Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

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Veranstaltungen zum Thema „Religiöses“

ErzählcaféDatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
EC Leineberg15.04.201416:00 UhrSeelsorge in der LukaskircheWolfgang Friedl, kath. Pastoralreferent in der LukaskircheLukaskircheGut versteckt auf dem Leineberg gibt es eine Sehenswürdigkeit , die kaum im Bewusstsein vieler GöttingerInnen vorhanden ist - die Lukaskirche auf dem Gelände des Asklepios Klinikums. Wir wollen sie einen Nachmittag in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Führung wird das Thema Seelsorge sein, diese spielt eine bedeutende Rolle im Klinikalltag.
EC Am Goldgraben02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
EC Am Goldgraben04.01.201215:30Zeugen Jehovas und ihre Verfolgung im NationalsozialismusRenate Bekheet, Roland MüllerAm Goldgraben 14, GöttingenWeil sie nicht ‚Heil Hitler’ sagten und den Kriegsdienst ablehnten, wurden die Zeugen Jehovas schon 1933 von den Nazis verfolgt und in deren neu errichteten Konzentrationslagern inhaftiert. Der Vater unserer Zeitzeugin, Renate Bekheet (geboren 1931), kam als \\"Bibelforscher\\" zunächst ins Gefängnis und wurde dann 1936 in das KZ Buchenwald überführt. Ihre Mutter verbrachte zwei Jahre im Zuchthaus und kam ohne Prozess 1939 in das Frauen-KZ Ravensbrück. Renate Bekheets Eltern überlebten, aber die Unterdrückung hörte für die Familie nicht auf. Zusammen mit dem freien Journalisten Roland Müller wirft Frau Bekheet einen Blick auf den Leidensweg dieser viel zu selten wahrgenommenen Opfergruppe des NS-Regimes.
EC Am Goldgraben06.01.201015:30Zivilcourage im Nazi-DeutschlandKlaus Reichmuth (Jg. 1924), ehem. Pastor von St. Johannis GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenKurz vor seinem Abitur in Stettin im Januar 1942, bekleidet in seinem Mantel der Hitler-Jugend, wurde Klaus Reichmuth von der Gestapo ins KZ Sachsenhausen gebracht. Sein „Verbrechen“: im Biologie-Unterricht eine Abschrift der Predigt des Bischofs von Galen aus Münster vorgelesen zu haben. Er hat so Widerstand gegen die Euthanasie alter und behinderter Menschen geleistet. Klaus Reichmuth, Jg. 1924, von 1967 bis 1989 Pastor von St. Johannis, Göttingen, wird uns berichten, wie er im KZ überleben konnte und wie dies seinen weiteren Lebensweg geprägt hat. Die Christliche Opposition seiner Eltern in Nazi-Deutschland spielt darin eine große Rolle.
EC Am Goldgraben07.12.200515:30Der säkulare Staat als Hüter der GlaubensvielfaltPastor Ludger Gaillard, Christopherus-GemeindeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSymptome sich verändernder Religionen im Zeitalter der Globalisierung: Der 11. September 2002 und der „Krieg gegen den Terror“; der Vatikan als Medienhype und „Wir sind Papst“; Sektenähnliche Massenevents in den USA und die Kopftuch- Debatte in Deutschland. Das Thema „Religion“ ist brisant. Wir wollen mit einer neuen Veranstaltungsform, dem Philosophischen Café, komplexen Fragen nachgehen - und sie auch auf uns persönlich beziehen. • Was verstehe ich unter Religiosität? • Was ist mir ein säkularer Staat wert? Zusammen mit Pastor Ludger Gaillard (Christopherus-Gemeinde; Interreligiöser Runder Tisch) werden wir diskutieren, warum die Trennung von Staat und Kirche ein Garant für die Glaubensfreiheit ist.
EC Am Goldgraben02.04.200315:30Wir sollten alle Heiden sein! - Religion bzw. Weltanschauung in Ost- und WestdeutschlandProf. Dr. Horst von Gizycki und Pastor Ulrich ImmelmannAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenReligion bzw. Weltanschauung entsteht und existiert nicht im luftleeren Raum. In diesem Erzählcafé wollen wir über die Verwobenheit eigener Einstellungen mit gesellschaftlicher, generationsspezifischer und familiärer Herkunft nachdenken. Mit Hilfe von zwei Erzählern aus Ost- und Westdeutschland wird ein Stück Kulturgeschichte sichtbar: Pfarrer i.R. Ulrich Immelmann (Jg. 1930) war Superintendent in Weißenfels in der ehem. DDR und berichtet über die Beeinflussung von religiösem Bewusstsein durch Staat und Politik. Dr. phil. Horst von Gizycki (Jg. 1930), Professor für Psychologie und Kunst in Kassel, langjähriger Autor und zuletzt Mitherausgeber der Frankfurter Hefte, wird über Einflüsse verschiedener Religionen und ein eher ungewöhnliches Gottesbild erzählen. Zusammen wollen wir z.B. diesen Fragen nachgehen: • Wodurch wurde mein Glaube geprägt? • Welche Schlüsse können aus den Religionserfahrungen in DDR und BRD gezogen werden? • Welche Bedeutung hat Religion heute?