Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Regionales“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben13.01.201615:30 UhrGöttingen, April 1945Dr. Martin HeinzelmannAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Lokalhistoriker Dr. Martin Heinzelmann, Göttingen, berichtet aus seinen Forschungen zum Kriegsende in Göttingen, anschließend finden Erinnerungen an den April 1945 in Göttingen aus dem Publikum Gehör. Als sich US-Truppen Göttingen näherten, gab es in der wenig zerstörten Stadt neben den Einwohnern zahlreiche Verwundete, viele Flüchtlinge und mindestens 10.000 Zwangsarbeiter. Alle erlebten die kommenden Tage aus einer eigenen Perspektive. Die Situation in Göttingen war unklar: der NSDAP Kreisleiter Dr. Gengler forderte entschlossenen Widerstand. Oberbürgermeister Gnade wollte retten, was zu retten war. Gegen Mittag des 8. April 1945 wurde Feindalarm ausgelöst, einige Granaten schlugen ein. Der Oberbürgermeister traf die US-Truppen vor dem Rathaus an, die ohne Kampf eingerückt waren. Der Kreisleiter war heimlich geflohen und Göttingen vom NS-Regime befreit.
EC Am Goldgraben06.05.201515:30ZIVILCOURAGE UND WIDERSTAND 1933-45 - Spurensuche in GöttingenDr. Rainer Driever (Jg. 1961), Karin Rohrig (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, GöttingenZusammen mit dem Historiker Dr. Rainer Driever (Jg. 1961) vom Projekt \\\"Widerstand in Göttingen\\\" und der Zeitzeugin Karin Rohrig (Jg. 1938) wollen wir 70 Jahre nach Kriegsende auf Spurensuche gehen. Wie haben sich Bürger/innen aus Göttingen und Umgebung gegen das Unrechtsregime gewehrt? Wie haben sie sich ihre Menschlichkeit bewahrt? Woraus haben sie ihre Kraft geschöpft? In diesem Erzählcafé soll es sowohl um Formen des organisierten Widerstandes als auch um Verweigerungen, Handlungen bzw. spontane Aktionen einzelner Menschen in Göttingen gehen.
EC Am Goldgraben22.03.201515:00DANS OP DE DEEL - Erzählcafé mit Tanzvorführung und Verführung zum TanzDr. Michael Groß (Jg. 1954), Dr. Susanne Schlink (Jg. 1960)Wilhelm-Busch-Stube Herzberger Str. 20, 37136 EbergötzenJahrhundertelang war der Paartanz auf den Dörfern Mittelpunkt des sozialen Lebens. Zu Kirchweih oder Michaeli hat man Geschäfte angebahnt, erste Küsse ausgetauscht oder Ehen versprochen. Dr. Michael Groß und Dr. Susanne Schlink (Jg. 1954 / 1960) erzählen, warum die schöne, alte Tradition des Paartanzes so sehr an Bedeutung verloren hat und wie sie mit ihrer jungen Kulturinitiative \\\\\\\"Dans op de Deel\\\\\\\" den Tanz als verbindendes Miteinander zurück auf die Dörfer holen wollen. Besonders fasziniert sie dabei der \\\\\\\"Tango Argentino\\\\\\\". Man kann auch gern allein zu diesem Erzählcafé kommen!
EC Am Goldgraben04.06.201415:30 UhrWer waren Barbara, Ehrengard Schramm und Hermann Löns?Klaus Wetting (Jg. 1940)Am Goldgraben 14, GöttingenGöttinger Straßen - und Platznamen nach 1945 Der Göttingenkenner und Autor des Buches „Spurensuche und Fundstücke - Göttinger Geschichten“, Klaus Wettig, Jg. 1940, kann als Göttinger Urgestein viel darüber erzählen wann und warum ab 1945 Straßen neue Namen bekamen. Er hat einige dieser besonderen Menschen persönlich gekannt, deren Namen heute Straßen tragen. Wie diese neu benannten Straßen, so ist auch die Biografie von Klaus Wettig geprägt von den politischen Umbrüchen in seiner Heimatstadt. Über beides wollen wir mit Klaus Wettig ins Gespräch kommen.
EC Nikolausberg14.05.201416:00Der Klosterkrug - DIE DorfkneipeMarita Hillmann (Jg. 1954), Achim Hillmann (Jg. 1946)Am Schlehdorn 2, Familienzentrum, NikolausbergIn den gut 38 Jahren von 1974 bis 28.2. 2013 haben Marita und Achim Hillmann (Jg. 1954 und Jg. 1946) die ‚Kneipe‘ bewirtschaftet. Sie erzählen von ihren vielen Erlebnissen die sie während dieser Zeit gesammelt haben.
EC Am Goldgraben07.03.201416:00Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis GöttingenAngelika Kruse (Jg. 1957), Gisela Steinmann (Jg. 1949), Annelie Thieme (Jg. 1948)Rheinhäuser Landstraße 4, Kreishaus, GöttingenMitte der 80er-Jahre wurden bundesweit Stellen für kommunale Frauenbeauftragte eingerichtet. Dies waren die Anfänge der Institutionalisierung kommunaler Gleichstellungsarbeit. Zur Entwicklung der Gleichstellungsarbeit im Landkreis Göttingen erzählen Angelika Kruse (Jg. 1957), Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen; Gisela Steinmann (Jg. 1949), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Hann. Münden; Annelie Thieme (Jg. 1948), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Adelebsen
EC Am Goldgraben04.12.201315:30Päckchen packen!Brigitte BeinlichAm Goldgraben 14, GöttingenPakete und Päckchen: Sie können Freude bereiten und materielle Not lindern. CARE-Pakete die nach Ende des Zweiten Weltkrieges verschickt wurden oder auch Westpakete, die Westdeutsche an Familienangehörige und Freunde in der DDR sandten, lösten Freude aus. Auch heute werden, insbesondere in der Weihnachtszeit, zahlreiche Päckchen gepackt und verteilt. Die Gründe sind unterschiedlich. Gemeinsam ist allen jedoch die Freude, die Päckchen auslösen – beim Packen, Verschenken und Verteilen ebenso wie beim Erhalten. Wer sich beschenken lassen möchte, ist herzlich eingeladen sich bei diesem Erzählcafé überraschen zu lassen.
EC Am Goldgraben05.06.201315:30Traditionsunternehmen – Aus Erfahrung gut ?!Josef PetermannAm Goldgraben 14, GöttingenErst Schmiede, dann Eisenhandel, jetzt Fachgroßhandel. Seit 1783 gehört Lünemann zu Göttingen wie die Universität oder die Gebrüder Grimm. Der Geschäftsführer des Göttinger Traditionsunternehmens, Josef Petermann, Jg. 1948, erzählt aus der wechselvollen Geschichte, die eng mit der Stadtgeschichte Göttingens verknüpft und mit seiner eigenen Biografie verwoben ist. Gemeinsam machen wir einen Streifzug durch die Historie, betrachten Herausforderungen, Wendepunkte und Erfolge und fragen uns: Sind Traditionsunternehmen aus Erfahrung gut?
EC Am Goldgraben09.11.201215:309. November 1938 in GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Erinnern und Gedenken an die Opfer des Holocausts verändert sich: Die Zeitzeugen, die die Ereignisse damals miterlebt haben, werden immer weniger. Deshalb suchen wir für dieses „außerordentliche“ Erzählcafé Zeitzeugen, die die Reichspogromnacht in Göttingen, den Brand der Synagoge, erlebt haben oder auch deren Nachfahren, die über Erzählungen ihrer Vorfahren berichten können. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Nachmittag Ihre Erinnerungen einzubringen! Außerdem werden wird Zitate eines Zeitzeugen-Projektes der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (Schriftenreihe, Heft 5, 2009) hinzuziehen. Zusammen mit den Teilnehmer/innen einer Erzählcafé-Moderations-Fortbildung möchten wir folgenden Fragen nachgehen: • Wie und was erinnern die Nachkommen der Erlebnisgeneration? • Wie kann das Gedenken lebendig an Jugendliche weitergegeben werden?
EC Am Goldgraben05.01.201115:30„Ich möchte vergessen, kann es aber nicht“Wiktorja Delimat, als Zwangsarbeiterin 1942 nach Deutschland verschleppt und Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.Am Goldgraben 14, GöttingenVom Bauernhof ihrer Familie in einem polnischen Dorf führt Wiktorja Delimats Deportationsfahrt zu einer großen Munitionsfabrik im „Dt. Reich“. Sie weiß nicht wo sie ist. Zweieinhalb Jahre dauert dieses Martyrium. Im Herbst 1942 kann sie fliehen. Kurz vor der Heimat wird sie von einer Reiterpatrouille aufgegriffen und es beginnt alles vorne. Mit LKWs und in Viehwaggons kommt sie in ein Durchgangslager nach Stockhausen in der Nähe von Göttingen. Als sie dort nicht mehr gebraucht wird, wird sie vom Arbeitsamt einem Hof in Ebergötzen zugeteilt. Sie hat Glück: Bei den Bachmanns wird sie gut aufgenommen und erhält sogar eine eigene Kammer.
EC Am Goldgraben03.11.201015:30Das Göttinger Ebertal Die Geschichte eines „umgebauten“ StadtteilsMit ehemaligen Bewohner/innen des EbertalsKinder und Jugendhaus der AWO („Häuschen“), Lönsweg 16 in GöttingenDie Geschichte eines Göttinger Stadtteils, des Ebertals, das Neu-Göttingern meist unbekannt ist, wird in diesem Erzählcafé lebendig. „Berüchtigt waren die Baracken vom Ebertal, oberhalb der Wörthstraße, in denen einmal Kriegsgefangene des 1.Weltkrieges und dann die Allerärmsten der Stadt untergebracht waren. Die Wohnbereiche der Familien wurden oft nur durch einen Vorhang oder einen quer gestellten Schrank voneinander getrennt. Die Lebensbedingungen hier waren erbärmlich und menschenunwürdig.“ So beschreibt Wiki-Göttingen das Ebertal. Ehemalige Bewohner oder deren Nachfahren mögen das ganz anders erlebt haben. Und die sollen im Erzählcafé zu Wort kommen! In den 1950er Jahren lebten in Zeiten größter Wohnungsnot im Ebertal/Himmelsbreite in 80 Baracken rund 1000 Menschen. 1959 fehlten in Göttingen 5200 Wohnungen. Die Stadt gründete die Städt. Wohnungsbau, mit deren Hilfe die Ebertaler neue Wohnungen u.a. auf dem Leineberg bekamen.
EC Am Goldgraben07.02.200715:30Die 20er Jahr aus der Sicht der kleinen LeuteWilhelm Schleenvoigt, Jg. 1921, gebürtiger Göttinger und langjähriges VereinsmitgliedAm Goldgraben 14, GöttingenWilhelm Schleenvoigt (Jg. 1921) stammt aus einer Arbeiterfamilie aus dem Göttinger Ebertal. Nach einer Facharbeiterlehre, Krieg und Gefangenschaft arbeitete er über 20 Jahre bei der Firma Ruhstrat und engagierte sich in der SPD und der Gewerkschaft. Er beschreibt das Lebensmilieu der Göttinger „kleinen Leute“ von damals: die „gute Stube“, „Sonntagsstaat“, Badetage, typische Ausflugsziele, Dutt oder Bubikopf, täglich Brot und Kartoffeln, Arbeitslosigkeit und Wohlfahrtsamt, Tippelbrüder und Straßenmusikanten. Und wir fragen: Wie leben die „kleinen Leute“ von heute?
EC Am Goldgraben06.12.200615:30„Gäste aller Couleur“ in der Bahnhofsgaststätte Göttingenehem. Pächter und Gastronom Karl Gemmer, Jg. 1926Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenBahnhöfe sind Dreh- und Angelpunkte des mobilen Lebens – früher vielleicht noch mehr als heute. Karl Gemmer, 1926 im Sudetenland geboren, war von 1973 bis 1985 Pächter des Göttinger Bahnhofsrestaurants. Sein Weg nach Göttingen interessiert uns genauso wie seine zahlreichen Erlebnisse und Episoden mit Bahnreisenden an der Theke. Auch die Perspektive vor der Theke, von Besuchern der alten Bahnhofsgaststätte, wird ihren Platz haben. • Wie haben sich Bahnhofsgastronomie und Begegnungsformen im modernen Bahnhof des 21. Jahrhundert verändert? • Was schätzen wir an den alten Bahnhöfen, was an den neuen?
EC Am Goldgraben01.03.200615:30„Unter dem Pflaster liegt der Strand“ Soziale Bewegungen in GöttingenChrista Schwalbe, Jg. 1940, Friedensbüro und Edgar Schu, Jg. 1969, Montagsdemo und Alg II-ProtesteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie sozialen Bewegungen (z.B. Frieden, Frauen, Umwelt) der letzten Jahrzehnte haben unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Vieles, was heute selbstverständlich zu sein scheint, gäbe es nicht: Bioprodukte in den Supermärkten, wachsendes Umweltbewusstsein, ein verändertes Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern und die Gleichstellung von Homosexuellen. Gerade Göttingen war eine Hochburg der verschiedenen Aufbruchs- und Alternativbewegungen. ZeitzeugInnen aus Göttinger Friedens-, Umwelt- und Anti-AKW-Gruppen erinnern sich. • Welche Beweggründe hatten die damaligen AktivistInnen? • Wie sehen sie ihr Engagement im Rückblick? Wie verbinden sie es mit ihren heutigen politischen Aktivitäten? • Welche Möglichkeiten der kollektiven Gesellschaftsveränderung gibt es heute?
EC Am Goldgraben01.09.200415:30Als der Jazz nach Göttingen kam - Ein Göttinger Jazz-Musiker erzähltMit Hilmar Stemmler und seinen Töchtern Christine und Susan StemmlerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenHilmar Stemmler kam als Gymnasiallehrer und Jazzmusiker vor 30 Jahren nach Göttingen, wo er eine vielfältige und intakte Jazz-Szene vorfand. Er wird uns einen ganz persönlichen Einblick in diese aufregende Zeit geben. Während er uns aus seiner Musik-Biographie erzählt, werden wir auch erfahren, wie die Göttinger Jazzwelt über die Jahre sich entwickelt hat. Zusammen mit seinen zwei Töchtern (15 & 17 Jahre alt) wird er musikalische Beispiele vorspielen, und dabei die Klänge dieser Jazz-Musik lebendig machen und uns näher bringen.
EC Am Goldgraben03.03.200415:30Von der Kellerbäckerei zum Discount-Verkauf - Bäckereien in Göttingen gestern und heuteMit Wilhelm Bruinjes, Leiter des Europäischen Brotmuseums und den Göttinger Bäckern Friedrich Rust (Jg. 1920) Karl Rasche (Jg. 1926) und Gerhard Meinholz (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenEnde der 40er Jahre gab es in Göttingen ca. 150 Bäckereien. Seitdem hat sich das Bäckerhandwerk sehr verändert. Frühstücksbrot kann heute im Backautomaten direkt zu Hause hergestellt werden. Die frischen Brötchen sind u.U. in anderen Ländern vorgebacken. Backmischungen, Gefriertechnik und industrielle Produktionsverfahren haben die Arbeitsbedingungen verändert und vereinfacht. Als KundInnen im Land mit den meisten Brotsorten haben wir diesen Strukturwandel mehr oder weniger wahrgenommen. Zusammen mit Zeitzeugen aus dem Göttinger Bäckerhandwerk und mit Ihnen als Brotkonsumenten möchten wir die letzten Jahrzehnte lebendig werden lassen – gebackene Spezialitäten aus dem Ebergötzer Brotmuseum inclusive („Bäckerzunge“) • Bäcker(ei)-Besonderheiten in Göttingen • Wer kennt noch Namen und Orte alter Bäckereien (z.B. Hinterhofbäckereien)? • Veränderungen vor und hinter dem Tresen ? • Wie Maschinen, Gefriertechnik und Backmischungen das Handwerk verändern..
EC Am Goldgraben04.02.200415:30\"Politisches Urgestein\" Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer 1913 in Krefeld geborene SPD-Politiker kam nach dem Zweiten Weltkrieg als Landwirt in die Region, heiratete eine Bauerntochter aus Hinterpommern und pachtete eine Domäne in Reinhausen, die er bis zu seinem 80. Lebensjahr unter der Regie seiner Frau mitbewirtschaftete. Die Stationen seines Politikerlebens sind zahlreich: Landtagsabgeordneter und Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, Göttinger Landrat, Ortsbürgermeister von Reinhausen. Als „politisches Urgestein“ wird er von Bundespräsident Johannes Rau bezeichnet. Nicht nur für seinen „Ziehsohn“ Thomas Oppermann ist Klaus Peter Bruns ein „authentischer Politiker“.
EC Am Goldgraben07.01.200415:30Begegnung mit der Vergangenheit: Verschiedene Blicke auf die Göttinger NS-ZeitEva Tichauer Moritz (Jüdisches Lehrhaus) und Video-Ausschnitte aus Interviews mit Göttinger Juden, die den Holocaust überlebt habenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWer kann sich noch erinnern, das am heutigen Standort von C&A früher das Kaufhaus Gräfenberg residierte (Weender Str. 19) oder wo das Schuhhaus Silbergleit in der Groner Straße war? 1933 existierten 97 jüdische Betriebe in Göttingen, 1939 nur noch zwei. Wir zeigen Videoausschnitte aus Interviews mit noch lebenden ehemaligen Göttinger Jüdinnen und Juden. Und wir sprechen mit heute in Göttingen lebenden Zeitzeugen über ihre Wahrnehmung der damaligen Zeit.
EC Am Goldgraben03.09.200315:30Mehr als Pasta, Döner und Zaziki: MigrantInnen in GöttingenVincenzo Santosuosso (Jg. 1944)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenAus unterschiedlichen Gründen kamen MigrantInnen seit den 1950er Jahren in die Bundesrepublik. Durch ihre Migration erlebten sie einschneidende biographische Brüche, die ihr Leben maßgeblich (mit)prägten. Ihre Entscheidung, auszuwandern und ein neues Zuhause in Göttingen aufzubauen, haben den Göttinger Alltag geprägt. Welche Erfahrungen haben sie hier gemacht? Wie erleben sie heute ihr Älterwerden? Vincenzo Santosuosso ist 1944 in Süd-Italien in der Nähe von Neapel geboren. Sein Weg als Arbeitsmigrant führte ihn in jungen Jahren zuerst nach Nord-Italien, wo er als gelernter Drucker auf dem Bau arbeitete, um das Familieneinkommen seiner 7-köpfigen Herkunftsfamilie aufzubessern. Ein Onkel in Göttingen besorgte ihm eine Arbeitsstelle. Am 9. Juli 1962, einem regnerischen Tag, kam er in Göttingen an, um im Sägewerk Holz Henkel seine Arbeit anzutreten. Als \"Italiener der ersten Stunde\" wird er über sein wechselvolles Berufsleben sprechen. Seine Erfahrungen mit Kollegen und Arbeitgebern, sein Engagement in der Gewerkschaft IG-Medien und das Älterwerden zwischen Italien und Deutschland werden ebenfalls Thema sein.
EC Am Goldgraben14.05.200315:30„Sie schufteten um ihr Leben...“ Ehemalige Göttinger Zwangsarbeiterinnen zu Gast in GöttingenDr. Cordula Tollmien, Jg. 1951, HistorikerinAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
EC Am Goldgraben05.02.200315:30Blatt für Blatt- Tabakanbau im EichsfeldEichsfelderin Elisabeth Kühne und Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar KleinekeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit dem 17. Jh. floriert im Eichsfeld der Tabakanbau. Durch eine Viruskrankheit wurde der gesamte Pflanzenbestand in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts vernichtet. Zur Zeit bauen wieder zwei Landwirte Tabak an. Die Eichsfelderin Elisabeth Kühne (77J.) war in jungen Jahren zusammen mit ihrer Schwester aktiv im Tabakanbau. Seit 16 Jahren ist sie bei jeder Ernte wieder dabei. Sie wird mit uns „in den Tabak gehen“ und uns anhand von Anschauungsmaterial die bäuerliche Kunst des Tabakerntens zeigen. Regionalgeschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe werden wir von der Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar Kleineke, erfahren. Der Dialog zwischen den verschiedenen Generationen lässt ungewohnte Perspektiven und Fragen wach werden. So ist die Frage nach der jugendlichen ersten Zigarette von einer 90jährigen Zeitzeugin ganz anders zu beantworten als von einer 20jährigen. Letztlich ist der gesellschaftliche Umgang mit den diversen \\\"Rauchwaren\\\" gefragt. Das reicht vom „Tabak als Heilmittel“ oder Tabak als Zahlungsmittel über \\\"Rauchen als Symbol der Frauenemanzipation\\\" bis hin zu gesundheitsfördernden \\\"Anti-Rauchprogrammen\\\" und den politischen Kämpfen um Raucher- bzw. Nicht-Raucherzonen.
EC Am Goldgraben05.06.200215:30Der Hoffmannshof in GöttingenIrmgard HoffmannAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen