Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Gesundheit & Bewegung“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Am Goldgraben15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
EC Am Goldgraben07.09.201115:30„Jede Oma zählt!“ Großmütter in Afrika übernehmen VerantwortungModeratorin Regina Meyer betrachtet mit den ZuhörerInnen Bilder der Ausstellung \"Stille Heldinnen\"Am Goldgraben 14, GöttingenDie Ausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids“ ist vom 23. August bis 20. September im Foyer des Neuen Rathauses Göttingen zu sehen. „HelpAge Deutschland“ zeigt mit dieser Ausstellung, dass Altern weltweit viele Facetten haben kann und oft Armut und Not bedeutet. Deshalb unterstützt HelpAge Projekte in Afrika, die Großeltern hilft, ihre an Aids sterbenden Kinder und die Enkelkinder zu versorgen. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wachsen bei ihren Großeltern, meist den Großmüttern, auf. Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt!“ ist die Schauspielerin Hannelore Hoger. Im Erzählcafé Am Goldgraben möchten wir den Blick über den eigenen Tellerrand richten und uns einige der in der Ausstellung portraitierten Großmütter genauer anschauen: Was berichten sie über ihren Alltag? Wie bewältigen sie diese Herkulesaufgabe überhaupt? Welche Unterstützung gibt HelpAge? Wie können wir helfen?
EC Am Goldgraben06.05.200915:30„Demenzkranken eine Stimme geben“ Erfahrungsberichte aus verschiedenen PerspektivenFamilie Kopp (Seniorenpflegezentrum Bovenden und Pflegeheim Wollbrandshausen), einer Angehörigen und einer LaienhelferinAm Goldgraben 14, GöttingenMenschen mit und ohne Demenz treffen im Alltag an vielen Orten aufeinander – und häufig kommen die „Gesunden“ mit dieser Situation nur schwer zurecht. Demenz – ein Krankheitsbild, das Angst macht. Ein aufgeklärter und kompetenter Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ist die richtige Antwort auf diese große persönliche und demographische Herausforderung. Am Informationsabend geben Inge Tödter (Laienhilfsdienst der Diakoniestation Göttingen) und Almuth Franz (Ärztin, Alzheimer Gesellschaft Göttingen) Einblicke in das Themenfeld und informiert u.a. über: Krankheitsbild, Abgrenzung zu normaler Vergesslichkeit, Diagnose, Behandlungs- und Versorgungs- möglichkeiten, Rolle der Angehörigen und mögliche Umgangsformen. Im Erzählcafé werden Angehörige und Laienhelfer über ihre Erfahrungen mit demenzkranken Menschen und die Bewältigung des Alltages sprechen. Familie Kopp leitet zwei Pflegeeinrichtungen in der Region und erhielt für ihre konzeptionelle Arbeit und für die vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit einer Demenzerkrankung zwei bundesweit anerkannte Auszeichnungen. Im Rundgespräch möchten wir auf die Rolle und Verantwortung des sozialen Umfeldes und der Kommune zu sprechen kommen.
EC Am Goldgraben04.06.200815:30Burnout im Freiwilligendienst? Zu den Rahmenbedingungen von EhrenamtlichkeitFrau Böhnel-Rösch, Beraterin und Koordinatorin von freiwillig EngagiertenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Burnout-Syndrom („Ausgebranntsein“) bezeichnet einen Zustand der totalen Erschöpfung. Ständige Frustration, Überlastung, zu hohe persönliche Erwartungen und Nichterreichen der eigenen Ziele können ein Bündel von Krankheitsbeschwerden hervorrufen. Bezogen auf den Berufsalltag ist das Burnout-Syndrom ein anerkanntes Krankheitsbild. Eine Leistungsgesellschaft, die aber immer mehr auf Freiwilligenarbeit setzt und deren Schnelllebigkeit auch dort um sich greift, sollte sich fragen: Wo liegen die Grenzen bei Freiwilligenarbeit? Wie kann Freiwilligkeit und Gesundheitsprävention im Ehrenamt berücksichtigt werden? Welche Rahmenbedingungen braucht Freiwilligenarbeit?
EC Am Goldgraben06.02.200815:30Unsichtbare Handicaps - Wie gehen wir mit Behinderung um?Lydia Schelper, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenWenn Sie den Begriff „Behinderung“ hören, fallen Ihnen bestimmt sofort Rollstuhlfahrer ein, vielleicht noch blinde Menschen. Wer aber bringt schon Asthmatiker oder Diabetiker, gehörlose Menschen oder psychisch gehandicapte Menschen mit diesem Wort in Verbindung? Beispiele Betroffener verdeutlichen, wie Menschen mit unsichtbaren Handicaps die gesellschaftliche Integration erleichtert werden kann – auch im Hinblick auf das eigene Älterwerden.
EC Am Goldgraben05.07.200615:30Was macht es attraktiv, älter zu werden? Kompetenzen des AlternsMit einer Erzählerin, Jg. 1937, und Dipl. Sozialpädagogin Almut SchillingAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Lebensbedingungen in der dritten Alternsphase haben sich in den letzten 50 Jahren gravierend verbessert. Lebenserwartung, medizinische Versorgung, ökonomische Grundlagen, Wissenszuwachs, Möglichkeiten des Reisens und vieles mehr sind gute Bedingungen, das Alter selbstbestimmt und kreativ zu erleben – wenn es die Gesundheit zulässt. Das setzt aber voraus, dass der Einzelne sich seiner im Leben erworbenen Ressourcen bewusst ist und sie einsetzen kann. Leider werden oft nur die belastenden Begleiterscheinungen des Alters in den Blick genommen. Das will das Erzählcafé ausbalancieren: Menschen, der jungen, mittleren und älteren Generation berichten, wie sie das Alt-Werden und Alt-Sein sehen bzw. gestalten und wie sie mit den kleinen und größeren Problemen umgehen – und sie möglicherweise in Lebenskompetenzen umzuwandeln. Dipl. Sozialpädagogin Almut Schilling ergänzt das Bild mit Ergebnissen ihrer Diplomarbeit Kompetenzen von älter werdenden Frauen“. Es gilt, einen neuen Blick zu wagen: weg von der Defizitvorstellung und hin zu neuer Offenheit, Freiheit und Fülle – zur Lust, alt zu werden. • Haben Sie Vorstellungen vom Älterwerden/Altwerden? • Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um? • Haben Sie Vorbilder?
EC Am Goldgraben01.02.200615:30Die andere Medizin Persönliche Erfahrungen mit verschiedenen BehandlungsmethodenMit Erzählerinnen der Jahrgänge 1934 und 1940Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenZwei Drittel der Deutschen nutzen alternative Heilmethoden, die auch als ergänzende Medizin oder Komplementärmedizin bezeichnet werden. Die Stiftung Warentest veröffentlicht in dem Buch „Die Andere Medizin“ zum fünften Mal Forschungs-ergebnisse zu vielen alternativen Verfahren, deren Bewertung z.T. sehr kontrovers diskutiert werden. Ist ein Glaubenskrieg um den richtigen Weg zur Heilung sinnvoll? In diesem Erzählcafé kommen die persönlichen Erfahrungen mit den verschiedenen Medizinrichtungen aus der Sicht Betroffener zu Wort – um die Vielfalt der Wege und Meinungen abzubilden. Zwei Frauen der Jahrgänge 1934 und 1940 werden über ihren Umgang mit der Schul- und der Alternativmedizin den Anfang in der Erzählrunde machen.
EC Am Goldgraben29.11.200419:00„Wie surfen von Welle zu Welle“ Zehn Jahre leben mit AidsMichael Jasper, Jg. 1955, Silke Eggers, Aids-Hilfe Göttingen e.V.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie letzten 10 Jahre waren eine bewegte Zeit, besonders für Menschen mit HIV und AIDS, aber auch für ihre Ärzte, ihr Umfeld und für die AIDS-Hilfe. 1994 – vor zehn Jahren: Diagnose „Aids“ für Michael Jasper, den damaligen Vorsitzenden der Freien Altenarbeit Göttingen. 1994 – zeitgleich der Beginn einer ganz „neuen Geschichte“ für das Haus Am Goldgraben 14: neues Domizil des Vereins, Start der Alten-WG und vieler weiterer Projekte – Herausforderungen pur, die Engagement und Standfestigkeit verlangen... Aus diesen zehn Jahren wird Michael Jasper aus seiner Perspektive erzählen – musste er seine Krankheit 1994 noch als schnelle Sterbeprognose begreifen, kamen kurze Zeit später, plötzlich und unerwartet für ihn, Medikamente auf seinen „täglichen Speiseplan“, die seine Lebensperspektive wieder deutlich öffneten: „Wie im Krimi“, so Michael Jasper. Aber was heißt das genauer: Leben und Arbeiten mit Aids – über ein ganzes Jahrzehnt hinweg?? Die, die Michael Jasper kennen, kennen auch seinen Optimismus und seine Zuversicht – aber gab es auch Rückschläge, schwierige Zeiten, Krisen? Leben mit AIDS, damals und heute: Sich laufend verändernde Situationen, Möglichkeiten, Hoffnungen, Perspektiven - aber auch Enttäuschungen, Verunsicherungen und Rückschläge. Neben der individuellen Perspektive von Michael Jasper berichtet Silke Eggers, seit 15 Jahren Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe, über die Entwicklungen der letzten 10 Jahre.
EC Am Goldgraben01.10.200315:30Krise als Chance Erfahrungen mit schwierigen LebenssituationenAnna Lou Orth (Jg. 1939)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWer kennt sie nicht: Schwierige Zeiten angesichts von Prüfungen, Beziehungsstress, Problemen am Arbeitsplatz, Weggang der Kinder, Krisen im Alter etc. ... Wie gehen andere Menschen mit großen und kleinen Krisen um? Wie bewältigen Menschen verschiedener Generationen die Schattenseiten ihres Lebens? Wir wollen über Lebenswege sprechen, in denen z.B. durch Schreiben, Malen oder biographischen Rückblick das Gehäuse des Schweigens geknackt und neue Kraft getankt werden konnte.
EC Am Goldgraben04.06.200315:30„Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen!“ Pflegende Angehörige berichten über ihre ErfahrungenThekla Kühne, AOK-PflegekasseAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Pflegebereitschaft innerhalb der Familien ist ungebrochen hoch. „Auf keinen Fall ins Heim!“ ist eine verbreitete Haltung der Angehörigen, während die betroffenen Pflegebedürftigen niemandem zur Last fallen wollen. Mit zunehmender medizinischer Versorgung steigt das Lebensalter und mehr Menschen sind potentiell von Pflege betroffen. Das Thema treibt viele Menschen um und wird in Zukunft eine zentrale gesellschaftliche Frage sein. Deshalb fragen wir nach: Pflege in der Familie: wie hat sich die Situation verändert? Zwischen Pflegebeziehung und Beziehungspflege: Wie kann ich mit dieser Verstrickung umgehen? Wo erhalten pflegende Privatpersonen Entlastung? Pflegende Angehörige berichten über ihre Erfahrungen und Lernschritte. Darüber hinaus wird Thekla Kühne über geschichtliche Entwicklungen, die aktuelle Situation und Hilfsmöglichkeiten informieren.
EC Am Goldgraben29.04.200315:30An den Tod denken – am besten zu LebzeitenCharlotte Lierse, Göttinger Alten-WG; Silke Eggers, Göttinger Aidshilfe e.V., Dr. phil. Alfred Simon, Akademie für Ethik in der Medizin e.V.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWir leben in einer Gesellschaft, wo viele möglichst lange leben wollen, ohne alt zu werden. Da bleibt oft wenig Zeit um das irdische Leben gut und versöhnt abzuschließen. Deshalb haben wir dem Erzählcafé Spezial den Titel gegeben: An den Tod denken – am besten zu Lebzeiten! Eine Aufforderung, der wir nachkommen wollen, weil in der Auseinandersetzung mit dieser existenziellen Frage sicherlich viel Bereicherung zu finden ist.
EC Am Goldgraben05.02.200315:30Blatt für Blatt- Tabakanbau im EichsfeldEichsfelderin Elisabeth Kühne und Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar KleinekeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit dem 17. Jh. floriert im Eichsfeld der Tabakanbau. Durch eine Viruskrankheit wurde der gesamte Pflanzenbestand in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts vernichtet. Zur Zeit bauen wieder zwei Landwirte Tabak an. Die Eichsfelderin Elisabeth Kühne (77J.) war in jungen Jahren zusammen mit ihrer Schwester aktiv im Tabakanbau. Seit 16 Jahren ist sie bei jeder Ernte wieder dabei. Sie wird mit uns „in den Tabak gehen“ und uns anhand von Anschauungsmaterial die bäuerliche Kunst des Tabakerntens zeigen. Regionalgeschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe werden wir von der Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar Kleineke, erfahren. Der Dialog zwischen den verschiedenen Generationen lässt ungewohnte Perspektiven und Fragen wach werden. So ist die Frage nach der jugendlichen ersten Zigarette von einer 90jährigen Zeitzeugin ganz anders zu beantworten als von einer 20jährigen. Letztlich ist der gesellschaftliche Umgang mit den diversen \\\"Rauchwaren\\\" gefragt. Das reicht vom „Tabak als Heilmittel“ oder Tabak als Zahlungsmittel über \\\"Rauchen als Symbol der Frauenemanzipation\\\" bis hin zu gesundheitsfördernden \\\"Anti-Rauchprogrammen\\\" und den politischen Kämpfen um Raucher- bzw. Nicht-Raucherzonen.