb der Familien ist ungebrochen hoch. „Auf keinen Fall ins Heim!“ ist eine verbreitete Haltung der Angehörigen, während die betroffenen Pflegebedürftigen niemandem zur Last fallen wollen. Mit zunehmender medizinischer Versorgung steigt das Lebensalter und mehr Menschen sind potentiell von Pflege betroffen. Das Thema treibt viele Menschen um und wird in Zukunft eine zentrale gesellschaftliche Frage sein. Deshalb fragen wir nach: Pflege in der Familie: wie hat sich die Situation verändert? Zwischen Pflegebeziehung und Beziehungspflege: Wie kann ich mit dieser Verstrickung umgehen? Wo erhalten pflegende Privatpersonen Entlastung? Pflegende Angehörige berichten über ihre Erfahrungen und Lernschritte. Darüber hinaus wird Thekla Kühne über geschichtliche Entwicklungen, die aktuelle Situation und Hilfsmöglichkeiten informieren.
EC Am Goldgraben06.11.200215:30Mit 17 an die Rente denken?Dr. Sigrid Leitner und Bettina Munimus, Uni Göttingen (ZENS)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Rentenfrage aus der Perspektive verschiedener Generationen
EC Am Goldgraben02.10.200215:30Älterwerden – aber wie?Hannelore Sperling, Kathrin HelbigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenVorsorge und Handlungsfähigkeit in Krisensituationen - Es erzählen eine 80jährige und eine 37jährige, die ein vorsorgliches ehrenamtliches Betreuungsverhältnis eingegangen sind: Betreuen statt entmündigen!
EC Am Goldgraben05.06.200215:30Der Hoffmannshof in GöttingenIrmgard HoffmannAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
EC Am Goldgraben03.04.200215:30Zwei Konfessionen – eine Partnerschaft Leben in bi-konfessionellen oder bi-nationalen PartnerschaftenRenate Kruse-Ayegh und Susanne Mabrouk, Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., und Margarete Menz, Pädagogisches Seminar der Uni GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Kampf der Kulturen“ oder „Kampf der Religionen“ sind Thesen, die in den Medien immer wieder strapaziert werden. Wir nähern uns dem komplexen Thema, indem wir Menschen fragen, die täglich damit zu tun haben, weil sie in binationalen Beziehungen leben. Uns interessiert der konkrete Alltag. Welche Chancen bieten sich und welche Probleme gilt es zu meistern? In den Mitgliedsstaaten der EU sind seit 1945 ca. 5 Millionen binationale Ehen geschlossen worden. In Deutschland haben 1990 rund 40.000 Deutsche einen nicht-deutschen Ehepartner gewählt. Binationale Ehen und Partnerschaften stehen unter besonderen gesellschaftlichen Bedingungen. Deshalb hat sich 1972 eine „Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen“ (iaf e.v.) gegründet. Die Initiative ist zu einem bundesweiten „Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften“ geworden, offen für alle vom Thema betroffenen Frauen und Männer und in 50 Regionalgruppen organisiert. Aus der Göttinger Regionalgruppe konnten wir Renate Kruse-Ayegh (Jg. 1957) und Susanne Mabrouk (Jg. 1973) gewinnen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichten werden. • Wie sind sie zu dem Verband binationaler Partnerschaften und Ehen gekommen? • Wie hat das Umfeld auf ihre Verbindung reagiert? • Wie sieht ein binationaler Beziehungs- und Familienalltag aus? • Welche Rolle spielen Religion und Rituale? Ergänzt werden die biographischen Erzählungen durch einen Überblick von Margarete Menz zu „Schlaglichter zur Geschichte binationaler Paare“.
EC Am Goldgraben06.03.200215:30In eine un-verschleierte Zukunft: Afghanische Frauen im UmbruchRahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten; Karen Nölle-Fischer, Autorin und ÜbersetzerinAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit über 20 Jahren herrscht Bürgerkrieg und Krieg in Afghanistan. Afghanistan gehörte und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Geringe Lebenserwartung, hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, eine Analphabetenrate von über 90%. Der Status der Frauen verschlechterte sich Anfang der 90er Jahre nach der Machtübernahme durch die Mujahedin, die einen Verhaltenskodex (Fatwah) für Frauen einführten. Alphaberisierung wurde darin als Quelle der Verführung und Verworfenheit bezeichnet. Nachdem die radikal-islamische Taliban 1996 Kabul erobert hatten und die Regierung übernahmen, wurde die vollständige Unterdrückung der Frauen zum politischen Programm: u.a. Ausgehverbot, Arbeitsverbot, Bildungsverbot und das Verbot zur medizinischen Behandlung, Sport- und Erholungsverbot und der Zwang zum Ganzkörperschleier (Burka)- all das schloß Frauen aus dem öffentlichen Leben gänzlich aus. Verstöße wurden mit öffentlichen Auspeitschungen, Steinigungen und Hinrichtungen bestraft. Zwar wurden die Menschenrechtsverletzungen damals international verurteilt, aber dabei blieb es auch. Die Hilferufe afghanischer Frauen wurden ignoriert. Erst jetzt, nach dem 11.September 2001, der Bombardierung des Landes und der Verfolgung der Taliban, steht das Land im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit – und jetzt wird auch von der tragenden Rolle der Frauen bei der Demokratisierung des Landes gesprochen. Rahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten, u.a. den Unabhängigen Afghanischen Frauen. Sie stammt aus Afghanistan und lebt seit 1971 zuerst in den USA und später in Deutschland. Karen Nölle-Fischer, Autorin und Übersetzerin, berichtet mit Dia-Bildern von dem „Verein zur Unterstützung von Schulen für afghanische Flüchtlingskinder e.V.“, der seit ca. 30 Jahren Projekte im Land durchführt.