Göttinger Zeitzeugenprojekt

c/o Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37075 Göttingen
Tel.: 0551-43606, freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de

Erzählcafés (EC) im Raum Göttingen – Interaktive Karte

(für nähere Informationen die Symbolpunkte mit dem Mauszeiger berühren)
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Göttinger Zeitzeugenprojekt

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Veranstaltungen des Erzählcafés „EC Am Goldgraben“

DatumUhrzeitThema / TitelErzählerInVeranstaltungsortErgänzende Informationen und Materialien
06.07.201615:30 UhrZu Fuss in GriechenlandUta BergerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenEnde der 1950er Jahre: Uta Berger (Jg. 1935) wagt eine abenteuerliche Reise. Nur mit einem Rucksack auf dem Rücken erwandert sie drei Monate lang Griechenland. Ein Zelt hat sie nicht dabei, Detail-Karten gibt es nicht. Die Antike fesselt sie: Delphi, Olympia, Mykene und noch viele weitere Orte wird sie sehen, Einblick in das Leben der griechischen Bevölkerung erhalten, Dinge erleben, die sie bis heute erfüllen. Wir werden mit Uta Berger gemeinsam auf diese Reise gehen, die sich von heutigen Wander- und Trekkingtouren durch Vieles unterscheidet. Und natürlich werden wir uns auch an eigene Reiseerlebnisse erinnern.
01.06.201615:30 UhrHebammen in unserer ZeitSandra HartwigsenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Hebammenkunst ist eine traditionelle Kulturform, die sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert hat. Schon immer und überall auf der Welt haben erfahrene Frauen Gebärenden zur Seite gestanden. Das Besondere der Hebammenhilfe ist, dass sie auf einen natürlichen Prozess begleitet und mit wenig technischen Hilfsmitteln auskommt. Genau das wird in Zeiten zunehmender Technisierung der Medizin zu einer enormen Herausforderung. Sandra Hartwigsen (Jg. 68) wird über die Veränderungen im Hebammenalltag erzählen; geplant ist, dass ihre Erzählungen um die Perspektiven einer Auszubildenden und einer Hebamme im Ruhestand ergänzt werden.
06.04.201615:30 UhrDemokratie lernenNina Koebernick, Lea SiemonAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn einer demokratischen Gesellschaft haben alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten. Dies gelingt über politische Partizipation der Einzelnen. Demokratie kann gelernt werden, wie wir in diesem Erzählcafé mit Nina Koebernick (JG. 1975) und Lea Siemon (Jg. 1998) erfahren werden. Nina Koebernick erzählt von ihren politischen Aktivitäten als Schülerin, von ihrem aufgeschlossenen Elternhaus und ihrer jahrelangen Arbeit in einem alternativen Schulprojekt in Ecuador. Als Gymnasiallehrerin am THG gibt sie ihre Erfahrungen und Visionen weiter. Lea Siemon wird über die demokratischen Strukturen ihrer Schule berichten, über selbstorganisierte Demonstrationen, Schüleraustauschprogramme und klasseninterne Abstimmungsrunden.
02.03.201615:30 UhrWillkommen in Göttingen!Bettina Briesemeister zusammen mit GeflüchtetenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie geht es den Helfenden? Wie können die Geflüchteten selbst aktiv werden und ihr Leben in Göttingen zunehmend eigenständig gestalten? Die Leiterin der Wohnanlage Zieten Bettina Briesemeister, Bonveno Göttingen gGmbh, berichtet zusammen mit Geflüchteten über den Alltag der Helfenden und der neuen Bewohner_innen. Zum einen geht es um die Motivation und Wünsche der Menschen, die sich freiwillig engagieren. Zum anderen stellt sich die Frage, was die Geflüchteten brauchen, um sich im alltäglichen Leben zunehmend selbstständig orientieren zu können?
03.02.201615:30 UhrPflegen und geplegt werdendrei PflegekräfteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenStudierende, die im Lernforschungsprojekt PflegeKultur des Instituts für Kulturanthropologie mitarbeiten, bereiten gemeinsam mit dem Göttinger Zeitzeugenprojekt ein Erzählcafé zum Thema „Pflegen und gepflegt werden“ vor. Ziel ist es, konkrete Anhaltspunkte zum (Selbst-) Verständnis der Pflegekultur sichtbar werden zu lassen, sowohl aus der Perspektive der Pflegenden als auch der Gepflegten. Erzählende wahren: Monika Heinrici (Ausbildung 1980), Hartmut Wolter (Ausbildung 2006), Björn Bruntoop (Ausbildung 1990)
13.01.201615:30 UhrGöttingen, April 1945Dr. Martin HeinzelmannAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Lokalhistoriker Dr. Martin Heinzelmann, Göttingen, berichtet aus seinen Forschungen zum Kriegsende in Göttingen, anschließend finden Erinnerungen an den April 1945 in Göttingen aus dem Publikum Gehör. Als sich US-Truppen Göttingen näherten, gab es in der wenig zerstörten Stadt neben den Einwohnern zahlreiche Verwundete, viele Flüchtlinge und mindestens 10.000 Zwangsarbeiter. Alle erlebten die kommenden Tage aus einer eigenen Perspektive. Die Situation in Göttingen war unklar: der NSDAP Kreisleiter Dr. Gengler forderte entschlossenen Widerstand. Oberbürgermeister Gnade wollte retten, was zu retten war. Gegen Mittag des 8. April 1945 wurde Feindalarm ausgelöst, einige Granaten schlugen ein. Der Oberbürgermeister traf die US-Truppen vor dem Rathaus an, die ohne Kampf eingerückt waren. Der Kreisleiter war heimlich geflohen und Göttingen vom NS-Regime befreit.
02.12.201515:30 UhrSehnsucht nach einer heilen Welt?Robin KreideAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Wer sich als Künstler auf eine Bühne stellt, muss Menschen mit seinem Wesen abholen können“ sagt ihr Schlagertextschreiber Tobias Reitz. Fühlen Sie sich angesprochen von Liedtiteln wie „Atemlos durch die Nacht“, „Marathon“, „Fehlerfrei“ oder „Die Hölle morgen früh“? Fünf Millionen Menschen schauten sich 2013 ihre Weihnachtshow im Fernsehen an. Überhäuft von Preisen gibt sie Konzerte in Fußballstadien und wird selbst von Politikern gewürdigt. Im Erzählcafé wollen wir anhand eines Musikvideos von Helene Fischer miteinander ins Gespräch kommen. Sind „heile Welten“ als Oasen im Alltag legitim? Geht es bei Helene Fischer überhaupt um „heile Welten“?
04.11.201518:00 UhrTrans* in GöttingenTill AmelungAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWie hat sich die Situation für transgeschlechtliche Menschen in Göttingen seit den 1980er Jahren verändert? Till Amelung, Geschäftsführer des Landesverbandes für transgeschlechtliche Selbstbestimmung Niedersachsen e.V., und Jacqueline, Leiterin der Göttinger Gruppe \"Bi free\", werden jeweils als Privatpersonen und Aktivisten/innen über ihre Erfahrungen erzählen. Wie hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz entwickelt? Inwieweit fühlen sich Trans*Menschen in queeren Kreisen wohl? War das Trans*Leben in früheren Jahren schwieriger und haben es die jungen Trans*Menschen heute leichter?
07.10.201515:30 UhrRainer Müller Bürgerrechtler, Leipzig 1989Rainer MüllerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Bürgerrechtler und Historiker Rainer Müller (Jg. 1966) zählt zu den Initiatoren der Oppositionsbewegung rund um die friedliche Revolution in Leipzig 1989. Er setzt sich ein für: „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Er ist in verschiedenen Gruppen tätig, schreibt Flugblätter, gestaltet Plakate und entwirft Visionen für ein gerechteres Leben. In einem Interview sagt er: „Wir wollten, dass dieses Land nicht kaputt geht.“ In diesem Erzählcafé wollen wir mit Rainer Müller über sein Leben ins Gespräch kommen und über friedliche Formen von Zivilcourage. Wie ist er aufgewachsen? Was hat er als Jugendlicher in der DDR erlebt, was hat ihn geprägt?
02.09.201515:30 UhrMänner in der AngehörigenpflegeProf. Manfred LangehennigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer Erzähler Manfred Langehennig, Jg. 1945, Prof. em., lehrt im Fachbereich Gesundheit und Soziales an der Frankfurt University. Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat er sich mit der Situation pflegender Männer in der häuslichen Pflege befasst. Über ein Drittel der Hauptpflegepersonen sind Männer, es handelt sich hier also nicht um eine Randerscheinung. Wie gehen Männer mit ihrem Erleben um, wie gestalten sie ihr Umfeld? Gibt es besondere Bedarfslagen für pflegende Männer? Es ist höchste Zeit, sich genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem hinsichtlich berufstätiger Männer und ihren Möglichkeiten, aber auch ihrer Bereitschaft, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.
01.07.201515:30MEIN SOMMER IN NORWEGEN - Das erste Mal im AuslandDr. Susanne Schlink (Jg. 1960)Am Goldgraben 14, GöttingenOb Interrail-Ticket, Schüleraustausch oder Auslandspraktikum. Viele von uns durften oder mussten eine Zeit lang ganz woanders sein - in der Fremde und doch irgendwie schon bald zuhause in einer anderen Welt. Dr. Susanne Schlink (Jg. 1960) berichtet von ihrem Sommer in Norwegen - mit Heuernte, Walderdbeeren und Blaubeermarmelade. Für sie wird ihr landwirtschaftliches Praktikum, das sie 1980 auf einem Demeterhof in Norwegen absolvierte, nicht nur eine Durchgangsstation auf ihrem Weg nach Göttingen ins Studium, sondern zum prägenden Erlebnis. Umrahmt von norwegischen Liedern, Gedichten und Geschichten wollen wir uns über unsere \"ersten Auslandsaufenthalte\" austauschen.
03.06.201515:30DAS LEBEN LIEBEN DAS STERBEN LERNEN - Leben mit einer lebensbedrohlichen KrankheitChristiane Bruett-KlementAm Goldgraben 14, GöttingenChristiane Bruett-Klement bekam vor etwa 20 Jahren eine gefährliche Blutkrebserkrankung. Sie war damals eine junge Mutter mit zwei Kleinkindern, arbeitete in einer Goldschmiede und musste sich plötzlich mit ihrem möglichen eigenen Tod auseinandersetzen. Sie ging offensiv mit ihrer Krankheit um, sprach mit den Kindern und stellte sich auf das mögliche Sterben ein. Diese Zeit des Nachdenkens und Besinnens hat ihr weiteres Leben geprägt. Sie gab mit ihrem Beruf als Goldschmiedin auch viele Werte der Leistungsgesellschaft auf. Heute engagiert sie sich in sozialen Projekten und dem Sportverein ASC. Wir wollen mit ihr darüber ins Gespräch kommen, was das Leben ausmacht. Auch im Angesicht des Todes!
06.05.201515:30ZIVILCOURAGE UND WIDERSTAND 1933-45 - Spurensuche in GöttingenDr. Rainer Driever (Jg. 1961), Karin Rohrig (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, GöttingenZusammen mit dem Historiker Dr. Rainer Driever (Jg. 1961) vom Projekt \\\"Widerstand in Göttingen\\\" und der Zeitzeugin Karin Rohrig (Jg. 1938) wollen wir 70 Jahre nach Kriegsende auf Spurensuche gehen. Wie haben sich Bürger/innen aus Göttingen und Umgebung gegen das Unrechtsregime gewehrt? Wie haben sie sich ihre Menschlichkeit bewahrt? Woraus haben sie ihre Kraft geschöpft? In diesem Erzählcafé soll es sowohl um Formen des organisierten Widerstandes als auch um Verweigerungen, Handlungen bzw. spontane Aktionen einzelner Menschen in Göttingen gehen.
17.04.201517:00OSTERN KAM MAN AUS DER SCHULE - Jugendliche in der LandwirtschaftAxel Unger (Geschäftsführer des Internationalen Schulbauernhofs)Internationaler Schulbauernhof, Lehmkuhlenstraße 3, 37181 HevensenDer internationale Schulbauernhof bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleben. Vor 50 Jahren war das noch ganz anders. Die meisten 14-jährigen kamen mit der Konfirmation zu Ostern aus der Schule und mussten mitarbeiten, bevor sie später in eine Lehre gingen. Auf dem Schulbauernhof lernen heute junge Menschen die Arbeiten (kennen), die früher selbstverständlich auf alle Generationen verteilt waren. Geschäftsführer Axel Unger wird Ziele und Hintergründee des Schulbauernhofs darstellen. Was lernen junge Menschen heutzutage über die Landwirtschaft?
15.04.201516:00LEBENSLUST UND MEHR - Altersbilder einmal andersIlona NolteGalerie Apex, Burgstraße 46, 37073 GöttingenIlona Nolte sagt, dass sie sich für Menschen interessiert - ihre Haltung, ihre Mimik, ihre Bewegungen und ihre Gestalt. Sie malt skurrile Typen, schrullige Weiber, starke Frauentypen und melancholische Alltagsszenen. Ihre Bildsprache ist direkt und fordert zur Kommunikation auf. Alte Menschen versprühen auf ihren Bildern eine ansteckende Lebenslust. Über die Motive und die Motivation der Künstlerin erfahren Sie mehr in diesem Erzählcafé.
22.03.201515:00DANS OP DE DEEL - Erzählcafé mit Tanzvorführung und Verführung zum TanzDr. Michael Groß (Jg. 1954), Dr. Susanne Schlink (Jg. 1960)Wilhelm-Busch-Stube Herzberger Str. 20, 37136 EbergötzenJahrhundertelang war der Paartanz auf den Dörfern Mittelpunkt des sozialen Lebens. Zu Kirchweih oder Michaeli hat man Geschäfte angebahnt, erste Küsse ausgetauscht oder Ehen versprochen. Dr. Michael Groß und Dr. Susanne Schlink (Jg. 1954 / 1960) erzählen, warum die schöne, alte Tradition des Paartanzes so sehr an Bedeutung verloren hat und wie sie mit ihrer jungen Kulturinitiative \\\\\\\"Dans op de Deel\\\\\\\" den Tanz als verbindendes Miteinander zurück auf die Dörfer holen wollen. Besonders fasziniert sie dabei der \\\\\\\"Tango Argentino\\\\\\\". Man kann auch gern allein zu diesem Erzählcafé kommen!
04.03.201515:30KOMMUNIKATION IM INTERNET - Geteilte Gesellschaft?Ansgar Wied, Paulina Brodmerkel, Paul LindstedtAm Goldgraben 14, GöttingenWelches Equipment benötigen Jugendliche, um untereinander, mit Lehrerinnen, Lehrern, Eltern oder Großeltern kommunizieren zu können? Drei jugendliche Experten einer 11. Klasse, Ansgar Wied, Paulina Brodmerkel und Paul Lindstedt, berichten dazu aus ihrem Alltag. Kritisch werden sie auf die Errungenschaften des Internets eingehen, aber auch auf die Gefahr einer geteilten Gesellschaft. Letzteres jedoch aus ihrer Sicht! Die Frage, inwieweit das Internet zu einer Teilung der Gesellschaft führt oder nicht, wird den Schwerpunkt des Nachmittags bilden.
08.02.201517:00UNSERE DÖRFER VERÄNDERN IHR GESICHT - Bauerntöchter erzählenCarolin Hoffrogge-Lee, Dr. Heidi BouwsBergmanns Bauernstube Atzenhäuser Starße 3, 37127 BarlissenZwei Bauerntöchter werden mit ihren Erzählungen den Wandel in den Dörfern illustrieren. Dr. Heidi Bouws hat als Agrarwissenschaftlerin den Hof ihrer Eltern übernommen und betreibt dort heute einen ökologischen Betrieb mit Natur- und Landschaftspflege. Carolin Hoffrogge-Lee ist auf einem großen Hof im Oldenburger Land aufgewachsen und hat ihn zum Studium der Sozialwissenschaften verlassen. Als Journalistin beleuchtet sie das Dorfleben oder nachhaltige Landwirtschaft immer wieder kritisch. Bei Kaffee und Kuchen möchten wir über den Wandel in den Dörfern miteinander ins Gespräch kommen.
04.02.201515:30FLÜCHTLINGE IN GÖTTINGEN - Wie kann Integration funktionieren?Dana Gaef und drei FlüchtlingeAm Goldgraben 14, GöttingenDana Gaef arbeitet im Migrationszentrum für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Er wird uns seine Arbeit sowie die regionale Flüchtlingsarbeit vorstellen. Zu Gast sein werden auch betroffene Menschen aus arabischen Ländern (Syrien, Gaza, Sudan), die über ihre Fluchtgründe und -situationen berichten. Ausgehend von den Erzählungen dieser Zeitzeugen suchen wir nach Möglichkeiten zur Unterstützung der Flüchtlinge im Alltag, wodurch Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut und gestärkt wird.
21.01.201517:00ZWISCHEN ELTERNHAUS UND FRONT…Autorin Christa Grothe, Jg. 1951Am Goldgraben 14, 37077 Göttingen…zwischen Landwirtschaft und Feldhaubitze Der Zweite Weltkrieg veränderte alles Leben. Während die Männer zum Dienst an der Waffe eingezogen wurden, lastete der Alltag daheim auf den Schultern der zurück gebliebenen Frauen, Kindern und Alten. Die Autorin Christa Grothe, Jg. 1951, liest aus den Feldpostbriefen von Heinrich Bertram, einem 24-jährigen Landwirt aus Niedersachsen. Durch den engen Briefwechsel zwischen ihm, seiner Stiefmutter und seinen drei jüngeren Schwestern entsteht ein einzigartiges Kaleidoskop. Es veranschaulicht sowohl das schwierige Leben auf dem Hof und im Heimatdorf als auch das Kriegsgeschehen.
03.12.201415:30GEDENKEN ANDERS DENKENKristina Blömer, Jg. 1983, Regionalbeauftragte Hessen Nord im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.,Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenArbeit für den Frieden - „Versöhnung, Verständigung, Freundschaft – Arbeit für den Frieden“ dieser Text ist auf den Plakaten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zu lesen. Viele Menschen wissen nur wenig über diese Arbeit für den Frieden, ordnen sie gar eher militärischer als pazifistischer Arbeit zu. Doch der Wertewandel, den es seit der Gründung im Jahr 1919 innerhalb des Volksbunds gab, ist unübersehbar. Kristina Blömer, Jg. 1983, Regionalbeauftragte Hessen Nord im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., wird über Friedens-, Bildungs-, Jugend- und historische Arbeit, gemeinsames Gedenken und die Geschichte des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. sowie über ihre eigenen Bezüge zum Thema erzählen.
12.11.201417:00ICH HATTE EINEN SCHIEßBEFEHLAutor Paul Küch, Jg. 1963Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenGezählte Tage im Eichsfeld - Der Autor Paul Küch, Jg. 1963, schildert den Alltag eines DDR-Grenzers aus seinem persönlichen Erleben: Sein einjähriger NVA-Grenzdienst wurde von ihm nach der Grundausbildung im Eichsfeld abgeleistet. Zwischen den Buchdeckeln von „Ich hatte einen Schießbefehl“ liegen 22 Lebensjahre. Paul Küch schildert persönliche Schwächen aus Kindheit und Schulzeit, erläutert, wie er als 20-jähriger Wehrpflichtiger mit dem Schießbefehl leben musste und bleibt in der Einschätzung dessen, was das System von ihm abverlangte, authentisch und konkret. Der Autor liest selbst Auszüge aus diesem Zeitzeugenbericht besonderer Art und steht im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung.
05.11.201415:30ALS BAUSOLDAT IN PRORADr. Stefan Wolter, Historiker und AutorAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenZwangsarbeit in der DDR!? Stefan Wolter, Jg. 1967, hat sich 1986 bei der Musterung der NVA aus Glaubens- und Gewissensgründen entschieden Bausoldat zu werden. Seit 1964 war es in der DDR möglich, diesen Dienst ohne Waffe innerhalb der NVA zu wählen. Nur wenige Männer entschieden sich für diesen von Schikanen und harter, oft auch gefährlicher Arbeit geprägten Weg, gesellschaftliche Ächtung und berufliche Nachteile in Kauf nehmend. Im Erzählcafé wollen wir mit Dr. Stefan Wolter, Historiker und Autor, über seine Zeit als Bausoldat, aber auch über diese längst nicht aufgearbeitete bzw. gern verschleierte DDR-Geschichte ins Gespräch kommen. Einige seiner Bücher zu dieser Thematik werden vorgestellt.
22.10.201418:00LESBISCHE NETZWERKE – WOHER UND WOHIN?Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenMitte Juni 2014 wurde in der Akademie Waldschlösschen das Netzwerk LiN – Lesbisch in Niedersachsen gegründet – eine Sternstunde der lesbischen Bewegungsgeschichte! Noch nie gab es eine vom Land Niedersachsen geförderte lesbische Struktur. Lesbisch lebende Frauen aus der Region sind herzlich eingeladen, LiN mitzugestalten – sowohl bei den gemeinsamen politischen Zielen nach außen als auch bei einer starken Vernetzung nach innen. Die heutige Veranstaltung beginnt mit einem Erzählcafé mit zwei lesbischen Zeitzeuginnen. Von früheren lesbischen Initiativen in Göttingen soll der Bogen gespannt werden zu aktuellen lesbischen Lebenswelten. Welche Erfolgsfaktoren von „damals“ sollten in unserem Handgepäck nicht fehlen? Und welche Forderungen stehen heute auf dem lesbenpolitischen Kompass?
01.10.201415:30LOU ANDREAS-SALOMÉLiteraturwissenschaftlerin Dr. Heidi GidionAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenSchriftstellerin, Psychoanalytikerin, beeindruckende Persönlichkeit Als Louise von Salomé 1861 in St. Petersburg geboren, war sie zu ihrer Zeit eine ganz und gar ungewöhnliche Frau, in vieler Hinsicht. Von 1903 bis zu ihrem Tod 1937 lebte Lou Andreas-Salomé einerseits als Ehefrau des bedeutenden Orientalisten Friedrich Carl Andreas in Göttingen. Andererseits war sie monatelang weit entfernt auf Reisen, nicht nur von Paris bis Wien. Von dieser zweigeteilten Existenz und darüber, was ihr wohl in Teilen der Göttinger Bevölkerung den Schmähnamen \"Hexe vom Hainberg“ eingebracht hat, erzählt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heidi Gidion. Sie versucht einen Überblick über das selbstbestimmte Leben und das vielschichtige Werk dieser sie beeindruckenden Frau und stellt sie als Erzählerin vor, mit Leseproben. Im Anschluss daran möchte sie mit Ihnen gemeinsam über diese Weise von Frau-Sein nachdenken und sich darüber austauschen.
10.09.201415:30KUNSTVOLL SCHEITERN…Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960Am Goldgraben 14, 37077 Göttingen... Humor im Alltag - mit und ohne rote Nase Die Clownin Elke Vaupel, Jg. 1952 erzählt in der Reihe „Perspektive 50 Plus“ über ihre Clownausbildung bei David Gilmore. Zusammen mit der Heilpraktikerin für Psychotherapie, Evelyn Tihl, Jg. 1960, wird sie über Perspektivwechsel in der zweiten Lebenshälfte, den Spaß am Ernst des Lebens, sowie die heilsame Wirkung von Humor und seine Auswirkungen auf Kommunikation und Gesundheit erzählen. Seien Sie herzlich eingeladen, einen etwas anderen Blick auf das „Theater des Alltags“ zu werfen und entdecken Sie Ihren Humor - die Kraft des Lachens liegt in jedem Menschen.
03.09.201415:30ES WAR EINE WELT FÜR SICH - Leben im und Abschied aus dem RiesengebirgeHanna Schröter, Jg. 1924Am Goldgraben 14, 37077 GöttingenMit ihren 90 Jahren kann sich Hanna Schröter, Jg. 1924, sehr gut an Kindheit, Jugend und Erwachsensein im damaligen Bad Warmbrunn, Niederschlesien, erinnern. Allmählich drang die Naziideologie in den idyllischen, seit dem Mittelalter beliebten Kurort. Der Krieg spielte sich lange weit weg ab und die als sicher geltende Gebirgsregion war für viele Deutsche „der Luftschutzkeller Deutschlands“. Nach Kriegsende wurde aus Bad Warmbrunn das polnische Cieplice Śląskie-Zdrój. Um nicht die offizielle Ausweisung abwarten zu müssen, machte sich Hanna Schröter 1946 allein in eine unbekannte Zukunft auf den Weg. Hanna Schröter erzählt in diesem Erzählcafé über den Verlust der Heimat und über einen neuen Anfang.
02.07.201415:30Pack die Badehose ein, nimm dein kleines SchwesterleinAm Goldgraben 14, GöttingenLieder, Gedichte und Geschichten zum Thema Sommer. Wo haben Sie früher gebadet und wo gab es das beste Eis? Wir wollen gemeinsam über Sommerfrische, Wanderungen, Kirmes auf dem Dorf, Zelturlaub und was uns noch zum Thema Sommer einfällt erzählen.
04.06.201415:30 UhrWer waren Barbara, Ehrengard Schramm und Hermann Löns?Klaus Wetting (Jg. 1940)Am Goldgraben 14, GöttingenGöttinger Straßen - und Platznamen nach 1945 Der Göttingenkenner und Autor des Buches „Spurensuche und Fundstücke - Göttinger Geschichten“, Klaus Wettig, Jg. 1940, kann als Göttinger Urgestein viel darüber erzählen wann und warum ab 1945 Straßen neue Namen bekamen. Er hat einige dieser besonderen Menschen persönlich gekannt, deren Namen heute Straßen tragen. Wie diese neu benannten Straßen, so ist auch die Biografie von Klaus Wettig geprägt von den politischen Umbrüchen in seiner Heimatstadt. Über beides wollen wir mit Klaus Wettig ins Gespräch kommen.
18.05.201415:00 UhrAlt werden in linken BewegungenHolbornsches Haus, Rote Straße 34, GöttingenWas verändert sich für Aktive, die in linken Bewegungen alt werden? Können und wollen sie bei „typischen“ Politikformen noch mitmachen? Welche Möglichkeiten bzw. Beschränkungen gibt es in der Szene für eine generationenübergreifende Zusammenarbeit? Wie solidarisch sind Netzwerke, wenn es um Alltagsbewältigung geht? Einige ältere GöttingerInnen erzählen von ihren Erfahrungen und Erwartungen.
07.05.201415:30 UhrAlte Träume - das boat people projekt und die Bretter die die Welt bedeutenFranziska Aeschlimann (Jg. 1961), Reimar de la Chevallerie (Jg. 1967)Am Goldgraben 14, GöttingenRegisseurin Franziska Aeschlimann, Jg. 1961 und Regisseur Reimar de la Chevallerie , Jg. 1967, berichten über ein ungewöhnliches Kunstprojekt mit Menschen, die auf eine lange wechselvolle Lebensgeschichte zurückblicken sowie über ihre eigene Biografie.
13.04.201410:00Die Stadt im FokusThomas Lanz (Jg. 1955)Am Goldgraben 14, GöttingenDer Fotograf Thomas Lanz, Jg. 1955 bietet, als Ergänzung zum Erzählcafe Fokus verändern, (Blick-)Winkel weiten, Möglichkeiten ausleuchten...vom 09.November 2013 einen Fotorundgang durch Göttingen an. Unter Anleitung des erfahrenen Fotografen gehen wir auf Entdeckungsreise durch unsere Stadt, um die gewohnte Umgebung neu zu entdecken und die Perspektiven auf Altbekanntes zu verändern.
02.04.201415:30Die Kraft des LachensRita Dornieden (Jg. 1951)Am Goldgraben 14, Göttingen„Lachen ist die beste Medizin und ein Geschenk des Lebens“. Das weiß auch Rita Dornieden, Jg. 1951. Sie erzählt uns wie sie zum Lachyoga kam und warum die so positive Wirkung des Lachens auf Körper, Geist und Seele unabhängig vom Grund des Lachens ist. Am ersten April werden Streiche gespielt und Scherze gemacht. Einen Tag danach laden wir dazu ein, über das Lachen zu erzählen. Lachend geht alles leichter! Wir werden uns auf das Lachen besinnen, die ein oder andere Übung ausprobieren und uns vom Lachen anstecken lassen. Wann haben Sie das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht, sich vom Lachen anderer anstecken lassen?
07.03.201416:00Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis GöttingenAngelika Kruse (Jg. 1957), Gisela Steinmann (Jg. 1949), Annelie Thieme (Jg. 1948)Rheinhäuser Landstraße 4, Kreishaus, GöttingenMitte der 80er-Jahre wurden bundesweit Stellen für kommunale Frauenbeauftragte eingerichtet. Dies waren die Anfänge der Institutionalisierung kommunaler Gleichstellungsarbeit. Zur Entwicklung der Gleichstellungsarbeit im Landkreis Göttingen erzählen Angelika Kruse (Jg. 1957), Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen; Gisela Steinmann (Jg. 1949), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Hann. Münden; Annelie Thieme (Jg. 1948), Arbeitskreis Kommunale Frauenbeauftragte Adelebsen
05.03.201415:30Doris Thomson - Eine Biographie gegen das Bild der ZeitDoris Thomson (Jg. 1924)Am Goldgraben 14, GöttingenEine Kindheit in Estland, Innenarchitektur-Studium in Posen, Flucht und Vertreibung während des zweiten Weltkriegs, Au-Pair in Schweden, als Schiffsköchin durch das Eismeer. Doris Thomson, Jg. 1924, hat in 89 Jahren viel erlebt, das sie während des Erzählcafés mit uns teilen möchte.
12.02.201415:30Ein bewegtes Leben - Ein junger Arzt in Zeiten des KriegesDr. Horst Haferkamp (Jg. 1941), Dr. Bruno Kottwitz (Jg. 1916)Am Goldgraben 14, GöttingenDie Biografie von Dr. Bruno Kottwitz, Jg. 1920, ist mehr als ereignisreich. Das Leben bescherte ihm Kontakt mit Menschen und führte ihn an Orte, die die deutsche (Medizin-)Geschichte prägten. Zusammen mit Dr. Horst Haferkamp, Jg. 1941, Chirurg und Medizinhistoriker, wird er über viele Stationen seines Lebens berichten.
05.02.201415:30Tierische Therapeuten - Lernen von Esel und PferdHelgard Greve (Jg. 1953)Am Goldgraben 14, GöttingenHelgard Greve, Jg. 1953, begleitet Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Dabei nutzt sie die soziale und kommunikative Kompetenz von Tieren um mit Menschen zu arbeiten. Helgard Greve wird uns berichten, wie sie zu dieser Arbeit fand und was diese auszeichnet. Auch wir werden uns sicher an das ein oder andere prägende Erlebnis mit Tieren erinnern.
22.01.201415:30Mein geliebter Großvater... Ich wünschte er hätte sich verweigertDaniel GaedeAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Spielräume gab es während des Nationalsozialismus? Wer hat diese wie genutzt? Welche Wertvorstellungen waren ausschlaggebend für dieses Verhalten? Wie können die Nachgeborenen die Vergangenheit mit Blick auf Gegenwart und Zukunft so thematisieren, dass ein tieferes Verständnis füreinander entwickelt und Normen für das eigene Verhalten fundiert werden können? All diese Fragen möchte Daniel Gaede mit seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion beleuchten.
08.01.201415:30Ein deutsches Kriegskind und sein schwieriger Platz in der VolksgemeinschaftDr. Katja LangenbachAm Goldgraben 14, GöttingenDie unterschiedlichen Erfahrungen die Kriegskinder innerhalb Deutschlands gemacht haben, werden oft vergessen. Das Wissen über die vielen individuellen Schicksale kann uns aber helfen, diese Zeit besser zu begreifen. Dr. Katja Langenbach wird von ihrem Leben während der Zeit des Nationalsozialismus erzählen und berichten, was es bedeutete einen - wenn auch getauften - jüdischen Vater zu haben. Auch nach Kriegsende 1945 blieb viel Gedankengut aus der Vergangenheit in der Gesellschaft lebendig, wurde nicht aufgearbeitet und prägte somit das weitere Leben unserer Erzählerin.
07.01.201415:30TRUG & SCHEIN – Ein BriefwechselAm Goldgraben 14, 37077 GöttingenEine kritische Begegnung mit dem Alltag im Nationalsozialismus - Trug & Schein folgt dem Briefwechsel von Roland Nordhoff und Hilde Laube. Zwei ganz gewöhnliche Deutsche, die sich im Kirchenchor begegneten. Sie ist 1920, er 1907 geboren. Sie gehört dem Proletariat, er dem Bürgertum an. Beide sind evangelisch und gläubig. Aber wie stehen sie zum Nationalsozialismus, zu Krieg, Literatur, Ehe, Geschlechterrollen? Ihre Briefe erzählen über Gott und die Welt und bieten so die Möglichkeit, zeitgenössische Perspektiven auf den Alltag im Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg einzufangen. Diese Möglichkeit nutzt ein generationenübergreifendes Praxisprojekt des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen und des Göttinger Zeitzeugenprojekts. Die Briefe werden von Studierenden, also der Kriegs-Enkel- und Urenkelgeneration gelesen. Gemeinsam möchten wir mit Ihnen zu Themen wie Erinnerung, ZeitzeugInnenschaft und Geschichtsvermittlung ins Gespräch kommen.
04.12.201315:30Päckchen packen!Brigitte BeinlichAm Goldgraben 14, GöttingenPakete und Päckchen: Sie können Freude bereiten und materielle Not lindern. CARE-Pakete die nach Ende des Zweiten Weltkrieges verschickt wurden oder auch Westpakete, die Westdeutsche an Familienangehörige und Freunde in der DDR sandten, lösten Freude aus. Auch heute werden, insbesondere in der Weihnachtszeit, zahlreiche Päckchen gepackt und verteilt. Die Gründe sind unterschiedlich. Gemeinsam ist allen jedoch die Freude, die Päckchen auslösen – beim Packen, Verschenken und Verteilen ebenso wie beim Erhalten. Wer sich beschenken lassen möchte, ist herzlich eingeladen sich bei diesem Erzählcafé überraschen zu lassen.
14.11.201317:30Queer leben - queer altern?!Jacqueline, Klaus und KatrinAm Goldgraben 14, GöttingenWelche Lebens- und Wohnsituation strebe ich für meinen Ruhestand an? Was brauche ich, um im Alter gut versorgt zu sein? Zu dieser Frage kommen mehrere homo- beziehungsweise transsexuelle ErzählerInnen miteinander ins Gespräch. Sie berichten über Erfahrungen mit dem Älterwerden und über ihre Vorstellungen und Wünsche zum Wohnen und Leben im Alter.
09.11.201316:00Fokus verändern, (Blick)Winkel weiten, Möglichkeiten ausleuchten…Thomas Lanz, Jg. 1955Am Goldgraben 14, GöttingenDer Fotograf Thomas Lanz, im ursprünglichen Beruf Sozialarbeiter, erzählt von seinen Erfahrungen mit einer Neuorientierung im “besten Alter“ und der wiederentdeckten Kreativität und Lebensfreude.
06.11.201315:30Das Grüne Band Eichsfeld-Werratal – eine Chance für die Region?!Holger Keil, Jg. 1967Am Goldgraben 14, GöttingenFast 40 Jahre lang teilte der Eiserne Vorhang Europa. Die Unmenschlichkeit dieser Grenze zeigte sich am stärksten in Deutschland. Gleichzeitig gab diese Grenze der Natur eine über 30-jährige Atempause. Ein einzigartiges Biotopverbundsystem bekannt als das Grüne Band entstand. Naturschutzgroßprojekte wie dieses brauchen den Dialog mit den Menschen und Körperschaften in der Region, um die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten tragfähig zu verbinden. Holger Keil wandert mit uns erzählend durch dieses spannende und vielseitige Thema.
02.10.201315:30Bräuteschulen und FrauenbildHannelore MannAm Goldgraben 14, GöttingenAuch in den 80er Jahren gab es in der evangelischen Kirche noch so genannte Bräuteschulen, die zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr nur von angehenden Pfarr- oder Missionarsfrauen besucht wurden, sondern von jungen Frauen aus den verschiedensten Berufen. Hannelore Mann, Jg. 1942, hat in Hermannsburg 25 Jahre eine solche Schule mit internationalen Teilnehmerinnen geleitet und berichtet von Ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Werdegang der Frauen.
21.09.201315:30Hoch hinaus – ein Ballonfahrer erzähltMichael MaderAm Goldgraben 14, GöttingenMichael Mader, Jugendsozialarbeiter aus Bielefeld, entschied sich im “besten Alter“ seinen Ballonführerschein zu machen, die Welt von oben zu betrachten und neue Möglichkeiten für einen Perspektivwechsel zu erschließen. Neben unterschiedlichen Einblicken in Beweggründe, Erfahrungen und Gefühle in luftiger Höhe, wird es die Möglichkeit geben am 22.09. eigene Erfahrungen bei einer Fahrt in seinem Ballon zu machen.
05.09.201314:30 - 18:30„Pilze gut zu sammeln - das habe ich von Opa Max gelernt!“Michael JasperSpätsommer und Herbst – die Hoch-Zeit des Pilze sammeln! Michael Jasper, der Initiator der Freien Altenarbeit, hat dieses Faible von seinem sehr erfahrenen und naturkundigen Großvater Max Scholz „geerbt“. Der wunderschöne Solling, in dem wir unser Glück versuchen, stellt bewusst keine großen Anforderungen an unsere Kletterkünste. Im Anschluss an die Suche werden die Pilze gemeinsam in der Küche der Alten-WG, Am Goldgraben zu einem Gaumenschmaus verarbeitet.
04.09.201315:30Meine Erinnerungen an Umsiedlung und Flucht 1939 bis 1945Hannelore SperlingAm Goldgraben 14, GöttingenHannelore Sperling, Jg. 1922, geboren in Riga, berichtet über die Folgen des Hitler-Stalin-Paktes, welche die damals 17-jährige zusammen mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern erlebte. Sie schildert ihren Weg der Umsiedlung nach Posen und ihre Flucht über Berlin nach Westdeutschland.
05.06.201315:30Traditionsunternehmen – Aus Erfahrung gut ?!Josef PetermannAm Goldgraben 14, GöttingenErst Schmiede, dann Eisenhandel, jetzt Fachgroßhandel. Seit 1783 gehört Lünemann zu Göttingen wie die Universität oder die Gebrüder Grimm. Der Geschäftsführer des Göttinger Traditionsunternehmens, Josef Petermann, Jg. 1948, erzählt aus der wechselvollen Geschichte, die eng mit der Stadtgeschichte Göttingens verknüpft und mit seiner eigenen Biografie verwoben ist. Gemeinsam machen wir einen Streifzug durch die Historie, betrachten Herausforderungen, Wendepunkte und Erfolge und fragen uns: Sind Traditionsunternehmen aus Erfahrung gut?
08.05.201315:30„Wie lieblich ist der Maien…“Eva Birckner und Elias RehfusAm Goldgraben 14, GöttingenWas wissen Sie über den Maisprung, Tanz in den Mai, Maibäume und andere Bräuche, die diesen besonders schönen Monat des Jahres prägen? Können Sie sich an die ersten Maigedichte oder Mailieder in Ihrem Leben erinnern, die Sie gelernt haben oder vielleicht sogar auswendig hersagen konnten? Kamen später andere dazu? Welche konkreten Erlebnisse, Erfahrungen oder Lebensräume verbinden Sie mit diesen Gedichten und Liedern? Teilen Sie Ihre literarischen Schätze und Erinnerungen mit uns. Wenn Sie möchten, bringen Sie ein oder mehrere Maigedichte mit und tragen Sie diese in der Runde vor. Wir wollen den Mai literarisch begrüßen, aber auch musikalisch. Eva Birckner und Elias Rehfus begleiten uns mit ihrer Geigenmusik, wenn wir gemeinsam singen.
03.04.201315:30Indien – Sehnsucht nach einem fernen Land: Es ist nie zu spät für eine neue Erfahrung...Anna Lou Orth, Jg. 1939Am Goldgraben 14, GöttingenMit 70 Jahren machte sich Anna Lou Orth das erste Mal und noch dazu allein auf den Weg nach Indien, um sich einen späten Sehnsuchtstraum zu erfüllen. Sie hatte wenige Reiseerfahrungen und ihre Sprachkenntnisse waren dürftig. Sie tauchte in eine fremde Kultur ein, die ihren Horizont erweiterte und sie als veränderte, mutigere Frau zurück- kommen ließ. Waren Sie, liebe BesucherInnen, auch schon in Indien, real oder aber in Ihren Gedanken? In welches Land oder an welchen Ort zieht Sie Ihre Sehnsucht und warum? Welcher Herausforderung möchten Sie sich, unabhängig von Ihrem Alter, stellen, um neue Erfahrungen zu machen? Über diese und andere Fragen wollen wir beim Erzählcafé miteinander ins Gespräch kommen.
06.03.201315:30AnstifterInnen – Stiftung und Stifter aus GöttingenAndreas SchreckAm Goldgraben 14, GöttingenDie lokale Stiftungslandschaft wird immer bunter und größer, die Themen, denen sich Stiftungen widmen, sind vielfältig. Grund genug für uns, mit einer Stiftung aus Göttingen in dieses Thema „einzutauchen“. Andreas Schreck wird uns einen Einblick in die Geschichte der Bürgerstiftung Göttingen geben. Gemeinsam werden wir versuchen, uns dem Ziel der Stiftung und den Motiven der GründerIn zu nähern. Wir werden die Arbeitsweise der Stiftung betrachten und erkennen, welche Früchte soziales Engagement tragen kann.
06.02.201315:3030 Jahre am TelefonElisabeth MückeAm Goldgraben 14, GöttingenElisabeth Mücke wird von ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Telefonseelsorge erzählen. 30 Jahre hat sie zuerst in Duisburg, später in Göttingen ungezählte Beratungsgespräche geführt, Mitarbeiter zu diesem Dienst ausgebildet, Begleitgruppen und Fortbildungen geleitet. Mit ihr gemeinsam wollen wir erfahren, wie durch freiwilliges Engagement Fähigkeiten entwickelt und Lebenswünsche erfüllt werden können. Auch Ihr Engagement für die Zivilgesellschaft ist gefragt!
09.01.201315:30Sinti und Roma Wie erinnern wir die Geschichte ihrer Verfolgung im Nationalsozialismus?Monika Kos-Rochlitz, Boris ErchenbrecherAm Goldgraben 14, GöttingenMonika Kos-Rochlitz, in Göttingen in den 50e und 60er Jahren als Sintezza aufgewachsen, wird aus ihrer Perspektive als 2. Generation von KZ- Überlebenden erzählen können. Zusammen mit Boris Erchenbrecher, wird sie in diesem Erzählcafe die oft vergessene Geschichte dieser Opfergruppe der Nationalsozialistischen Verbrechen vermitteln.
05.12.201215:30Kaufen im Dezember Was kaufen wir? Was brauchen wir? Was werfen wir weg?Am Goldgraben 14, GöttingenDer Dezember ist in vielen Branchen der umsatzstärkste Monat im Jahr. Unser Wirtschaftssystem ist auf wachsenden Konsum ausgerichtet. In den wohlhabenden Erdteilen hat sich eine Überflussgesellschaft entwickelt, die z.B. von dem Film „Taste the waste“ skandalisiert wird. Zunehmend regt sich auch in der Bevölkerung Kritik. In Deutschland werden jährlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, das entspricht 20 Milliarden Euro. „Mülltaucher“ machen auf diesen Missstand aufmerksam. Bewussteres Konsumieren, Tauschringe, Zeittauschbörsen und andere Lebensentwürfe versuchen den konstruktiven Wandel. Zusammen mit Vertreter/innen dieser Alternativen und anhand unserer Erfahrungen wollen wir diesem Wandel ein Gesicht geben.
09.11.201215:309. November 1938 in GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Erinnern und Gedenken an die Opfer des Holocausts verändert sich: Die Zeitzeugen, die die Ereignisse damals miterlebt haben, werden immer weniger. Deshalb suchen wir für dieses „außerordentliche“ Erzählcafé Zeitzeugen, die die Reichspogromnacht in Göttingen, den Brand der Synagoge, erlebt haben oder auch deren Nachfahren, die über Erzählungen ihrer Vorfahren berichten können. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Nachmittag Ihre Erinnerungen einzubringen! Außerdem werden wird Zitate eines Zeitzeugen-Projektes der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (Schriftenreihe, Heft 5, 2009) hinzuziehen. Zusammen mit den Teilnehmer/innen einer Erzählcafé-Moderations-Fortbildung möchten wir folgenden Fragen nachgehen: • Wie und was erinnern die Nachkommen der Erlebnisgeneration? • Wie kann das Gedenken lebendig an Jugendliche weitergegeben werden?
07.11.201215:30Karl May – Gefährlicher Verbrecher, Spinner oder anerkannter Schriftsteller?Michael Petzel (Jg. 1952)Am Goldgraben 14, GöttingenMichael Petzel fing mit circa zehn Jahren an Karl May Bücher zu lesen. Die in der Erwachsenenwelt spielenden Indianerbücher halfen der langsam zerbrechenden, heilen Kinderwelt eine lohnende Alternative beim „Größer werden“ zu bieten. Später übernahm Michael Petzel, das von seinem Vater 1965 in Göttingen gegründete Karl May Archiv, dass sich der umfangreichen Wirkungsgeschichte des berühmten Autors widmet. Neben Bibliothek und Filmarchiv sind hier zahlreiche Nachlässe prominenter Film – und Bühnenkünstler zu finden. Bemerkenswerter Weise hat sich Karl May selbst sich nicht immer an die von ihm vermittelten Ideale gehalten Er stammte aus sehr ärmlichen Verhältnissen und hat neben seiner Schriftstellerei durch kleinere Diebstähle, Hochstapelei und Betrug sein eigenes Ansehen aufzubessern versucht. Was ist also von dem Autor zu halten? Das und mehr wollen wir im gespräch ergründen.
10.10.201215:30Göttingen im Wandel - eine Transition-Town-InitiativeHelgard Greve, Jg. 1953, Freimut Hennies, Jg. 1961, Daniel Pohl, Jg. 1982Am Goldgraben 14, Göttingen„Transition Town“ ist eine junge, weltweite Graswurzelbewegung zur Gesundung unseres Planeten. Es geht um eine Energie-Wende und eine Kultur-Wende, zu der sich regionale Nachhaltigkeits-Initiativen konstruktiv auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe vorbereiten; um einen friedlichen Übergang in eine postfossile Gesellschaft. Der Weg der 1000 kleinen Schritte, die wir hier und jetzt und heute selbst gehen können, bekommt seine Richtung durch die Visionen, wie wir wirklich leben wollen. Die regionale Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen, größtmögliche Unabhängigkeit vom Tropf des Erdöls und gelebte Gemeinschaftlichkeit sind hierbei erklärte Ziele. Die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die sich an natürlichen Ökosystemen orientieren, spielen hier eine wesentliche Rolle – nicht nur für den Nahrungsmittelanbau und den Umgang mit der Erde, sondern auch für das soziale Miteinander. Erreichte Etappen werden gemeinsam gefeiert und wertgeschätzt. In jedem Ort hat der Wandel ein eigenes Gesicht, denn es ist ein offener, kreativer Beteiligungsprozess – und gleichzeitig ist er weltweit vernetzt. Wir werden den persönlichen Weg, das internationale Netzwerk und die Göttinger Gruppe im Gespräch mit drei Zeitzeug/innen kennenlernen.
05.09.201215:30Den Teufel auf die Schippe nehmenHeide Harney, Jg. 1940Am Goldgraben 14, GöttingenDie Autorin, Scherenschnittkünstlerin und Performerin Heide Harney, Jg. 1940, spricht über die Rolle des Schreibens in ihrem Leben. „Der Teufel, das sind die Ängste vor dem Alter und die Zwänge der Gesellschaft. Auf der Schippe soll der Teufel tanzen und sich tot lachen. Mein Schreibstift ist Taktstock und Kitzelfeder“ schreibt Heide Harney. Sie wird Texte aus ihren Büchern vorlesen und aus ihrem bewegten Leben erzählen.
04.07.201215:30Familie im WandelErika Nolte, Jg. 1936Am Goldgraben 14, GöttingenDie Familienstrukturen haben sich innerhalb der letzten hundert Jahre sehr verändert – vieles hat dazu beigetragen: die Umwälzung von der landwirtschaftlichen zur industriellen Gesellschaft, die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Emanzipation der Frauen, Individualismus und Selbstverwirklichungswünsche... Das alte Modell der Kernfamilie trägt mancherorts nicht mehr und die neue Patchworkfamilie steckt noch in den Kinderschuhen. Traditionen und Rituale müssen gefunden werden. Familien haben heute viele Gesichter. Einige davon möchten wir Ihnen vorstellen. • Was trägt uns: Familienbande – Nachbarschaftsbande – Wahlfamilien? • Wer trägt was: Männer und Frauen mit neuen Rollen? • Wie sehen Familien der Zukunft aus?
19.06.201214:30Handel im WandelMargareta HultschAltes RathausIm Leineberger Erzählcafé entstand die Idee: Im Rahmen einer Stadtführungen wollen wir zusammen mit der Stadtführerin Margareta Hultsch Erinnerungen an Göttinger Geschäfte beleben. Wir starten in der Halle des Alten Rathauses mit einer kurzen Einführung in Göttingens landwirtschaftlich geprägte Geschichte als Hanse- und Handelsstadt. Wir werden dann bei einem Gang durch die Weender Straße und ihren Nebenstraßen zu vielen Häusern ihre wechselvolle Handelsgeschichte hören. Neu hierbei: Viele von Ihnen sind als Kunden ehemaliger Geschäfte wertvolle Zeitzeugen. Sie mögen Ihre Erinnerungen während der Führung einbringen. So erhalten wir ein buntes Kaleidoskop.
06.06.201215:30Verkehrswende mit oder ohne Automobil?Detlev Teichmann und Mäx SchwörerAm Goldgraben 14, GöttingenAuf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit legen wir, die;mobile Gesellschaft von heute, immer mehr km zurück. Sinnbild dieser Mobilität ist das Auto, welches für viele unverzichtbar scheint. Für andere im Zeitalter der drohenden Klimakatastrophe und der Ressourcenverknappung ist der motorisierte Individualverkehr nicht mehr zeitgemäß und sie fordern eine grundsätzliche Verkehrswende. Über dieses emotionale Thema möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen – unter Einbezug der eigenen Gewohnheiten – biographisch reflektiert.
02.05.201215:30Bücherscheune KatlenburgPfarrer Westkott Jg. 1951Am Goldgraben 14, GöttingenIn einer einzigartigen Rettungsaktion hat Pfarrer Westkott zusammen mit Helfern ab 1991 Hunderttausende zur Vernichtung bestimmte Bücher der ehemaligen DDR nach Katlenburg gebracht. In der sogenannten „Bücherscheune“ werden diese Bücher jeden Sonntag von 10.30 – 12.30 Uhr gegen eine Spende für „Brot für die Welt“ an Interessenten abgegeben. Pfarrer Westkott, der inzwischen viele Preise und sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, wird im Erzählcafé von seiner Arbeit berichten und mit uns ins Gespräch kommen.
04.04.201215:30Die Biographie eines BiographieforschersPeter Alheit, Jg. 1946Am Goldgraben 14, GöttingenPeter Alheit, geboren 1946 in einer nordhessischen Kleinstadt, interessierte sich schon als Schüler für soziale Fragen. Nach seinen Studien der Theologie, Philosophie, Soziologie und Erziehungswisschenschaften folgt eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. Er konnte immer wieder praktische Erfahrungen sammeln: als Vikar in Kassel, in der Jugendgerichtshilfe und in der Arbeit mit Obdachlosen. Seine erste Professur führte ihn 1977 nach Bremen, mit dem Schwerpunkt nicht- institutionelle Erwachsenenbildung, wo er die Veränderungen im Arbeiterleben erforscht und erstmals die Biographien von Arbeiterveteranen rekonstruiert. Nach und nach baut er ein Netzwerk internationaler Kontakte zur Biographieforschung auf und lehrt Mitte der 1994/95 als Humboldt-Professor an der Universität in Roskilde/Dänemark. 1998 folgt er einem Ruf nach Göttingen an den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Außerschulische Pädagogik. Aufgrund der inhaltlichen Nähe konnte die Freie Altenarbeit Peter Alheit ab 2000 für Theorie-Praxis-Projekte rund um die Biographiearbeit gewinnen. Auf Bitte des Vereins stellt er sich für den Vereinsvorsitz zur Verfügung und gestaltet in dieser Funktion seit 2003 zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und dem FAG-Team Projekte und Profillinien der Vereinsarbeit. Welche Verbindungen gibt es zwischen seinem wissenschaftlichen Ansatz und der Biographiearbeit unseres Vereins? Was war seine Motivation, neben der Universitätsarbeit sich in unserem Verein zu engagieren?
07.03.201215:30’Im Märzen der Bauer...’Am Goldgraben 14, GöttingenMit Gedichten und Liedern mit biographischem Bezug und bei Kaffee und Kuchen wollen wir den Frühling begrüßen!
04.01.201215:30Zeugen Jehovas und ihre Verfolgung im NationalsozialismusRenate Bekheet, Roland MüllerAm Goldgraben 14, GöttingenWeil sie nicht ‚Heil Hitler’ sagten und den Kriegsdienst ablehnten, wurden die Zeugen Jehovas schon 1933 von den Nazis verfolgt und in deren neu errichteten Konzentrationslagern inhaftiert. Der Vater unserer Zeitzeugin, Renate Bekheet (geboren 1931), kam als \\"Bibelforscher\\" zunächst ins Gefängnis und wurde dann 1936 in das KZ Buchenwald überführt. Ihre Mutter verbrachte zwei Jahre im Zuchthaus und kam ohne Prozess 1939 in das Frauen-KZ Ravensbrück. Renate Bekheets Eltern überlebten, aber die Unterdrückung hörte für die Familie nicht auf. Zusammen mit dem freien Journalisten Roland Müller wirft Frau Bekheet einen Blick auf den Leidensweg dieser viel zu selten wahrgenommenen Opfergruppe des NS-Regimes.
07.12.201115:30„Bücher, die die Welt (be-)deuten“: Lieblingskinderbücher und LesekulturCharlotte Kühn, Jg. 1989 und Marlise Potthast-Freund, Jg. 1953Am Goldgraben 14, GöttingenWelchen Einfluss haben die ersten prägenden Kinderbücher auf Sie gehabt und von welchem dieser Bücher wollten Sie, dass seine Geschichte unendlich weitergehen könnte? Haben Sie heimlich unter der Bettdecke gelesen? Sind Sie als Kind lesesüchtig gewesen und sind es immer noch? Gab es in Ihren Kindertagen überhaupt Kinderbücher und wenn, welche? Welche Rolle spielten Bücher in Ihrer Familie? In diesem Erzählcafé werden wir mit der Schülerin Charlotte Kühn und der Buchhändlerin Potthast-Freund ins Gespräch kommen. Lieblingskinderbücher sowie Enkelkinder können gern mitgebracht werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn zu diesem Erzählcafé auch Kinder und Jugendliche kommen, die von Büchern erzählen, die ihre Phantasie und ihr Leben prägen.
07.11.201119:00Was heißt hier queer?Sweta Segal Jg. 1986, Stephan Mertens Jg. 1981, Chris Mielke Jg. 1962, Jörg Lühmann Jg. 1951Am Goldgraben 14, GöttingenAnna Bauer, gestaltet seit zwei Jahren ehrenamtlich die LBS*K mit und ist hauptberuflich an der Uni wissenschaftliche Mitarbeiterin und Regina Meyer, arbeitet seit 1995 als pädagogische Mitarbeiterin und Moderatorin bei der Freien Altenarbeit. Im Erzählcafé berichten vier queere Göttinger*innen aus ihrem Leben. Wir werden über Erfahrungen in, mit und für die LGBTQ (lesbian-gay-bisexual- transgender-queer)-Gemeinschaft sprechen und diskutieren, was sich im Laufe der Jahre geändert hat und was gleich geblieben ist. Dabei geht es uns vor allem um folgende Themen: - Welche Schlüsselerlebnisse gab es auf dem eigenen Lebensweg? - Welche Politisierungserfahrungen gibt es, und wie verlief das Coming Out? - Was treibt die einzelnen Generationen heute um?
02.11.201115:30Vom Dableiben und Weggehen...Christel Kinzel, Jg. 1937 und Ludwig Pape, Jg. 1947Am Goldgraben 14, GöttingenDas Obereichsfeld, früher am Rande der „sozialistischen Welt“ gelegen, geriet durch die Wiedervereinigung ins Zentrum von Deutschland und durch den Papstbesuch im September für kurze Zeit sogar in den Blickpunkt der ganzen Welt. Jahrhunderte alte, durch den Katholizismus geprägte und schließlich durch den Sozialismus herausgeforderte Werte und Traditionen müssen sich seit über zwanzig Jahren im vereinten Deutschland bewähren oder auch ändern. Wie haben die Menschen im Obereichsfeld die DDR erlebt? Und wie kommen sie mit dem Kapitalismus und der zunehmenden Globalisierung zurecht? Was sind heute ihre Visionen? Einige Eichsfelder haben zu DDR-Zeiten die Region oder sogar das Land verlassen. Manche haben dabei an der innerdeutschen Grenze sogar ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Hat sich dieser Einsatz für die Betroffenen gelohnt? Wir wollen in diesem Erzählcafé mit „Dagebliebenen“ und „Fortgegangenen“ ins Gespräch kommen.
05.10.201115:30Von der Lochkarte zum MikrochipHoward Schultens, Jg. 1940Am Goldgraben 14, GöttingenSein Weg in die binäre Welt begann mit 12 Jahren, als ihm zum Geburtstag ein Elektronik-Baukasten überreicht wurde. Howard Schultens, 1940 in Portland, Oregon, USA geboren, kam nach einem IBM-Sommerkurs so richtig auf den Geschmack und lernte die Grundlagen des Programmierens anhand der Lochkarte. 1963 kam er mit Familie nach Göttingen und stieg bei den Aerodynamischen Versuchsanstalten (AVA) als junger Programmierer ins Berufsleben ein. Er kann uns sehr anschaulich den Unterschied zwischen Röhren-, Transistor und Chiprechner erklären und wie die Entwicklung vom Riesen-Computer zum Personal-Computer mit Internet-Anschluß verlief. In der Diskussion wollen wir auch darüber sprechen, auf welche Weise Computer fast alle Bereiche unseres Lebens verändern und manchmal unsichtbar im Hintergrund wirken.
15.09.201119:00Gemeinsam schaffen wir alles - Frauenleben im Süden Tansanias Leben mit HIV/AidsGöttingerin Claudia Zeising, Pfarrerin Melania Mrema KyandoAm Goldgraben 14, Göttingen\"Pamoja Tunaweza\" bedeutet frei übersetzt: \"gemeinsam können wir alles schaffen\" und ist zum Schlagwort der Frauengruppen im Süden Tansanias geworden. Wege aus der Armut finden, sich im Kampf gegen HIV/Aids engagieren, sich gegenseitig Mut machen und sich vernetzen – dies beschreibt die Frauenarbeit der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) im Süden Tansanias. Das Leben in der ländlich geprägten Südprovinz ist sehr traditionell. Die meisten Menschen sind selbstversorgend und haben kein zusätzliches regelmässiges Einkommen. Die Frauen sind von früh bis spät auf den Beinen, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in jungen Jahren müssen Mädchen auf dem Feld und im Haushalt helfen und hier vor allem ihre jüngeren Geschwister hüten. Frauenarbeit ist daher immer auch Mädchenarbeit und hat viele Facetten. So versucht die Frauenabteilung nicht nur verschieden Generationen von Frauen zusammenzubringen, sondern auch die Frauen zu ermutigen Freud und Leid miteinander zu teilen. Gemeinsamkeit macht stark.
07.09.201115:30„Jede Oma zählt!“ Großmütter in Afrika übernehmen VerantwortungModeratorin Regina Meyer betrachtet mit den ZuhörerInnen Bilder der Ausstellung \"Stille Heldinnen\"Am Goldgraben 14, GöttingenDie Ausstellung „Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids“ ist vom 23. August bis 20. September im Foyer des Neuen Rathauses Göttingen zu sehen. „HelpAge Deutschland“ zeigt mit dieser Ausstellung, dass Altern weltweit viele Facetten haben kann und oft Armut und Not bedeutet. Deshalb unterstützt HelpAge Projekte in Afrika, die Großeltern hilft, ihre an Aids sterbenden Kinder und die Enkelkinder zu versorgen. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wachsen bei ihren Großeltern, meist den Großmüttern, auf. Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt!“ ist die Schauspielerin Hannelore Hoger. Im Erzählcafé Am Goldgraben möchten wir den Blick über den eigenen Tellerrand richten und uns einige der in der Ausstellung portraitierten Großmütter genauer anschauen: Was berichten sie über ihren Alltag? Wie bewältigen sie diese Herkulesaufgabe überhaupt? Welche Unterstützung gibt HelpAge? Wie können wir helfen?
01.06.201115:30Forellenzüchter mit MigrationshintergrundMark Kutah aus Ghana, Jg. 1969Am Goldgraben 14, GöttingenBei diesem Erzählcafé reisen wir mit dem Erzähler in sein kleines Dorf nach Ghana. Als Dreijähriger war er von seiner Familie zum Großvater gebracht worden, einen verehrten Medizinmann, der ihn lehrte mit Ehrfurcht die Kräfte der Natur für den Menschen nutzbar zu machen. Er schlief in einer eigenen Hütte und musste Mutproben bestehen, denn er sollte König in seinem Stamm werden. Am Ende wurde er jedoch Journalist und setzte sich für die Beseitigung von Missständen in seinem Land ein. Als er vor 14 Jahren in Deutschland ankam, sah er mit Verwunderung, dass hier statt singender Menschen Maschinen die Straßen kehrten. Alles war so sauber. Die unbändige, von ihm verehrte Natur konnte er nun in kleinen Plastikpäckchen abgepackt im Supermarkt kaufen. Marc Kutah ist nicht in sein Land zurückgekehrt, sondern hat sich seinen Zugang zur Heilkraft der Natur bewahrt. Was er von seinem Großvater gelernt hat, gibt er heute unter anderem an seinem Arbeitsplatz im Bio-Laden in der Burgstraße weiter. Und an die Forellen, die er in mehreren Teichen züchtet und später im Laden verkauft.
04.05.201115:30„Vom Nahrungsmittel zum Lebensmittel“ Über den Wert des EssensSafia Eshra, Jg. 1958 und Dinah Epperlein, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenDinah Epperlein von der Slow Food Bewegung bedauert, dass wir schon viele Wurzeln unserer ursprünglichen Esskultur zerstört haben. Zusammen mit der von ihr gegründeten Slow Food Regionalgruppe setzt sie sich für eine Kultur des Essens ein, die mit fairen Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Lebensmitteln beginnt und mit der Forderung nach Nachhaltigkeit, guten Geschmack und würdevollen Verzehr von Lebensmitteln noch lange nicht aufhört. Safia Eshra hat als eine aus Ägypten stammende Muslimin ein vom Koran geprägtes Verständnis von Essen. Sie achtet Pflanzen und Tiere, die durch den Koran besondere Bedeutung bekommen. So freut sie sich z.B. ein Bienenprojekt in Grone zu betreuen, da der Biene im Koran eine besondere Stellung zukommt. Sie hält Essvorschriften ein und verzichtet auf Schweinefleisch und Alkohol. Ihr Leben ist geprägt von religiösen Festen und besonderen Zeiten, bei denen das Essen ebenfalls eine große Rolle spielt. Welchen Wert messen Sie der Gewinnung, Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln bei?
06.04.201115:30„Die Geschichte der Anderen“ Begegnung mit der NS-Vergangenheit in einer EinwanderungsgesellschaftMarianne Piet, Jg. 1958Am Goldgraben 14, GöttingenSeit letztem Jahr trifft sich im Goldgraben eine Gruppe von Göttingern, die ihre sehr verschiedenen Einwanderungsbiographien aus u.a. Polen, Frankreich, Griechenland, Afghanistan und USA austauschen. Bei allen spielt der Nationalsozialismus eine Rolle. Die Französin Marianne Piet kam in den 1990er Jahren nach Göttingen – der Liebe wegen. Das Leben im „Land der Täter“ war bislang noch kein bewusstes Thema, obwohl ihre Eltern während des Zweiten Weltkrieges in der „Französischen Résistance“ waren und von den Nazis interniert wurden, ihre Mutter in Ravensbrück und ihr Vater in Dachau. Was waren die ersten Eindrücke von Deutschland, welche \"Vorurteile\" wurden bestätigt bzw. revidiert? Was hat ihr besonders gefallen, besonders geholfen, um in Göttingen \"anzukommen\"? Und wie geht sie heute mit der eigenen und der deutschen Vergangenheit um?
02.03.201115:30„Das Unpolitische politisch“Sigrid Kluth, Jg. 1937Am Goldgraben 14, GöttingenSigrid Kluth, Jg. 1937, erzählt anhand ihres Buches „Meiner Väter Zeit“ , die Geschichte ihrer Familie 1910-1949. Den reichen Nachlass ihrer Eltern hat sie in einer kritischen, dokumentarischen Familiengeschichte für den so folgenschweren Zeitraum verarbeitet. Auch ihre sozial engagierten, liebevollen Eltern und Großeltern, die in Hann. Münden lebten, waren in naiver Gläubigkeit den nationalistischen Phrasen der NS-Propaganda verfallen. Die Autorin spürte anhand von Briefen und Tagebüchern möglichen Ursachen nach. Der Vater und der jüngste Bruder ihrer Mutter, von denen viele Feldpostbriefe vorliegen, fallen in Russland. Ein Freund, der im Widerstand war, wird zum zweiten Vater...
02.02.201115:30„Ich bin zu Hause, wo ich schreibe“Autorin, Scherenschnittkünstlerin und Performerin Heide Harney, Jg. 1940Am Goldgraben 14, GöttingenHeide Harney ist (fast) mit dem Stift in der Hand auf die Welt gekommen. Schreiben ist ihr Lebenselexier. Sie wird berichten, welche Funktion das Schreiben und Vortragen in ihrem Leben spielte und welche Kraftquelle es heute darstellt. Kostproben aus ihren Büchern wird sie ebenfalls zum Besten geben – und eine kleine eigene Filmproduktion!!
05.01.201115:30„Ich möchte vergessen, kann es aber nicht“Wiktorja Delimat, als Zwangsarbeiterin 1942 nach Deutschland verschleppt und Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.Am Goldgraben 14, GöttingenVom Bauernhof ihrer Familie in einem polnischen Dorf führt Wiktorja Delimats Deportationsfahrt zu einer großen Munitionsfabrik im „Dt. Reich“. Sie weiß nicht wo sie ist. Zweieinhalb Jahre dauert dieses Martyrium. Im Herbst 1942 kann sie fliehen. Kurz vor der Heimat wird sie von einer Reiterpatrouille aufgegriffen und es beginnt alles vorne. Mit LKWs und in Viehwaggons kommt sie in ein Durchgangslager nach Stockhausen in der Nähe von Göttingen. Als sie dort nicht mehr gebraucht wird, wird sie vom Arbeitsamt einem Hof in Ebergötzen zugeteilt. Sie hat Glück: Bei den Bachmanns wird sie gut aufgenommen und erhält sogar eine eigene Kammer.
01.12.201015:30Die Tafelbewegung - Armenspeisung oder sozialpolitische Notwendigkeit?Martina May, Jg.1956, Leiterin der Göttinger Tafel e.V.Am Goldgraben 14, GöttingenImmer mehr Menschen müssen mit sehr wenig Geld ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder bestreiten. Oft wird am Essen gespart! Zugleich produzieren Lebensmittelhersteller täglich 20 % mehr Lebensmittel als gebraucht werden, um mögliche Engpässe sofort ausgleichen zu können. Dieser entstehende Überschuss ist einkalkuliert. Übrigbleibende Lebensmittel werden entsorgt oder seit 1992 in Deutschland von Mitarbeitern der Tafelbewegung direkt von den Supermärkten und Bäckereien abgeholt, um sie anschließend an Notleidende weiterzugeben. Ist diese Art von Mildtätigkeit gerechtfertigt und sogar notwendig in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander klafft? Oder ersetzt die Tafelbewegung Fürsorgeleistungen des Staates, denen dieser dann nicht mehr nachkommen muss? Gibt es Leute, die selbst an ihrer Armut schuld sind? Was empfinden wir für den Bettler, der direkt vor uns auf der Straße seine Hand aufhält? Welche Spuren hinterlässt die Wegwerfgesellschaft in unserem privaten Leben?
05.11.201015:00Generationenbrücken Alt-Jung-Begegnungen in- + außerhalb von FamilieCharlotte Lierse, Jg. 1927 und Benni Krasemann, Jg. 1977, Praktikant-Patin-Tandem in unserem VereinAm Goldgraben 14, GöttingenDas Verhältnis der Generationen hat sich stark verändert und – so mag man denken - ins Gegenteil verkehrt: Waren früher die Älteren die Weisen, von denen man lernte, so sind heute die Jungen die Technik-experten, ohne die so manches Handy nicht in Betrieb genommen werden könnte. Die Erziehungsfragen zwischen Eltern-, Großeltern- und mancherorts auch Ur-Großelterngeneration sind heiße Themen. Organisationen wie Mehrgenerationen- häuser oder die Freie Altenarbeit sind gute Beispiele für gelebte Generationen- brücken außerhalb der Familien. Wir fragen nach der Generationenspannung und Generationensolidarität und den Orten der Begegnung.
03.11.201015:30Das Göttinger Ebertal Die Geschichte eines „umgebauten“ StadtteilsMit ehemaligen Bewohner/innen des EbertalsKinder und Jugendhaus der AWO („Häuschen“), Lönsweg 16 in GöttingenDie Geschichte eines Göttinger Stadtteils, des Ebertals, das Neu-Göttingern meist unbekannt ist, wird in diesem Erzählcafé lebendig. „Berüchtigt waren die Baracken vom Ebertal, oberhalb der Wörthstraße, in denen einmal Kriegsgefangene des 1.Weltkrieges und dann die Allerärmsten der Stadt untergebracht waren. Die Wohnbereiche der Familien wurden oft nur durch einen Vorhang oder einen quer gestellten Schrank voneinander getrennt. Die Lebensbedingungen hier waren erbärmlich und menschenunwürdig.“ So beschreibt Wiki-Göttingen das Ebertal. Ehemalige Bewohner oder deren Nachfahren mögen das ganz anders erlebt haben. Und die sollen im Erzählcafé zu Wort kommen! In den 1950er Jahren lebten in Zeiten größter Wohnungsnot im Ebertal/Himmelsbreite in 80 Baracken rund 1000 Menschen. 1959 fehlten in Göttingen 5200 Wohnungen. Die Stadt gründete die Städt. Wohnungsbau, mit deren Hilfe die Ebertaler neue Wohnungen u.a. auf dem Leineberg bekamen.
29.10.201017:30Anders leben – anders altern!?Wohn- und Vernetzungsprojekte für Lesben und Schwule stellen sich vorAm Goldgraben 14, GöttingenDie sozialen Bewegungen der 1980er Jahre sind Geschichte und ihre ProtagonistInnen kommen „in die Jahre“. Der Wunsch, im Alter geborgen und vernetzt zu sein, ist unter Lesben und Schwulen von besonderer Bedeutung, da herkömmliche Familienstrukturen i.d.R. fehlen. Im Erzählcafé werden realisierte Projekte persönlich von BewohnerInnen präsentiert: „Wohnprojekte mixed“: Yvonne Renne und Jochen Weber, Villa anders in Köln; Lesben-Wohnprojekte: Ulrike Hötzel und Simone Mäckler von B12, Wohnungsgenossenschaft 1889 Kassel; Netzwerke: Markus Schupp, ALTERnativen - Netzwerk für ältere Schwulen und Lesben Köln; Zur Frage der Pflege im Alter: Markus Schupp, Doktorand am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Uni Bremen. Wir fragen nach Entstehungsgeschichte, Umsetzungserfahrung, Zukunftsplanung und stellen natürlich auch die Gretchenfrage: Separierung oder Integration?
25.10.201019:00Die Zukunft der Vergangenheit - Zwei Familien, zwei Vergangenheiten - eine ZukunftUwe von Seltmann, Jg. 1964, Buchautor und freier Journalist, KrakauAm Goldgraben 14, GöttingenUwe von Seltmann hat das Leben seines Großvaters nachgezeichnet und in dem Buch „Schweigen die Täter, reden die Enkel“ öffentlich gemacht. Was er gegen den Widerstand von Teilen seiner Familie herausgefunden hatte, war in der Tat nicht angenehm: Großvater Lothar gehörte zum Stab von Odilo Globocnik, einem der brutalsten Massenmörder des Dritten Reiches. Er hatte Kontakt zu Heinrich Himmler und war 1943 an der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto beteiligt. Im Februar 1945 hat er vermutlich selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Von Gabriela von Seltmanns Großvater Michał Pazdanowski, dem Direktor einer Schule, ist bisher wenig bekannt. Warum war er im Konzentrationslager Majdanek inhaftiert? Wie ist er zu Tode gekommen? Wie konnte sich seine Frau mit drei kleinen Kindern vor den Nationalsozialisten retten? Gabriela und Uwe von Seltmann wollen es herausfinden, denn sie sind sich sicher: Ihre Familien stehen exemplarisch für viele andere Familien, die lernen müssen, mit den Geistern der Vergangenheit umzugehen. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch die Zukunft gestalten – so wie es der Dichter Herrmann Hesse gesagt hat: „Es kehrt alles wieder, was nicht bis zu Ende gelitten und gelöst ist“.
06.10.201015:30Fremd und vertraut – zuerst der Blick und dann der Umzug nach „drüben“Roland Krysl (Jg. 1968) und Kathrin Paul (Jg. 1972)Am Goldgraben 14, Göttingen„Nun wächst zusammen, was zusammen gehört“ hieß es damals, als der Einheitsvertrag am 3.Oktober 1990 das seit dem II. Weltkrieg zerrissene deutsche Land offiziell wieder vereinigte. Wie ähnlich waren die beiden Länder und vor allem ihre Menschen zu diesem Zeitpunkt wirklich? In unserem Erzählcafé werden zwei damals junge Leute über ihre ersten Erfahrungen mit dem jeweils anderen Land vor der Wende und dem jeweils anderen Landesteil nach der Wende berichten. Roland Krysl ist nach der Wende von West- nach Ostdeutschland und Katrin Paul von Ost- nach Westdeutschland gezogen.
03.10.201015:30Der Garten als Ort der ErholungWaldtraut Irina Klaer (Jg. 1925), Gärtnerin mit Leib und Seele und Dr. Rolf Callauch, Jg. 1952), Kustos des Neuen Botanischen Gartens GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenDer eigene Garten, sei er noch so klein, ist für viele ein Quell der Lebensfreude und spendet Energie – kostet aber auch Arbeit. Frau Klaer, gelernte Gärtnerin und Lehrerin, macht mit uns einen Gang durch ihre verschiedenen „Lebens-Gärten“. Dr. Rolf Callauch stellt sich in seiner Funktion als „Kustos“ vor, geht speziell auf den Küchen-Kräutergarten ein und gibt praktische Tipps. Welche Rolle spielt der Garten in einzelnen Lebensphasen? Wie spiegeln Gärten ihren Gärtner wider? Nutzgarten – Ziergarten – Biogarten
01.09.201015:30Grammophon und Schellack-PlatteSascha Hawranke (Jg. 1971)Am Goldgraben 14, GöttingenAls 11jähriger nahm Sascha Hawranke Kontakt zu Peter-Jürgen Schoppmann auf, der in einer Sylvesternacht seine gesammelten Schellack-platten und Grammophone auf NDR-Radio Niedersachsen präsentierte. Es entwickelte sich eine jahrlange Brieffreundschaft, die die Leidenschaft für dieses ausgefallene Hobby begründete. Wir freuen uns, mit Sascha Hawranke einen jüngeren Zeitzeugen mit seiner Geschichte im Erzählcafé begrüßen zu können – der übrigens auch alte mechanische Uhren repariert und mehr als 10.000 Schallplatten gesammelt hat.
04.08.201015:30Von der Vereinsmeierei zum bürgerschaftlichen Engagement - Warum Vereine so wichtig sindMit VertreterInnen Göttinger VereineAm Goldgraben 14, GöttingenStatistisch gesehen ist jede/r von uns Mitglied in mindestens einem Verein. Das Angebot ist bunt und vielfältig und geht weit über die reine Freizeitgestaltung hinaus. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder werden darüber sprechen, was sie dazu bewogen hat, in einen Verein einzutreten, welche Ziele sie damit verfolgen und warum die soziale Komponente des Vereinslebens so wichtig für sie ist.
07.07.201015:30„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben – oder?“ Partnersuche und Partnerschaftsvorstellungen im AlterInteressierte sind herzlich eingeladen, ihre persönliche Liebesgeschichte vorzustellen. Oder bringen Sie doch gleich ihre neue oder alte Liebe mit!Am Goldgraben 14, GöttingenLiebe hat kein Alter“, sagte bereits der 1623 geborene französische Philosoph Blaise Pascal. Das Erzählcafe zum Thema Partnerschaften im Alter richtet seinen Fokus auf neu begonnene und beginnende Beziehungen. „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, oder? Diese Frage soll durch den Nachmittag führen. Noch immer herrschen viele Vorurteile und Klischees zum Thema Partnerschaft und Liebe im dritten und vierten Lebensalter. Doch warum macht es (gesellschaftlich) einen Unterschied, ob man mit 16 60 oder 80 eine neue Partnerschaft eingeht? Dieser und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen: Partnerschaftsformen heute, Single-Sein im Alter, Vor- und Nachteile einer neuen Partnerschaft – Liebeskummer inclusive, Bedeutung von Sexualität im Alter, Wege der Partnersuche.
02.06.201015:30„Schick doch mal ne E-Mail, Oma!“ Großeltern und Enkelkinder – was sie voneinander erfahren und lernen könnenRenate Flöring, Jg. 1939 und Renate Przibilla, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenDie gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkelkindern ist heute so lang wie nie zuvor. Die Großeltern erleben, wie aus Kleinkindern, Schulkinder, Pubertierende und schließlich Erwachsene werden. Die Enkelkinder wiederum erleben nicht nur die starken, sie umsorgenden Großeltern, sondern werden konfrontiert mit dem Altern und dem Schwächer-Werden der Großeltern und umsorgen diese bestenfalls. Die Lebenswelten von Großeltern und Enkelkindern können weit auseinander liegen. Welche Chancen bietet dieser allmählich stattfindende Rollentausch? Welche Teile der von ihnen erlebten Geschichte und Lebensgeschichte wollen sie einander mitteilen? Wo scheinen sich Grenzen der Vermittelbarkeit aufzutun? Was sollte auf jeden Fall weiter gegeben werden? Sind keine eigenen Enkelkinder vorhanden, gibt es Institutionen, die Kinder als quasi \"Wahlenkelkinder\" vermitteln. Was möchten und können „Oma oder Opa auf Zeit“ in diesem Kontext leisten?
05.05.201015:30Vom Körnerladen zum BiosiegelBio-Bauer Michael Boyer,Jg. 1957, Dipl Agrar-IngenieurAm Goldgraben 14, GöttingenDie Biobranche boomt trotz Wirtschaftskrise: Der deutsche Biomarkt ist auch 2008 um 10% gewachsen, der Bio-Umsatz erhöhte sich nach Schätzungen auf 5,8 Milliarden Euro und der Anteil am Gesamtmarkt steigt auf ca. 3,5%. Michael Boyer ist seit 1986 in der Biobranche tätig - zuerst mit einem eigenständigen Bio-Gemüsebaubetrieb und heute mit zwei Einzelhandels- geschäften in Göttingen. Mit ihm sprechen wir über seine berufliche Entwicklung und seine Sicht auf die Biobranche in Göttingen.
07.04.201015:30„... und dann hat sie rübergemacht!“Frau Reichmuth, Jg. 1928Am Goldgraben 14, Göttingen„... und dann hat sie rübergemacht!“ - So wurde es genannt, wenn sich jemand entschloss, aus der SBZ (Sowjetisch besetze Zone) in den Westteil Deutschlands zu fliehen. Frau Reichmuth, Jahrgang 1928, entschloss sich damals zu diesem folgenschweren Schritt – was sie dazu bewogen hat, wie die Flucht organisiert wurde und wie sie sich ein neues Leben „im Westen“ aufbaute, davon wird sie in diesem Erzählcafe berichten.
09.03.201019:30„Eigentlich wollte ich was ganz anderes werden...“ Traumberufe und Realität in LebenswegenFrau Stemme (Jg. 1966) und Frau Bidi (Jg. 1967), Mütter von SchülerInnen des 7. und 8.JahrgangsMensa der Geschwister-Scholl-GesamtschuleIn gemütlicher Atmosphäre wollen wir zusammen mit Eltern des 7. und 8.Jahrgangs über Berufswahl und Werdegang von uns Erwachsenen sprechen. Angesichts der bevorstehenden schwierigen Entscheidung kann das Reflektieren für mehr Klarheit auch im Umgang mit unseren Kindern beitragen. Eine Einführung in die Themen Berufswahl, Berufs-orientierung und Modellschule findet ebenfalls statt. Wer oder was hat meine Berufswahl geprägt? Wie bin ich zu meiner Ausbildung gekommen? Wege und Umwege führen zum Ziel.... Wie können wir unsere Kinder unterstützen?
06.01.201015:30Zivilcourage im Nazi-DeutschlandKlaus Reichmuth (Jg. 1924), ehem. Pastor von St. Johannis GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenKurz vor seinem Abitur in Stettin im Januar 1942, bekleidet in seinem Mantel der Hitler-Jugend, wurde Klaus Reichmuth von der Gestapo ins KZ Sachsenhausen gebracht. Sein „Verbrechen“: im Biologie-Unterricht eine Abschrift der Predigt des Bischofs von Galen aus Münster vorgelesen zu haben. Er hat so Widerstand gegen die Euthanasie alter und behinderter Menschen geleistet. Klaus Reichmuth, Jg. 1924, von 1967 bis 1989 Pastor von St. Johannis, Göttingen, wird uns berichten, wie er im KZ überleben konnte und wie dies seinen weiteren Lebensweg geprägt hat. Die Christliche Opposition seiner Eltern in Nazi-Deutschland spielt darin eine große Rolle.
02.12.200915:30„Wie sicher fühle ich mich?“Charlotte Lierse, Jg. 1927, und Norbert Esemann, Präventionsteam der Polizei GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenOft wird unterstellt, dass ältere Menschen sich in besonderem Maße gefährdet fühlen. Aber wie ist es tatsächlich? Wie sicher fühlen sich ältere Frauen und wie stark bestimmt die Furcht vor Kriminalität und Gewalt ihre Lebensgestaltung? Wir sprechen über Sicherheitsgefühle und Sicherheitslagen und Möglichkeiten des Umgangs damit. Erzählerinnen und Vertreter der Polizei sprechen zum Sicherheitsempfinden älterer Frauen.
04.11.200915:30„20 Jahre danach“ Grenzöffnung und Osterweiterung der EU aus Sicht junger ErwachsenerAnnette Rehfus (Jg. 1966) und Daniela Rothe (Jg. 1973)Am Goldgraben 14, GöttingenBerlin im November 1989: euphorische junge Menschen klettern über die Mauer. Aber wie erlebten die jungen Leute in der \"Provinz\" die Grenzöffnung? Und was machten sie danach mit ihren neu gewonnenen Freiheiten? Wie stehen sie zur Osterweiterung der EU? Zwei Erzählerinnen werden uns von ihren ersten fünf Jahren mit einer \"grenzlosen\" Zukunft berichten. Wir möchten auch andere Teilnehmer anregen, ihre individuellen Geschichten zu erzählen.
07.10.200915:30Schwung hält jung Sport und Bewegung im LebenslaufMargot Köhler (Jg. 1936), ASC GöttingenAm Goldgraben 14, Göttingen„Bewegung ist die beste Prophylaxe für ein gutes und langes Leben“ – so das Credo allerorten. Eine Fitnesswelle hat das Land fest im Griff und dennoch leiden viele unter Bewegungsarmut. Wir laden sowohl sportbegeisterte als auch bewegungsarme Zeitgenossen ein, um folgenden Fragen nachzugehen: Kulturgeschichtliche Stationen: Von der Wandervogelbewegung zur „Kieser-Generation“? Wie verändert sich unser Bewegungsbedürfnis im Verlauf des Lebens? Welche Rolle spielen Sportvereine? Bewegung und Sport im Alter
02.09.200915:30„Nie wieder Krieg! Gewerkschafter und Zeitzeugen zur Rolle des AntikriegstagesAngelika Ungerer (Jg. 1945) und Horst (Jg. 1934) u. Edda (Jg. 1935) PinneAm Goldgraben 14, GöttingenAm 1. September jährt sich zum 70. Mal der Überfall von Hitler-Deutschland auf Polen. Seit 1957 wird dieses Datum in der Bundesrepublik als Antikriegstag begangen. Gewerkschaften und Friedensgruppen organisieren Gedenkveranstaltungen und machen dabei auch auf aktuelle friedens- und gesellschaftspolitische Probleme aufmerksam. Im Mittelpunkt steht die Mahnung, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Ebenfalls 1957 haben 18 renommierte Atomwissenschaftler mit der „Göttinger Erklärung“ gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Kernwaffen protestiert. Wir sprechen mit Zeitzeugen aus Gewerkschaft und Gesellschaft.
06.05.200915:30„Demenzkranken eine Stimme geben“ Erfahrungsberichte aus verschiedenen PerspektivenFamilie Kopp (Seniorenpflegezentrum Bovenden und Pflegeheim Wollbrandshausen), einer Angehörigen und einer LaienhelferinAm Goldgraben 14, GöttingenMenschen mit und ohne Demenz treffen im Alltag an vielen Orten aufeinander – und häufig kommen die „Gesunden“ mit dieser Situation nur schwer zurecht. Demenz – ein Krankheitsbild, das Angst macht. Ein aufgeklärter und kompetenter Umgang mit der Krankheit und den Betroffenen ist die richtige Antwort auf diese große persönliche und demographische Herausforderung. Am Informationsabend geben Inge Tödter (Laienhilfsdienst der Diakoniestation Göttingen) und Almuth Franz (Ärztin, Alzheimer Gesellschaft Göttingen) Einblicke in das Themenfeld und informiert u.a. über: Krankheitsbild, Abgrenzung zu normaler Vergesslichkeit, Diagnose, Behandlungs- und Versorgungs- möglichkeiten, Rolle der Angehörigen und mögliche Umgangsformen. Im Erzählcafé werden Angehörige und Laienhelfer über ihre Erfahrungen mit demenzkranken Menschen und die Bewältigung des Alltages sprechen. Familie Kopp leitet zwei Pflegeeinrichtungen in der Region und erhielt für ihre konzeptionelle Arbeit und für die vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit einer Demenzerkrankung zwei bundesweit anerkannte Auszeichnungen. Im Rundgespräch möchten wir auf die Rolle und Verantwortung des sozialen Umfeldes und der Kommune zu sprechen kommen.
01.04.200915:30Himmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt?Am Goldgraben 14, GöttingenHimmel & Hölle Alte Kinderspiele neu entdeckt? … nein, hier meinen wir nicht das bekannte Kochrezept. Wir meinen die beiden Kinderspiele. Himmel und Hölle bezeichnet sowohl das Hüpfspiel (Hickelkasten) als auch das geschickte Falten eines Papieres zum Vorhersagen der Zukunft. Wie haben sich Kinderspiele verändert? Spiele für drinnen und draußen. Spielsachen früher und heute: Puppe, Teddy, Kreisel, Lego, Barbie. Wer sind die Spielgefährten? Welche Rolle nehmen die modernen Medien inzwischen ein?
04.03.200915:30Krise als Chance Bewältigungsstrategien in UmbruchphasenMäx Schwörer, Jg. 1963Am Goldgraben 14, GöttingenUmwege und Umbrüche sind in jedem Lebensweg zu finden. Die Herausforderung besteht darin, Lebenskrisen als Entwicklungs- chance zu sehen. Zusammen mit Mäx Schwörer, Jg. 1963 und anhand weiterer biographischer Erzählungen wollen wir zeigen: Wie können wir eine Krise als Lernerfahrung nutzen? Welche Bewältigungsstrategien können wir entwickeln?
07.01.200915:30Gedenkkulturen in DeutschlandHugo Rübesamen, Landesgedenkstättenverein Politische Memoriale e.V. Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Dietmar Szedlaczek, KZ-Gedenkstätte MoringenAm Goldgraben 14, GöttingenAls der \"Eiserne Vorhang\" zwischen Ost und West-Europa vor zwanzig Jahren fiel, stiessen zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander: zwei Wege, mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in Europa umzugehen. In diesem Erzählcafe wollen wir die verschiedenen Gedenkkulturen in der BRD und der DDR bewusst rekonstruieren – vor allem um die darauf folgenden Entwicklungen in der Bundesrepublik seit dem 3. Oktober 1990 besser zu verstehen und würdigen zu können. Hugo Rübesamen, Landesgedenkstättenverein Politische Memoriale e.V. Mecklenburg-Vorpommern, dessen Großvater einer der Häftlinge war, die schon 1933 im Konzentrationslager Moringen wegen ihres Widerstandes gegen das NS-Regime inhaftiert und misshandelt wurden, und Dr. Dietmar Szedlaczek von der KZ-Gedenkstätte Moringen werden uns dabei unter-stützen.
03.12.200815:30Milchreis mit heißen Kirschen oder Gummibärchen mit Cola - Kulinarische Reise in die VergangenheitBirgit Schor, Gründerin des Primavera-Naturkost-PartyserviceAm Goldgraben 14, Göttingen„Essen wie bei Muttern zu Hause“ – die meisten Eßgewohnheiten werden in der Herkunftsfamilie geprägt. Je nach kulturellen, religiösen oder regionalen Gepflogenheiten können die „Geschmäcker“ sehr verschieden sein. * Lieblingsspeisen der Kindheit * Pausenbrot oder Hasenbrot? * \"Liebe geht durch den Magen\" oder wenn zwei Esskulturen zusammen kommen * Und dann kam die Biowelle…
05.11.200815:30So nah und doch so fern - Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Ost-West-BiographienUrsula Apel, Jg. 1948, Ortsbürgermeisterin von TeistungenAm Goldgraben 14, Göttingen„Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Willy Brandt 1989 Inwieweit ist diese Prognose in Erfüllung gegangen? Wie habe ich das Jahr des Mauerfalls erlebt? Welche Veränderungen habe ich seit 1989 in meinem gesellschaftlichen Umfeld beobachtet? Was für „Brücken-Erlebnisse“ im Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschen gab es?
01.10.200815:00Als MigrantIn älter werden in GöttingenGöttinger ErzählerInnen mit einem süd- und osteuropäischen Migrationshintergrund und Wirtschaftswissenschaftlerin Kiymet OrhanAm Goldgraben 14, GöttingenIn Göttingen leben 10% Menschen mit Migrationshintergrund, davon sind 829 Menschen über 65 Jahre alt - zuzüglich der Menschen mit Migrationshintergrund, die einen deutschen Pass haben. Insgesamt sind 150 Nationalitäten vertreten. Göttingen ist als „Stadt, die Wissenschaft“ eine „junge akademische Stadt“. Mit dieser Veranstaltung wollen wir in einer Erzählrunde die Lebens- und Wohnbedingungen von MigrantInnen beleuchten. Wie wollen MirgantInnen in Göttingen im Alter leben und wohnen? Fühlen sich MigrantInnen ein- oder zweiheimisch? Was sind Merkmale einer „kultursensiblen Pflege“?
18.09.200819:00Wohnen und Leben im AlterElisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand FAG) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin der FAG)Erzählcafé vor Ort: Treffpunkt Altes Pfarrhaus , Kirchplatz 1 in Bovenden-EddigehausenWie will ich wohnen und leben, wenn ich älter werde oder alt bin? Diese Frage beschäftigt Menschen im Ruhestand und zunehmend auch jüngere Menschen. Mitarbeiterinnen des Vereins Freie Altenarbeit - Elisabeth Mücke (Jg. 1934, Vereinsvorstand) und Regina Meyer (Jg. 1962, päd. Mitarbeiterin) geben Ihnen einen Überblick über traditionelle und neue Wohnformen im Alter, stellen einzelne Wohn-Beispiele vor und möchten mit Ihnen über eigene Vorstellungen und Wohn-Wünsche ins Gespräch kommen.
03.09.200815:30Klassentreffen - Schulalltag gestern und heuteElisabeth Lenz, Jg. 1952Am Goldgraben 14, GöttingenWer kennt dies nicht: Das Wiedersehen bei einem Klassentreffen nach vielen Jahren ist meistens eine bewegende und überraschend vertraute Begegnung. Die Lern- und Leidenszeiten der Schulzeit schweißen zusammen wie keine andere Lebensphase. In diesem Erzählcafé möchten wir die eigene Schulzeit vergegenwärtigen, um ein genaueres Bild von den Wirkungen dieser Schulerfahrungen zu erhalten. Mit ErzählerInnen der jüngeren und älteren Generation wagen wir auch einen Vergleich zwischen dem Schulalltag gestern und heute.
02.07.200815:30Meine letzte Schallplatte und erste CD - Die Tonträger verschiedener GenerationenUte Schröter, Gisela Gaede und Michael JasperAm Goldgraben 14, GöttingenDie digitale Revolution wirkt sich auch auf unsere Ohren aus: Während die Nachkriegsgeneration mit der LP (Langspielplatte) groß wurde, konnten die Wirtschaftswunderkinder schon auf handliche CDs zugreifen. Die Kinder des neuen Jahrtausends tragen in ihrem iPod die Welt der Musik permanent mit sich. Die Lieblingsmusik verschiedener Generationen wird in Wort und Ton zu Gehör gebracht.
04.06.200815:30Burnout im Freiwilligendienst? Zu den Rahmenbedingungen von EhrenamtlichkeitFrau Böhnel-Rösch, Beraterin und Koordinatorin von freiwillig EngagiertenAm Goldgraben 14, GöttingenDas Burnout-Syndrom („Ausgebranntsein“) bezeichnet einen Zustand der totalen Erschöpfung. Ständige Frustration, Überlastung, zu hohe persönliche Erwartungen und Nichterreichen der eigenen Ziele können ein Bündel von Krankheitsbeschwerden hervorrufen. Bezogen auf den Berufsalltag ist das Burnout-Syndrom ein anerkanntes Krankheitsbild. Eine Leistungsgesellschaft, die aber immer mehr auf Freiwilligenarbeit setzt und deren Schnelllebigkeit auch dort um sich greift, sollte sich fragen: Wo liegen die Grenzen bei Freiwilligenarbeit? Wie kann Freiwilligkeit und Gesundheitsprävention im Ehrenamt berücksichtigt werden? Welche Rahmenbedingungen braucht Freiwilligenarbeit?
07.05.200815:30Rebellische Zeiten in Göttingen Die Generation der 68er und die Debatte um ihre FolgenProf. Dr. Martin Baethge, Jg. 1939, und Dr. Bärbel Kern-Lange, Jg. 1941Am Goldgraben 14, GöttingenDie Bewegung von 1968 markiert eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach der Rebellion der „Halbstarken“ standen Menschen auf für Frieden, Ökologie, Bürger- und Frauenrechte und gegen Autoritäten. 40 Jahre später sind die 68er immer noch oder wieder in den Schlagzeilen: „Die Jugendrevolte von 1968 war ein globaler Aufstand, aber es gibt neben Deutschland kein zweites Land, in dem die Folgen der 68er-Revolte bis heute so verbissen debattiert werden.“ (Spiegel 44/2007) Zusammen mit Zeitzeugen der 68er-Generation versuchen wir ein differenziertes Bild jener Jahre in Göttingen zu zeichnen und fragen: Was halten die 68er selber von ihrer heutigen Medienpräsenz? Wie sehen sie ihre „wilden Jahre“? Haben sie die „Republik demokratisiert“?
02.04.200815:30Die erste große Liebe - Liebesbriefe von der Nachkriegszeit bis heuteCharlotte Lierse, Jg. 1927, Christoph Homann, Jg. 1975, und der Kulturanthropologin Anna-Maria BrinkopAm Goldgraben 14, GöttingenVom „Postillon d’amour“ als Überbringer einer Herzensnachricht bis zum digitalen Liebesbrief reicht die Spanne dieses Erzählcafés. Geschichten über Liebesbriefe aus verschiedenen Jahrzehnten - geschrieben in ganz unterschiedlichen Lebensaltern und Lebenssituationen.
05.03.200815:30Leichter leben – Komfort für alle Stadtplanung, Integrations- und Behindertenpolitik zum Wohle allerGudrun Freyjer, Behindertenkoordinatorin der Stadt Göttingen und Wolfgang Peter, Behindertenbeauftragter des Landkreises GöttingenAm Goldgraben 14, GöttingenAusgelöst durch Aktivitäten der Europäischen Kommission und durch die deutsche Gesetzgebung im Bereich der Behindertengleichstellung setzen sich Organisationen wie z.B. „Zugang für alle“ oder „Design für alle“ (www.design-fuer-alle.de) für klügere einfachere Produkte ein. Vor allem die Bereiche Bauen, Haushaltstechnik, Informationstechnologie, aber auch die Sprache sollen „barrierefreier“ werden. Produkte und Dienste sollen von nahezu allen Menschen diskriminierungsfrei benutzt und verstanden werden können, um somit ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in normaler Umgebung zu ermöglichen. Solange die Elektronikindustrie Einfach-Handys noch unter dem stigmatisierenden Titel „Seniorenhandy“ vermarktet, ist die Idee des „Komforts für alle“ noch nicht überall angekommen.
06.02.200815:30Unsichtbare Handicaps - Wie gehen wir mit Behinderung um?Lydia Schelper, Jg. 1957Am Goldgraben 14, GöttingenWenn Sie den Begriff „Behinderung“ hören, fallen Ihnen bestimmt sofort Rollstuhlfahrer ein, vielleicht noch blinde Menschen. Wer aber bringt schon Asthmatiker oder Diabetiker, gehörlose Menschen oder psychisch gehandicapte Menschen mit diesem Wort in Verbindung? Beispiele Betroffener verdeutlichen, wie Menschen mit unsichtbaren Handicaps die gesellschaftliche Integration erleichtert werden kann – auch im Hinblick auf das eigene Älterwerden.
07.03.200715:30Der Wald in uns – Nachhaltigkeit kommunizieren - Schlüsselerlebnisse zum Thema „Wald“Stadtwald-Förster Martin Levin, Jg. 1953, und Försterstochter W. I. Klaer, Jg. 1925Am Goldgraben 14, GöttingenDas Klima wandelt sich spürbar, Mensch und Natur entfremden sich immer mehr – eine Entwicklung, die zu denken gibt. Der Wald als Sinnbild für die Natur steht im Mittelpunkt dieses generationsübergreifenden Erzählcafés: Welche Erfahrungen haben ältere und jüngere Menschen mit “ihrem“ Wald gemacht? Wald als Sport-, Erholungsort, Nahrungs- und Energiequelle? Der Wald als Arbeitsfeld? Der Stadtwald als schützenswertes Kapital?
07.02.200715:30Die 20er Jahr aus der Sicht der kleinen LeuteWilhelm Schleenvoigt, Jg. 1921, gebürtiger Göttinger und langjähriges VereinsmitgliedAm Goldgraben 14, GöttingenWilhelm Schleenvoigt (Jg. 1921) stammt aus einer Arbeiterfamilie aus dem Göttinger Ebertal. Nach einer Facharbeiterlehre, Krieg und Gefangenschaft arbeitete er über 20 Jahre bei der Firma Ruhstrat und engagierte sich in der SPD und der Gewerkschaft. Er beschreibt das Lebensmilieu der Göttinger „kleinen Leute“ von damals: die „gute Stube“, „Sonntagsstaat“, Badetage, typische Ausflugsziele, Dutt oder Bubikopf, täglich Brot und Kartoffeln, Arbeitslosigkeit und Wohlfahrtsamt, Tippelbrüder und Straßenmusikanten. Und wir fragen: Wie leben die „kleinen Leute“ von heute?
10.01.200715:30Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaften - Die Jahrgänge 1930 – 1945 erinnern sichChrista Schwalbe, Jg. 1940 und dem Pastoralpsychologen Wolfgang Winter, Jg. 1941Am Goldgraben 14, GöttingenHeute sind sie 60, 70 und 75 Jahre alt. Die Jahrgänge 1930 bis 1945 waren damals Kinder und Jugendliche, die den Nationalsozialismus, den Krieg und die Nachkriegszeit erlebten. Heute erinnern sie sich: an Geschichten, grausame Erlebnisse, Ängste und Verluste – Gefühle, die von den einen 12 Jahr lang empfunden wurden, von anderen nur ein paar Jahre. Und sie erinnern sich nicht nur, sie sehen Zusammenhänge, wie diese Erfahrungen ihr Leben geprägt haben. Statt Verdrängung oder Verleugnung versuchen sie, diese Erfahrung als einen Teil ihrer Biographie zu begreifen. Das Erzählcafé kann dazu anregen, über die eigene Kindheit nachzudenken und dabei neue Zusammenhänge zu entdecken.
06.12.200615:30„Gäste aller Couleur“ in der Bahnhofsgaststätte Göttingenehem. Pächter und Gastronom Karl Gemmer, Jg. 1926Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenBahnhöfe sind Dreh- und Angelpunkte des mobilen Lebens – früher vielleicht noch mehr als heute. Karl Gemmer, 1926 im Sudetenland geboren, war von 1973 bis 1985 Pächter des Göttinger Bahnhofsrestaurants. Sein Weg nach Göttingen interessiert uns genauso wie seine zahlreichen Erlebnisse und Episoden mit Bahnreisenden an der Theke. Auch die Perspektive vor der Theke, von Besuchern der alten Bahnhofsgaststätte, wird ihren Platz haben. • Wie haben sich Bahnhofsgastronomie und Begegnungsformen im modernen Bahnhof des 21. Jahrhundert verändert? • Was schätzen wir an den alten Bahnhöfen, was an den neuen?
05.07.200615:30Was macht es attraktiv, älter zu werden? Kompetenzen des AlternsMit einer Erzählerin, Jg. 1937, und Dipl. Sozialpädagogin Almut SchillingAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Lebensbedingungen in der dritten Alternsphase haben sich in den letzten 50 Jahren gravierend verbessert. Lebenserwartung, medizinische Versorgung, ökonomische Grundlagen, Wissenszuwachs, Möglichkeiten des Reisens und vieles mehr sind gute Bedingungen, das Alter selbstbestimmt und kreativ zu erleben – wenn es die Gesundheit zulässt. Das setzt aber voraus, dass der Einzelne sich seiner im Leben erworbenen Ressourcen bewusst ist und sie einsetzen kann. Leider werden oft nur die belastenden Begleiterscheinungen des Alters in den Blick genommen. Das will das Erzählcafé ausbalancieren: Menschen, der jungen, mittleren und älteren Generation berichten, wie sie das Alt-Werden und Alt-Sein sehen bzw. gestalten und wie sie mit den kleinen und größeren Problemen umgehen – und sie möglicherweise in Lebenskompetenzen umzuwandeln. Dipl. Sozialpädagogin Almut Schilling ergänzt das Bild mit Ergebnissen ihrer Diplomarbeit Kompetenzen von älter werdenden Frauen“. Es gilt, einen neuen Blick zu wagen: weg von der Defizitvorstellung und hin zu neuer Offenheit, Freiheit und Fülle – zur Lust, alt zu werden. • Haben Sie Vorstellungen vom Älterwerden/Altwerden? • Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um? • Haben Sie Vorbilder?
07.06.200615:30Wohnprojekte – eine Zukunftsvariante - Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnformen?Katharina Kohl (Northeimer Wohnprojekt) und Charlotte Lierse (Alten-WG Am Goldgraben)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDas Kuratorium Deutsche Altershilfe geht davon aus, dass ca. 250 gemeinschaftliche Wohnprojekte in Deutschland realisiert sind und ca. 8000 über 65-jährige Menschen in einer solchen Wohnform leben (Kremer-Preiß & Stolarz 2003) – das sind 0,01% der über 65-Jährigen. 93% leben in normalen Privathaushalten, gut 5% in Alten- oder Pflegeheimen und 1,6% in speziellen Altenwohnungen wie Betreutem Wohnen oder Gemeinschaftlichem Wohnen. Das Interesse an alternativen Wohnformen im Alter steigt. Wir geben eine Überblick über die verschiedenen Typen gemeinschaftlichen Wohnens. Wir fragen „Pionierinnen“ aus der Göttinger Alten-WG nach ihren Erfahrungen. Katharina Kohl steht mit ihrem Verein „Wohnen mit Zukunft WoZu e.V.“ kurz vor der Realisierung eines Wohnprojektes in Northeim. Woher kommt das Interesse für Wohn-Alternativen? Was sind die Errungenschaften der Wohnprojekte? Wie tragfähig sind selbstorganisierte Wohnprojekte? Kann ich „Gemeinschaftliches Wohnen“ lernen?
25.05.200618:00Erzählcafé Aktuell: „Ich kriege keinen Job mehr!“ Auswirkungen der drohenden Huhtamaki-WerksschließungBetroffene berichten: Andreas Lingl, Jg. 1959 (seit 19 Jahren bei Huhtamaki); Walter Stelzl, Jg. 1947 (seit über 40 Jahren bei Huhtamaki); N.N., MitarbeiterIn der ehem. Firma GLUNZGemeindesaal der St. Michael-GemeindeDie Schließung des Weender Huhtamaki-Werkes bedroht und betrifft unmittelbar ca. 540 Menschen aus Südniedersachsen und Thüringen. Als Papierfabrik 1873 gegründet und als ehemalige Firma 4-P-Rube in Göttingen bekannt, wurde der Hersteller von Lebensmittelverpackungen vor einigen Jahren von dem finnischen Konzern Huhtamaki übernommen, der zusammen mit anderen Standorten zur Zeit 2700 Beschäftigte in Deutschland hat. Aber das soll sich nun ändern: voraussichtlich bis zum Jahresende 2005 soll eine der „größten europäische Huhtamaki-Produktionsstätte“ (Firmen-Homepage im Mai 2005) ‚abgewickelt’ werden.
03.05.200615:30Europa erzählend begegnen - Biographieprojekte in Tschechien, Bosnien und ItalienMit Projektpräsentationen bzw. ErzählerInnen aus Tschechien / Prag (Gedächtnis der Frauen): Dr. Alena Wagnerová; Ex-Jugoslawien (Erzählcafé in Bosnien): Bosiljka Schedlich; Italien / Anghiari (Città dell autobiografia): FilmAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn vielen europäischen Ländern existieren Erzähl- und Biographieprojekte mit z.T. langer Tradition. Die Erfahrungen des Göttinger Erzählcafés werden auch in anderen europäischen Ländern geteilt: Erzählorte schaffen Verbindung und Begegnung. Alena Wagnerová zeigt dies am Beispiel des tschechischen Biographie-Projektes „Gedächtnis der Frauen – ein lernendes Projekt“, das mit Interviews die Geschichte der Frauen im Sozialismus dokumentiert und für die nachfolgenden Generationen zugänglich gemacht wird. Für das Zusammenwachsen Europas sind die Begegnungen und Gespräche mehr als nötig: sie dienen dem Abbau von ideologisch bedingten Vorurteilen. Die Landkarte wird mit weiteren europäischen Erzählprojekten vervollständigt. Der Kerngedanke des Nachmittages „Erzählen verbindet Europäer“ soll mit Ihren Erfahrungen bereichert werden.
05.04.200615:30Mein liebstes Kinderbuch Lesen in jungen JahrenLeni Gaber und Waltraud Irina KlaerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenErinnern Sie sich an Ihre erste Vorlesegeschichte? Und an das erste eigenständig gelesene Buch? Bilder- und Kinderbücher sind seit Generationen Begleiter des Größer- und Erwachsenwerdens. • Welche Rolle spielten Bücher in meiner Herkunftsfamilie? • Was war das Faszinierende an Bilder- und Kinderbüchern? • Welche Auswirkungen hatten diese Bücher auf mich? Bringen Sie gerne Ihr Lieblings-Kinderbuch mit!
01.03.200615:30„Unter dem Pflaster liegt der Strand“ Soziale Bewegungen in GöttingenChrista Schwalbe, Jg. 1940, Friedensbüro und Edgar Schu, Jg. 1969, Montagsdemo und Alg II-ProtesteAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie sozialen Bewegungen (z.B. Frieden, Frauen, Umwelt) der letzten Jahrzehnte haben unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Vieles, was heute selbstverständlich zu sein scheint, gäbe es nicht: Bioprodukte in den Supermärkten, wachsendes Umweltbewusstsein, ein verändertes Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern und die Gleichstellung von Homosexuellen. Gerade Göttingen war eine Hochburg der verschiedenen Aufbruchs- und Alternativbewegungen. ZeitzeugInnen aus Göttinger Friedens-, Umwelt- und Anti-AKW-Gruppen erinnern sich. • Welche Beweggründe hatten die damaligen AktivistInnen? • Wie sehen sie ihr Engagement im Rückblick? Wie verbinden sie es mit ihren heutigen politischen Aktivitäten? • Welche Möglichkeiten der kollektiven Gesellschaftsveränderung gibt es heute?
23.02.200618:30Gewerkschafter erinnern sichAngelika Stroker, Jg. 1953, 25 Jahre in der Gewerkschaft (HBV; VERDI), Klaus Rath, Jg. 1949, 40 Jahre in der Gewerkschaft (IGM, ÖTV, VERDI), Karl Blick, Jg. 1938, seit 50 Jahren in der Gewerkschaft (DAG, VERDI)Altenzentrum GroneWelche Rolle spielt die Gewerkschaft für mich – früher und heute? Was habe ich aus dieser Zeit für mich mitgenommen? Auf Initiative von Christina Wehmheuer (VERDI-Sekretärin Göttingen) ist die Idee entstanden, die Ehrungen der Verdi-Mitglieder etwas anders zu gestalten. Nach der Begrüßung durch den Verdi-Vorsitzenden Klaus Schild wollen wir mit einer Erzählrunde überraschen: Mit biographischen Berichten aus der Zeit als Gewerkschaftsmitglied versuchen wir die Runde der Jubilare ins Gespräch mit einzubeziehen.
01.02.200615:30Die andere Medizin Persönliche Erfahrungen mit verschiedenen BehandlungsmethodenMit Erzählerinnen der Jahrgänge 1934 und 1940Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenZwei Drittel der Deutschen nutzen alternative Heilmethoden, die auch als ergänzende Medizin oder Komplementärmedizin bezeichnet werden. Die Stiftung Warentest veröffentlicht in dem Buch „Die Andere Medizin“ zum fünften Mal Forschungs-ergebnisse zu vielen alternativen Verfahren, deren Bewertung z.T. sehr kontrovers diskutiert werden. Ist ein Glaubenskrieg um den richtigen Weg zur Heilung sinnvoll? In diesem Erzählcafé kommen die persönlichen Erfahrungen mit den verschiedenen Medizinrichtungen aus der Sicht Betroffener zu Wort – um die Vielfalt der Wege und Meinungen abzubilden. Zwei Frauen der Jahrgänge 1934 und 1940 werden über ihren Umgang mit der Schul- und der Alternativmedizin den Anfang in der Erzählrunde machen.
11.01.200615:30Was hat der Nationalsozialismus mit mir zu tun? Erinnern in der zweiten und dritten Generation nach dem HolocaustMit einer Erzählerin Jg. 1936 und einem jüngeren ErzählerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Nachwirkungen von Nationalsozialismus und Holocaust sind auch im 21. Jahrhundert spürbar – bei zunehmender zeitlicher Distanz. Von den Zeitzeugen, der Erlebnisgeneration, wird in absehbarer Zeit niemand mehr leben. Für die Nachkommen wird die Vergangenheit zur fernen Geschichte: History, not memory. Damit ändern sich die Formen des Erinnnerns und die Bedeutung der Erinnerungen. In diesem Erzählcafé wollen wir VertreterInnen der zweiten und dritten Generation zu Wort kommen lassen: • Wie und warum erinnert die Töchter- und Enkelgeneration? • Wie geht sie persönlich mit der Familiengeschichte um? • Wie werden die Familien-Erinnerungen mit der Geschichtsschreibung verbunden? • Wie soll die Erinnerungskultur der Zukunft aussehen?
07.12.200515:30Der säkulare Staat als Hüter der GlaubensvielfaltPastor Ludger Gaillard, Christopherus-GemeindeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSymptome sich verändernder Religionen im Zeitalter der Globalisierung: Der 11. September 2002 und der „Krieg gegen den Terror“; der Vatikan als Medienhype und „Wir sind Papst“; Sektenähnliche Massenevents in den USA und die Kopftuch- Debatte in Deutschland. Das Thema „Religion“ ist brisant. Wir wollen mit einer neuen Veranstaltungsform, dem Philosophischen Café, komplexen Fragen nachgehen - und sie auch auf uns persönlich beziehen. • Was verstehe ich unter Religiosität? • Was ist mir ein säkularer Staat wert? Zusammen mit Pastor Ludger Gaillard (Christopherus-Gemeinde; Interreligiöser Runder Tisch) werden wir diskutieren, warum die Trennung von Staat und Kirche ein Garant für die Glaubensfreiheit ist.
02.11.200515:30Wer ist Familie? Familie im Wandel der ZeitProf. Heidi Rosenbaum, Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie der Universität GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie „Keimzelle der Gesellschaft“ war immer schon ein Schauplatz politischer Kontroversen und ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen. Familie wird nach wie vor mehrheitlich mit der „Vater-Mutter-Kind-Familie“ gleichgesetzt – dabei werden viele andere Formen ausgeblendet: Ein-Eltern-Familie, Patchwork-Familie, Großfamilie, Wahlfamilie ... „Die“ Familie gibt es also nicht. Mit den Erfahrungen der Erzählcafé-BesucherInnen und mit Unterstützung von Prof. Heidi Rosenbaum wollen wir folgenden Fragen nachgehen: Welche Familienformen haben Sie kennen gelernt und leben Sie heute? Ist Familie dort, wo Kinder sind? Wie haben sich die Familienformen nach 1945 verändert? Was kann Familie leisten, was nicht?
11.10.200520:00Erzählcafé für Frauen: Ich sehe was, was du nicht siehst ... - betroffene Frauen berichtenJohanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesSeminarraum der LEB, Weender Str. 87, GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Doch immer noch verbergen Frauen die erlebte Gewalt meistens vor den Augen anderer. Aber auch der Frauenhausalltag ist zum Schutz der Bewohnerinnen für die Öffentlichkeit unsichtbar. Vom Leben und Erleben vor, im und nach dem Frauenhaus berichten Frauen aus 25 Jahren Frauenhaus Göttingen und machen einiges sichtbar. Johanna Kurth, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
07.09.200515:30Wahl ohne Wahl - Parteienlandschaft und Wählerstimmung kurz vor der BundestagswahlProf. Franz Walter, Uni Göttingen (angefragt) und Ines Pohl, HNA Kassel (angefragt)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWahl ohne Wahl? Parteienlandschaft und Wählerstimmung kurz vor der Bundestagswahl 20 % der WählerInnen sind noch unentschieden. Die Wahlbeteiligung lag in den vergangenen Jahren bei mageren 60 %. Politikverdrossenheit macht die Runde – nicht nur bei jungen Menschen. Die PolitikerInnen haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Aus der Errungenschaft des „Wählen dürfens“ ist. Ein „Wählen müssen“ geworden. Mit Unterstützung des Politikwissenschaftlers und Parteienforschers Franz Walter und der HNA- Nachrichten-Chefin Ines Pohl suchen wir Hintergründe und Argumente: • Demokratie in Gefahr? Antworten aus geschichtlicher Perspektive • Wahlprüfstein am Beispiel der Alternsfrage • Wie kann ich als WählerIn meine demokratische Verantwortung wahrnehmen? Ein Gesprächsversuch gegen Ohnmachtsgefühle und Wahl-Frust. Mischen Sie mit: Beteiligung anstatt Missmut!
06.07.200515:30Wer schreibt, bleibt? Erfahrungen mit biographischem SchreibenWilhelm Schleenvoigt Jg. 1921, Gisela Gaede Jg. 1921 und Marieluise Erckenbrecht Jg. 1921 und Dr. Regina Löneke (BiografieWerkstatt)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenViele, vor allem Ältere, möchten ihre Erinnerungen aufschreiben, um sie an die eigenen Nachkommen oder generell an die jüngere Generation weiterzugeben. Andere sehen in ihrem biographischen Schreiben eine Form der historischen Dokumentation. Wieder andere wollen sich etwas von der Seele schreiben oder bringen biographisches Schreiben in eine literarische Form. An diesem Nachmittag wollen wir uns über Motive und Funktionen von biographischem Schreiben austauschen. SchreiberInnen berichten über ihre Schreib-Erfahrungen. Welche Funktion erfüllt biographisches Schreiben für mich? Ist es nötig, gut zu schreiben? „Das Geschriebene will gelesen werden!?“ „Schreiben heißt sich selber lesen“ (Max Frisch)
01.06.200515:30Beste Freundin – ärgste Feindin - Zur Beziehungsdynamik zwischen Müttern und TöchternUlla May, Jg. 1939 und Julia Kellner-Evers, Jg. 1973Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Beziehungsdynamik zwischen Müttern und Töchtern war in der Frauenbewegung der 1980er Jahre ein heißes Eisen. „Es sind immer die Töchter, die gefressen werden“ oder „Manchmal hasse ich meine Mutter“ sind Buchtitel aus dieser Zeit, die alles andere als eine heile Welt beschreiben. Analog zum kritischen Blick auf das gesellschaftliche Mann-Frau-Verhältnis wurde das Rollenspiel zwischen Mutter und Tochter unter die Lupe genommen. Über gelungene Mutter-Tochter-Verbindungen, über Konflikte und ihre Bewältigungen werden wir in diesem Erzählcafé aus der Mutter- und aus der Tochterperspektive sprechen. Was ist aus den damaligen Debatten geworden? Wo und wie wird heute über das Mutter-Tochter-Verhältnis nachgedacht? Konflikte und ihre Ursachen – Bewältigung und Chancen eines Generationenverhältnisses
06.04.200515:30Politik mit dem Einkaufskorb - Wie der Südafrika-Boykott eine Biographie beeinflusst hatGisela Helbig, Jg. 1937Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenGisela Helbig, Jg. 1937, Pfarrfrau, wurde durch ihre Mitarbeit in der „Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland“ sensibilisiert für das Unrechtssystem der Apartheid in Südafrika. In den 1980er Jahren engagierte sie sich im Konsumboykott südafrikanischer Waren (z.B. Orangen, Banken, Krüger-Rand). Zahlreiche persönliche Kontakte zu AfrikanerInnen veränderten ihr Afrika-Bild. Die Befreiung von Nelson Mandela erlebte sie in Tansania. Auch heute ist sie in einer Gruppe zum Thema „Frauen und Weltwirtschaft“ politisch aktiv. Neben diesem Beispiel einer – relativ späten – politischen Emanzipation wollen wir uns gerne auch über andere Wege der politischen Sozialisation austauschen.
02.03.200515:30„ ... wie einst Lili Marleen“ Musik als subversive KraftDorothee Gönner (Gesang) und Ute Schröter (Klavier)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenEin Schlager macht Geschichte – als sentimentales Liebeslied, Wehrmachtsschlager und als internationaler Hit. Auf beiden Seiten der Front wird Lili Marleen zum populärsten Lied des Zweiten Weltkrieges. Lale Andersen, Marlene Dietrich und Hanna Schygulla sind mit dem Lied eng verbunden. Als Mythos weckt der Name Lili Marleen nostalgische Gefühle. Er wird heute zur Vermarktung von Schiffen, Restaurants und Hotels benutzt. In diesem Erzählcafé sprechen wir zusammen mit ZeitzeugInnen über unsere Erinnerungen an das 1939 als Schallplatte erschienene Lied, das ab 1941 vom deutschen Soldatensender Belgrad allabendlich ausgestrahlt wurde. Wir zeichnen die Geschichte des Liedes nach und fragen an seinem Beispiel nach der subversiven Kraft, aber auch nach der politischen Instrumentalisierung von Musik.
02.02.200515:30Deutsche auf der Suche nach dem Paradies? Altern auf MallorcaKarin Kuckuk, Jg. 1942Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn der Hoffnung auf ein angenehmes, wetterunabhängiges Leben zieht es vornehmlich ältere Deutsche in der Nachberufsphase auf die Balearen-Insel Mallorca. Manche verkaufen alles und verbringen die verbleibenden Lebensjahre dort. Andere gehen für einige Wochen oder Monate im Jahr auf die Insel. Die Hoffnungen auf ein sonniges „Altern unter Palmen“ werden nicht selten durch Alltagsprobleme enttäuscht. Viele Urlauber bzw. Einwanderer betrachten Mallorca nicht als Ausland – und sehen deshalb keinerlei Integrationserfordernisse. Kenntnisse der Landessprache und –kultur sowie der Geschichte Mallorcas und Spaniens wären aber Voraussetzungen für Kommunikation und Verständnis der mallorquinischen Eigenheiten – und könnten die Isolation vieler Deutscher vermeiden helfen. Zusammen mit Karin Kuckuk, Jg. 1942, die seit zehn Jahren zwischen Göttingen und Mallorca pendelt, möchten wir folgenden Themen nachgehen: Mallorca: punktuelles Ferienziel und ganzjähriger Aufenthaltsort deutscher Residenten; Falsche Hoffnungen: Anstatt Auswanderungsparadies Leben in der Fremde; Geteilte Insel: Mehr-Klassen-Gesellschaft bei den ImmigrantInnen; Zukunftschance: Integration und soziale Netze durch Hilfsorganisationen
05.01.200515:30„Mein Großvater war Nazi“ Wie wird die NS-Familiengeschichte zwischen den Generationen tradiert?Erzählerin der Enkelgeneration (Jg. 1961)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenIn diesem Erzählcafé geht es um Täterschaft und Mitläufertum von Eltern und Großeltern im Nationalsozialismus. Eine Erzählerin der Enkelgeneration (Jg. 1961) berichtet über ihre Familiengeschichte. • Wie und was haben Eltern und Großeltern über Nationalsozialismus und Holocaust erzählt? • Wie haben sich die Nachkommen mit dem Nationalsozialismus in ihren Familiengeschichten auseinandergesetzt? • Wie blickt heutige junge Generationen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Verarbeitungsstrategien in Ost- und Westdeutschland auf ihre Eltern und Großeltern? Die biographisch-reflektierten Erzählungen der vorbereiteten ErzählerInnen und des Publikums werden im Zentrum der Veranstaltung stehen. Ergebnisse der Mehrgenerationenforschung zur Tradierung von NS-Familiengeschichten werden einbezogen.
01.12.200415:30Willkommen im Leben – Gespräch zwischen den Generationen zum Thema Geburt und ElternschaftHebamme Barbara Müller-Römheld-Fütterer und Christiane Jendral, Mutter von drei KindernAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWährend der Geburt eines Kindes findet eine Verwandlung statt, die nicht nur das Neugeborene selbst erlebt, sondern auch dessen Mutter und Vater und – sofern vorhanden – seine Geschwister. Lebenslange Beziehungen finden hier ihren Anfang. Soziale Rollen werden geschaffen beziehungsweise neu verteilt. Lebensvorstellungen verändern sich. Hinzu kommt dieser neue Mensch, der erst einmal kennen gelernt werden will. Wie haben Sie die Geburt Ihrer Kinder erlebt beziehungsweise was wissen Sie über Ihre eigene Geburt ? Wie haben Sie sich als junge Mutter gefühlt, wie Sie sich als Vater ? Wie wirkt sich die gesellschaftliche Situation auf das Geschehen der Geburt sowie die Wahrnehmung von Geburt und Elternschaft aus? Über diese und andere Fragen wollen wir im Erzählcafe mit der seit fast 20 Jahren praktizierenden Hebamme Barbara Müller-Römheld-Fütterer und mit Christiane Jendral, Mutter von drei Kindern, reden. Am Schluss der Veranstaltung wird die Frage stehen, welchen Einfluss eine von den Eltern selbstbestimmte Geburt für das Leben in unserer Gesellschaft haben kann. Kinder können gerne mitgebracht werden! Eine Kinderbetreuung ist vorhanden.
29.11.200419:00„Wie surfen von Welle zu Welle“ Zehn Jahre leben mit AidsMichael Jasper, Jg. 1955, Silke Eggers, Aids-Hilfe Göttingen e.V.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie letzten 10 Jahre waren eine bewegte Zeit, besonders für Menschen mit HIV und AIDS, aber auch für ihre Ärzte, ihr Umfeld und für die AIDS-Hilfe. 1994 – vor zehn Jahren: Diagnose „Aids“ für Michael Jasper, den damaligen Vorsitzenden der Freien Altenarbeit Göttingen. 1994 – zeitgleich der Beginn einer ganz „neuen Geschichte“ für das Haus Am Goldgraben 14: neues Domizil des Vereins, Start der Alten-WG und vieler weiterer Projekte – Herausforderungen pur, die Engagement und Standfestigkeit verlangen... Aus diesen zehn Jahren wird Michael Jasper aus seiner Perspektive erzählen – musste er seine Krankheit 1994 noch als schnelle Sterbeprognose begreifen, kamen kurze Zeit später, plötzlich und unerwartet für ihn, Medikamente auf seinen „täglichen Speiseplan“, die seine Lebensperspektive wieder deutlich öffneten: „Wie im Krimi“, so Michael Jasper. Aber was heißt das genauer: Leben und Arbeiten mit Aids – über ein ganzes Jahrzehnt hinweg?? Die, die Michael Jasper kennen, kennen auch seinen Optimismus und seine Zuversicht – aber gab es auch Rückschläge, schwierige Zeiten, Krisen? Leben mit AIDS, damals und heute: Sich laufend verändernde Situationen, Möglichkeiten, Hoffnungen, Perspektiven - aber auch Enttäuschungen, Verunsicherungen und Rückschläge. Neben der individuellen Perspektive von Michael Jasper berichtet Silke Eggers, seit 15 Jahren Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe, über die Entwicklungen der letzten 10 Jahre.
03.11.200415:3015 Jahre Mauerfall Erfahrungen aus der Sicht von „hüben und drüben“Eckart Lintzel, Jg. 1952, 1. Beigeordneter der Stadt Leinefelde-Worbis, Lena Pukall, Jg. 1979, KrankenschwesterAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenIm Erzählcafé am Goldgraben in Göttingen ist das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland schon einige Jahre ein Themenschwerpunkt. Eine „gemischte“ Biographiegruppe hat sich über Jahre mit den unterschiedlichen Alltagserfahrungen auseinandergesetzt. Wir möchten in diesem Erzählcafé auf die 15 Jahre seit der Maueröffnung zurückblicken und die Veränderungen aus doppelter Perspektive anschauen: Ost- und Westgeborene, Alt und Jung. - Wie erleben verschiedene Generationen die Zeit nach 1989? - Was hat sich seitdem auf dem Arbeitsmarkt getan? - Wie haben sich Familienstrukturen und Nachbarschaften verändert? - Was ist aus den „Vereinigungshoffnungen“ geworden?
01.11.200419:00„Was wären wir ohne unsere Wahlfamilie?“ Lesbische und schwule Gedanken über das ÄlterwerdenProf. Dr. Andreas Meyer – Hanno, Jg. 1932, Dr. Marie Sichtermann, Jg. 1944Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenVor dem Hintergrund zweier bewegter Biographien thematisieren wir in diesem Erzählcafé Fragen des Älterwerdens aus lesbischer und schwuler Sicht. Dr. Marie Sichtermann, Jg. 1944, Juristin, Heilpraktikerin, Berufsfeministin, Autorin, seit 1987 Mitinhaberin von Geld&Rosen - Projekt- und Unternehmensberatung für Frauen. Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno, Jg. 1932, als Sohn einer jüdischen Pianistin und eines kommunistischen Schauspielers in Berlin geboren, Studium der Musik- und Theaterwissenschaft, Professor an der Musikhochschule in Frankfurt, Mitbegründer der Homosexuellen Selbsthilfe (1980) und Gründer der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (1991).
06.10.200415:30„Leichte Beute?“ Alte Menschen als Opfer von Betrug und DiebstahlMarieluise Erckenbrecht (Jg. 1921), Manfred Bayer, Weißer Ring Göttingen, Heinz-Peter Braun, Präventionsbeauftragter der Polizei GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Erfahrung, von findigen Geschäftemachern übern Tisch gezogen zu werden, kennen vermutlich viele von uns. Mit höherem Lebensalter scheint unsere „Attraktivität“ für Nepper & Konsorten aber noch zu wachsen: sogenannte „Kaffeefahrten“, „Sonderangebote“, fingierte „Gewinne aus Preisausschreiben“ etc. etc. – ein Riesenmarkt, der sich in unserer ach so freien Wirtschaft entfaltet. Alte Menschen als „leichte Beute“?? Leichte Beute auch bei Raub, Einbruch & Überfall, bei denen auf die Schwäche älterer Menschen spekuliert wird? Dieses Erzählcafé soll dazu dienen, unsere persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen als Opfer von Betrug und Diebstahl auszutauschen – und so die Sensibilität und Achtsamkeit gerade älterer Menschen zu erhöhen. Marieluise Erckenbrecht, Jg. 1921, wird von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen, Heinz-Peter Braun, Präventionsbeauftragter der Polizei Göttingen bringt sicher einige handfeste Tipps mit und Manfred Bayer vom Weißen Ring berichtet über Hilfsmöglichkeiten im Falle eines Falles.
01.09.200415:30Als der Jazz nach Göttingen kam - Ein Göttinger Jazz-Musiker erzähltMit Hilmar Stemmler und seinen Töchtern Christine und Susan StemmlerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenHilmar Stemmler kam als Gymnasiallehrer und Jazzmusiker vor 30 Jahren nach Göttingen, wo er eine vielfältige und intakte Jazz-Szene vorfand. Er wird uns einen ganz persönlichen Einblick in diese aufregende Zeit geben. Während er uns aus seiner Musik-Biographie erzählt, werden wir auch erfahren, wie die Göttinger Jazzwelt über die Jahre sich entwickelt hat. Zusammen mit seinen zwei Töchtern (15 & 17 Jahre alt) wird er musikalische Beispiele vorspielen, und dabei die Klänge dieser Jazz-Musik lebendig machen und uns näher bringen.
07.07.200415:30Widerstand gegen die NS-Diktatur- Zur Aufarbeitung der Widerstandsgeschichte im geteilten DeutschlandPeter Dürrbeck, Jg. 1931, VVN/Bund der Antifaschisten, Dr. Dietmar Sedlaczek, KZ-Gedenkstätte MoringenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer deutsche Widerstand gegen Hitler hatte vielfältige Formen, Gruppen und Motive. Die alltäglichen Protesthaltungen gehören ebenso dazu wie der fehlgeschlagene Staatsstreich des 20. Juli 1944, der sich nun zum 60. Mal jährt. Andere Widerstandsgruppen waren z.B. der kommunistische und sozialdemokratische Widerstand, der Widerstand der Jugend, die Bekennende Kirche oder der Kreisauer Kreis. Im Erzählcafé gehen wir nicht nur der Frage nach, wie der Widerstand zwischen 1933 und 1945 aussah, sondern auch einer speziellen deutsch-deutschen Frage: Wie und welche Widerstandsformen wurden in der DDR und der BRD vermittelt? Erinnerungen an Schule, Elternhaus und Medien aus der Sicht verschiedener Jahrgänge.
05.05.200415:30EUROPA ANTE PORTAS: Europa aus der Perspektive verschiedener GenerationenMonika Wolff, Europäisches Informationszentrum (EIZ), Hannover Nora Kirde, Göttingerin mit Kontakten zu Estland, Studierende aus den neuen BeitrittsländernAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenMit Hilfe des „biographischen Blickes“ möchten wir mit Vertretern verschiedener Generationen folgenden Fragen nachgehen: Europa 2004: Was wir wissen sollten - Wo begegnet uns „Europa“ im Alltag? Wie haben sich nationale Vorbehalte und Vorurteile verändert? Welche Rolle spielt für uns der europäische Arbeits- und Ausbildungsmarkt?
07.04.200415:30GrenzerfahrungenDr. Cordula Tollmien, Jg. 1951, HistorikerinAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDr. Cordula Tollmien liest aus Göttinger Briefen der Nachkriegszeit Zum Gedenken an ihre Mutter Sigrid Tollmien, geb. Kosch (7.4.1924 – 10.1.1993) „Grenzen gab es viele in der Nachkriegszeit: neue und alte, innere und äußere, geographische und zeitliche, materielle und geistige. Am 8. Dezember 1945 kam meine Mutter aus Dresden über die Zonengrenze nach Göttingen, am 9.12. schilderte sie in einem Brief an ihre Mutter in Dresden ihren abenteuerlichen Grenzgang. Diesem ersten Brief folgten bis 1968, dem Todesjahr meiner Großmutter, über 1000 weitere; insgesamt gingen fast 2500 Briefe zwischen Göttingen und Dresden hin und her. Zum Gedenken an meine Mutter, die am 7. April 2004 80 Jahre alt geworden wäre, möchte ich aus diesen (ersten) Briefen lesen und mich mit Ihnen gemeinsam über Ihre persönlichen (Nachkriegs-)Grenzerfahrungen austauschen.“
03.03.200415:30Von der Kellerbäckerei zum Discount-Verkauf - Bäckereien in Göttingen gestern und heuteMit Wilhelm Bruinjes, Leiter des Europäischen Brotmuseums und den Göttinger Bäckern Friedrich Rust (Jg. 1920) Karl Rasche (Jg. 1926) und Gerhard Meinholz (Jg. 1938)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenEnde der 40er Jahre gab es in Göttingen ca. 150 Bäckereien. Seitdem hat sich das Bäckerhandwerk sehr verändert. Frühstücksbrot kann heute im Backautomaten direkt zu Hause hergestellt werden. Die frischen Brötchen sind u.U. in anderen Ländern vorgebacken. Backmischungen, Gefriertechnik und industrielle Produktionsverfahren haben die Arbeitsbedingungen verändert und vereinfacht. Als KundInnen im Land mit den meisten Brotsorten haben wir diesen Strukturwandel mehr oder weniger wahrgenommen. Zusammen mit Zeitzeugen aus dem Göttinger Bäckerhandwerk und mit Ihnen als Brotkonsumenten möchten wir die letzten Jahrzehnte lebendig werden lassen – gebackene Spezialitäten aus dem Ebergötzer Brotmuseum inclusive („Bäckerzunge“) • Bäcker(ei)-Besonderheiten in Göttingen • Wer kennt noch Namen und Orte alter Bäckereien (z.B. Hinterhofbäckereien)? • Veränderungen vor und hinter dem Tresen ? • Wie Maschinen, Gefriertechnik und Backmischungen das Handwerk verändern..
04.02.200415:30\"Politisches Urgestein\" Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Klaus Peter Bruns, Ex-Minister und Landrat a.D.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDer 1913 in Krefeld geborene SPD-Politiker kam nach dem Zweiten Weltkrieg als Landwirt in die Region, heiratete eine Bauerntochter aus Hinterpommern und pachtete eine Domäne in Reinhausen, die er bis zu seinem 80. Lebensjahr unter der Regie seiner Frau mitbewirtschaftete. Die Stationen seines Politikerlebens sind zahlreich: Landtagsabgeordneter und Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, Göttinger Landrat, Ortsbürgermeister von Reinhausen. Als „politisches Urgestein“ wird er von Bundespräsident Johannes Rau bezeichnet. Nicht nur für seinen „Ziehsohn“ Thomas Oppermann ist Klaus Peter Bruns ein „authentischer Politiker“.
07.01.200415:30Begegnung mit der Vergangenheit: Verschiedene Blicke auf die Göttinger NS-ZeitEva Tichauer Moritz (Jüdisches Lehrhaus) und Video-Ausschnitte aus Interviews mit Göttinger Juden, die den Holocaust überlebt habenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenWer kann sich noch erinnern, das am heutigen Standort von C&A früher das Kaufhaus Gräfenberg residierte (Weender Str. 19) oder wo das Schuhhaus Silbergleit in der Groner Straße war? 1933 existierten 97 jüdische Betriebe in Göttingen, 1939 nur noch zwei. Wir zeigen Videoausschnitte aus Interviews mit noch lebenden ehemaligen Göttinger Jüdinnen und Juden. Und wir sprechen mit heute in Göttingen lebenden Zeitzeugen über ihre Wahrnehmung der damaligen Zeit.
03.12.200315:30Wie habe ich lernen gelernt? Lebenslanges Lernen als HerausforderungSusanne Bosse, Jg. 1931 und Maria Lemmermöhle, Koordinatorin des Netzwerkes Lernende Region-Bildung 21/Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenIm Dezember sind sie herzlich zu einem Erzählcafe eingeladen, in dem Lernen im Mittelpunkt steht. Im ersten Teil der Veranstaltung wollen wir uns dem Phänomen Lernen aufgrund von eigenen Erlebnissen annähern. Gefragt sind persönliche Lernerfahrungen, Situationen, Personen oder Orte, die erinnert werden und die das persönliche Lernen geprägt haben. Welche persönlichen Lernstrategien oder Gewohnheiten haben sich herausgebildet? Inwieweit haben Schule, Lehrer oder das Elternhaus den eigenen Lernprozess geprägt? Susanne Bosse (Jg. 1931) ist ihrem Bedürfnis nach Lernen stets nachgegangen. Sie wird einen Einblick in ihre Lernbiographie geben. Es geht jedoch nicht ausschließlich um persönliche Lerngeschichten. Im zweiten Teil des Erzählcafés wird das Thema „Lebenslanges Lernen“ als ein gesellschaftliches Phänomen vorgestellt. Maria Lemmermöhle von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G. wird über das Netzwerk Lernende Region - Bildung 21 informieren, welches Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist. Ziel dieses Erzählcafés wird sein, zu klären, welchen Stellenwert Lernen in der Gegenwart hat, wo Potentiale für die persönliche und gesellschaftliche Zukunft liegen und welche Handlungsspielräume Lernen eröffnet.
25.11.200319:00Wege aus der Gewalt: Betroffene Frauen berichten über ihre Erfahrungen und BewältigungsstrategienSusanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger FrauenhausesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenGewalt gegen Frauen war lange Zeit ein Tabu, das erst durch die Frauenbewegung eine Öffentlichkeit bekam und nun auch politische Beachtung gefunden hat. Wer schlägt, muss gehen! - so der Titel einer Kampagne zur Verhinderung und Eindämmung von Häuslicher Gewalt. Die Bundesregierung hat mit dem neuen Gewaltschutzgesetz die Situation für Frauen deutlich verbessert: ab sofort können Gewalttäter ihrer Wohnung verwiesen werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt - so will es das Grundgesetz. Von diesem Ziel sind wir auch heute noch weit entfernt. Das zeigen nicht nur die hohen Belegungszahlen der Frauenhäuser. Wir möchten in diesem Erzählcafé betroffene Frauen zu Wort kommen lassen. Susanne Hoffmann, Mitarbeiterin des Göttinger Frauenhauses, wird über die aktuelle Situation Auskunft geben. Wir wollen Betroffene ermutigen, ihre Rechte durchzusetzen und Nachbarn, FreundInnen, Beratende unterstützen, in diesem Sinne aktiv zu werden.
05.11.200315:30Afghanistan nach dem Krieg: Zur Situation von Frauen in KabulRahima Valena, Konsekutivdolmetscherin und Teilnehmerin einer Delegation des Auswärtigen AmtesAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenAfghanistan nach dem Krieg: Hat sich die Lage der Frauen verbessert? Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Taliban im September 1996 hat sich die politische, soziale und ökonomische Situation der Frauen in Afghanistan, dramatisch verschlechtert. Ihre Rechte wurden unter den Augen der Weltöffentlichkeit mit Füssen getreten. Zum Aufschrei gegen diese frauenverachtenden Gesetze und alltäglichen Repressionen kam es erst nach dem 11. 9. 2001, als die Rechtlosigkeit der Frauen unter anderem zur Legitimation für einen Angriffskrieg gegen Afghanistan benutzt wurden. Die Stärkung der Rechte von Frauen durch die Beseitigung diskriminierender Tradition war das Ziel der Internationalen Gemeinschaft. Hierfür wurde das Frauenministerium in Afghanistan neu eingerichtet. Welche Funktion hat das Frauenministerium? und wie leben Frauen heute unter sogenannten verbesserten Rechte? Wie steht es mit gleichberechtigter und angemessener Teilhabe von Frauen an einem demokratischen Aufbau Afghanistan? Rahima Valena reiste im Januar 2003 mit einer Delegation des Auswärtigen Amtes nach Kabul und nahm als Dolmetscherin an einem Workshop zu „Frauenrechte und Gender Mainstreaming“ teil.
22.10.200315:30Biographien ohne Netz und Boden: Ehemalige Wohnungslose erzählenManfred Billinger (Jg. 44) und Dirk Mederer (Tagessatz)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenMenschen, für die die Fußgängerzone ihr Wohnzimmer ist. Menschen, die auf Lüftungsschächten und unter Brücken schlafen. Menschen, die zeitweise kein Zuhause hatten/haben und aus der Bahn geworfen wurden. Wie sind sie in diese Lebenssituation gekommen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wo gibt es neue Wege? Der Koch Manfred Billinger (Jg. 1944) berichtet über seinen Weg, der ihn von Berlin über längere Jahre in Frankreich nach Göttingen führte. Seitdem arbeitet er bei der Zeitschrift „Tagessatz – Selbsthilfe für Menschen in Not“. Hintergrundinformationen ergänzt der Tagessatz-Redakteur Dirk Mederer.
06.10.200318:00Werden Lesben anders älter? Lesben und ÄlterwerdenWienke Zitzlaff, Hannover und Astrid Osterland, GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
01.10.200315:30Krise als Chance Erfahrungen mit schwierigen LebenssituationenAnna Lou Orth (Jg. 1939)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWer kennt sie nicht: Schwierige Zeiten angesichts von Prüfungen, Beziehungsstress, Problemen am Arbeitsplatz, Weggang der Kinder, Krisen im Alter etc. ... Wie gehen andere Menschen mit großen und kleinen Krisen um? Wie bewältigen Menschen verschiedener Generationen die Schattenseiten ihres Lebens? Wir wollen über Lebenswege sprechen, in denen z.B. durch Schreiben, Malen oder biographischen Rückblick das Gehäuse des Schweigens geknackt und neue Kraft getankt werden konnte.
03.09.200315:30Mehr als Pasta, Döner und Zaziki: MigrantInnen in GöttingenVincenzo Santosuosso (Jg. 1944)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenAus unterschiedlichen Gründen kamen MigrantInnen seit den 1950er Jahren in die Bundesrepublik. Durch ihre Migration erlebten sie einschneidende biographische Brüche, die ihr Leben maßgeblich (mit)prägten. Ihre Entscheidung, auszuwandern und ein neues Zuhause in Göttingen aufzubauen, haben den Göttinger Alltag geprägt. Welche Erfahrungen haben sie hier gemacht? Wie erleben sie heute ihr Älterwerden? Vincenzo Santosuosso ist 1944 in Süd-Italien in der Nähe von Neapel geboren. Sein Weg als Arbeitsmigrant führte ihn in jungen Jahren zuerst nach Nord-Italien, wo er als gelernter Drucker auf dem Bau arbeitete, um das Familieneinkommen seiner 7-köpfigen Herkunftsfamilie aufzubessern. Ein Onkel in Göttingen besorgte ihm eine Arbeitsstelle. Am 9. Juli 1962, einem regnerischen Tag, kam er in Göttingen an, um im Sägewerk Holz Henkel seine Arbeit anzutreten. Als \"Italiener der ersten Stunde\" wird er über sein wechselvolles Berufsleben sprechen. Seine Erfahrungen mit Kollegen und Arbeitgebern, sein Engagement in der Gewerkschaft IG-Medien und das Älterwerden zwischen Italien und Deutschland werden ebenfalls Thema sein.
02.07.200315:30Sport im Alter: Mit 80 in die „Muckibude“?Senioren-Schwimmweltmeisterin Helene Eisfeld-KöhlerAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenFreibad am Brauweg morgens um 7 Uhr: eine eingeschworene oder, besser gesagt, eingeschwommene Crew munterer Damen und auch einige Herren, viele davon deutlich über 70. Fitness-Center am Vormittag: zwischen vielen Studierenden strampeln auch einige Ältere. Sport im Alter ist kein Top-Thema, aber im Zuge der Gesundheitsförderung mit Sicherheit im Kommen. Wir wollen uns über die Motive, Möglichkeiten und Chancen von sportlicher Betätigung im Alter unterhalten. „Was Hänschen nicht lernte...?“ Wie sehen unsere „Bewegungsbiographien“ aus? Vom Vereinssport zum individuellen Bewegungstraining? Habe ich ein Recht auf „Unsportlichkeit“? Die Senioren-Schwimmweltmeisterin Helene Eisfeld – Köhler (Jg. 1916) zieht täglich ihre Bahnen und wird uns aus der Sicht einer Leistungssportlerin berichten.
04.06.200315:30„Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen!“ Pflegende Angehörige berichten über ihre ErfahrungenThekla Kühne, AOK-PflegekasseAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Pflegebereitschaft innerhalb der Familien ist ungebrochen hoch. „Auf keinen Fall ins Heim!“ ist eine verbreitete Haltung der Angehörigen, während die betroffenen Pflegebedürftigen niemandem zur Last fallen wollen. Mit zunehmender medizinischer Versorgung steigt das Lebensalter und mehr Menschen sind potentiell von Pflege betroffen. Das Thema treibt viele Menschen um und wird in Zukunft eine zentrale gesellschaftliche Frage sein. Deshalb fragen wir nach: Pflege in der Familie: wie hat sich die Situation verändert? Zwischen Pflegebeziehung und Beziehungspflege: Wie kann ich mit dieser Verstrickung umgehen? Wo erhalten pflegende Privatpersonen Entlastung? Pflegende Angehörige berichten über ihre Erfahrungen und Lernschritte. Darüber hinaus wird Thekla Kühne über geschichtliche Entwicklungen, die aktuelle Situation und Hilfsmöglichkeiten informieren.
14.05.200315:30„Sie schufteten um ihr Leben...“ Ehemalige Göttinger Zwangsarbeiterinnen zu Gast in GöttingenDr. Cordula Tollmien, Jg. 1951, HistorikerinAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
29.04.200315:30An den Tod denken – am besten zu LebzeitenCharlotte Lierse, Göttinger Alten-WG; Silke Eggers, Göttinger Aidshilfe e.V., Dr. phil. Alfred Simon, Akademie für Ethik in der Medizin e.V.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenWir leben in einer Gesellschaft, wo viele möglichst lange leben wollen, ohne alt zu werden. Da bleibt oft wenig Zeit um das irdische Leben gut und versöhnt abzuschließen. Deshalb haben wir dem Erzählcafé Spezial den Titel gegeben: An den Tod denken – am besten zu Lebzeiten! Eine Aufforderung, der wir nachkommen wollen, weil in der Auseinandersetzung mit dieser existenziellen Frage sicherlich viel Bereicherung zu finden ist.
02.04.200315:30Wir sollten alle Heiden sein! - Religion bzw. Weltanschauung in Ost- und WestdeutschlandProf. Dr. Horst von Gizycki und Pastor Ulrich ImmelmannAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenReligion bzw. Weltanschauung entsteht und existiert nicht im luftleeren Raum. In diesem Erzählcafé wollen wir über die Verwobenheit eigener Einstellungen mit gesellschaftlicher, generationsspezifischer und familiärer Herkunft nachdenken. Mit Hilfe von zwei Erzählern aus Ost- und Westdeutschland wird ein Stück Kulturgeschichte sichtbar: Pfarrer i.R. Ulrich Immelmann (Jg. 1930) war Superintendent in Weißenfels in der ehem. DDR und berichtet über die Beeinflussung von religiösem Bewusstsein durch Staat und Politik. Dr. phil. Horst von Gizycki (Jg. 1930), Professor für Psychologie und Kunst in Kassel, langjähriger Autor und zuletzt Mitherausgeber der Frankfurter Hefte, wird über Einflüsse verschiedener Religionen und ein eher ungewöhnliches Gottesbild erzählen. Zusammen wollen wir z.B. diesen Fragen nachgehen: • Wodurch wurde mein Glaube geprägt? • Welche Schlüsse können aus den Religionserfahrungen in DDR und BRD gezogen werden? • Welche Bedeutung hat Religion heute?
05.03.200315:30Wir sollten alle Helden sein!Göttinger Zeitzeugen Wilhelm Schleenvoigt und Elfriede NenadovicAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenKrieg und Gefangenschaft
05.02.200315:30Blatt für Blatt- Tabakanbau im EichsfeldEichsfelderin Elisabeth Kühne und Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar KleinekeAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit dem 17. Jh. floriert im Eichsfeld der Tabakanbau. Durch eine Viruskrankheit wurde der gesamte Pflanzenbestand in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts vernichtet. Zur Zeit bauen wieder zwei Landwirte Tabak an. Die Eichsfelderin Elisabeth Kühne (77J.) war in jungen Jahren zusammen mit ihrer Schwester aktiv im Tabakanbau. Seit 16 Jahren ist sie bei jeder Ernte wieder dabei. Sie wird mit uns „in den Tabak gehen“ und uns anhand von Anschauungsmaterial die bäuerliche Kunst des Tabakerntens zeigen. Regionalgeschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe werden wir von der Kreisheimatpflegerin des Landkreises Göttingen, Dr. Dagmar Kleineke, erfahren. Der Dialog zwischen den verschiedenen Generationen lässt ungewohnte Perspektiven und Fragen wach werden. So ist die Frage nach der jugendlichen ersten Zigarette von einer 90jährigen Zeitzeugin ganz anders zu beantworten als von einer 20jährigen. Letztlich ist der gesellschaftliche Umgang mit den diversen \\\"Rauchwaren\\\" gefragt. Das reicht vom „Tabak als Heilmittel“ oder Tabak als Zahlungsmittel über \\\"Rauchen als Symbol der Frauenemanzipation\\\" bis hin zu gesundheitsfördernden \\\"Anti-Rauchprogrammen\\\" und den politischen Kämpfen um Raucher- bzw. Nicht-Raucherzonen.
04.12.200215:30Die Insel der Schwäne und Der Engel mit dem goldenen SchnurrbartGrit Wolfgramm aus Potsdam und Annette Hoffmann aus GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenEin biographischer Rückblick auf die Kinderliteratur in der DDR
06.11.200215:30Mit 17 an die Rente denken?Dr. Sigrid Leitner und Bettina Munimus, Uni Göttingen (ZENS)Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenDie Rentenfrage aus der Perspektive verschiedener Generationen
02.10.200215:30Älterwerden – aber wie?Hannelore Sperling, Kathrin HelbigAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenVorsorge und Handlungsfähigkeit in Krisensituationen - Es erzählen eine 80jährige und eine 37jährige, die ein vorsorgliches ehrenamtliches Betreuungsverhältnis eingegangen sind: Betreuen statt entmündigen!
04.09.200215:30Komm, Junge, wir gehen in die Pilze! Eine Passion – vom Großvater gelerntMichael Jasper, Vereinsvorsitzender der Freien Altenarbeit Göttingen e.V.Am Goldgraben 14, 37073 GöttingenBei Pilzen scheiden sich die Geister: die einen schwören auf eigenhändig gesuchte Pilze wie Pfifferlinge, Steinpilze, Blutreizker und verschweigen natürlich die geheimen Fundorte; und die anderen halten sich lieber an die Champignons aus der Kühltheke. Michael Jasper (Jg. 1955) hat sich bis heute die Leidenschaft fürs Pilzsammeln und die entsprechende kulinarische Zubereitung bewahrt. Schon als kleiner Junge hat er die Begeisterung dieses besonderen Hobbies vom Großvater übernommen. In aller Frühe in Wald und Wiese aufzubrechen, Tau, Sonne und Spinnennetze zu beobachten und dann auch noch mit gefüllten Körben zurückzukommen – das sind unvergessliche Eindrücke. Angeregt durch die lebendigen Schilderungen und Anekdoten unseres Erzählers Michael Jasper möchten wir auch Ihre Erlebnisse rund um Pilze einbeziehen. Wie habe ich das Sammeln von Pilzen gelernt? Welche Tradition hat das in meiner Familie? Welche Bedeutung hatten Pilze in „schlechten oder in guten Zeiten“? Pilze suchen nach Tschernobyl? Angereichert mit verschiedenen frisch gepflückten Pilzsorten aus der Region verspricht dieses Erzählcafé nicht nur für Pilzkenner, sondern auch für Neulinge ein interessanter Nachmittag zu werden - mit vielen Geschichten und Informationen und vielleicht auch einem kulinarischen Eindruck.
05.06.200215:30Der Hoffmannshof in GöttingenIrmgard HoffmannAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen
03.04.200215:30Zwei Konfessionen – eine Partnerschaft Leben in bi-konfessionellen oder bi-nationalen PartnerschaftenRenate Kruse-Ayegh und Susanne Mabrouk, Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., und Margarete Menz, Pädagogisches Seminar der Uni GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Kampf der Kulturen“ oder „Kampf der Religionen“ sind Thesen, die in den Medien immer wieder strapaziert werden. Wir nähern uns dem komplexen Thema, indem wir Menschen fragen, die täglich damit zu tun haben, weil sie in binationalen Beziehungen leben. Uns interessiert der konkrete Alltag. Welche Chancen bieten sich und welche Probleme gilt es zu meistern? In den Mitgliedsstaaten der EU sind seit 1945 ca. 5 Millionen binationale Ehen geschlossen worden. In Deutschland haben 1990 rund 40.000 Deutsche einen nicht-deutschen Ehepartner gewählt. Binationale Ehen und Partnerschaften stehen unter besonderen gesellschaftlichen Bedingungen. Deshalb hat sich 1972 eine „Interessengemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen“ (iaf e.v.) gegründet. Die Initiative ist zu einem bundesweiten „Verband bi-natioanler Familien und Partnerschaften“ geworden, offen für alle vom Thema betroffenen Frauen und Männer und in 50 Regionalgruppen organisiert. Aus der Göttinger Regionalgruppe konnten wir Renate Kruse-Ayegh (Jg. 1957) und Susanne Mabrouk (Jg. 1973) gewinnen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichten werden. • Wie sind sie zu dem Verband binationaler Partnerschaften und Ehen gekommen? • Wie hat das Umfeld auf ihre Verbindung reagiert? • Wie sieht ein binationaler Beziehungs- und Familienalltag aus? • Welche Rolle spielen Religion und Rituale? Ergänzt werden die biographischen Erzählungen durch einen Überblick von Margarete Menz zu „Schlaglichter zur Geschichte binationaler Paare“.
06.03.200215:30In eine un-verschleierte Zukunft: Afghanische Frauen im UmbruchRahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten; Karen Nölle-Fischer, Autorin und ÜbersetzerinAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenSeit über 20 Jahren herrscht Bürgerkrieg und Krieg in Afghanistan. Afghanistan gehörte und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Geringe Lebenserwartung, hohe Kinder- und Müttersterblichkeit, eine Analphabetenrate von über 90%. Der Status der Frauen verschlechterte sich Anfang der 90er Jahre nach der Machtübernahme durch die Mujahedin, die einen Verhaltenskodex (Fatwah) für Frauen einführten. Alphaberisierung wurde darin als Quelle der Verführung und Verworfenheit bezeichnet. Nachdem die radikal-islamische Taliban 1996 Kabul erobert hatten und die Regierung übernahmen, wurde die vollständige Unterdrückung der Frauen zum politischen Programm: u.a. Ausgehverbot, Arbeitsverbot, Bildungsverbot und das Verbot zur medizinischen Behandlung, Sport- und Erholungsverbot und der Zwang zum Ganzkörperschleier (Burka)- all das schloß Frauen aus dem öffentlichen Leben gänzlich aus. Verstöße wurden mit öffentlichen Auspeitschungen, Steinigungen und Hinrichtungen bestraft. Zwar wurden die Menschenrechtsverletzungen damals international verurteilt, aber dabei blieb es auch. Die Hilferufe afghanischer Frauen wurden ignoriert. Erst jetzt, nach dem 11.September 2001, der Bombardierung des Landes und der Verfolgung der Taliban, steht das Land im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit – und jetzt wird auch von der tragenden Rolle der Frauen bei der Demokratisierung des Landes gesprochen. Rahima Valena, Mitarbeiterin der Uni-Bibliothek und engagiert in verschiedenen Migrations- und Frauenprojekten, u.a. den Unabhängigen Afghanischen Frauen. Sie stammt aus Afghanistan und lebt seit 1971 zuerst in den USA und später in Deutschland. Karen Nölle-Fischer, Autorin und Übersetzerin, berichtet mit Dia-Bildern von dem „Verein zur Unterstützung von Schulen für afghanische Flüchtlingskinder e.V.“, der seit ca. 30 Jahren Projekte im Land durchführt.
06.02.200215:30Wie die Medien Wirklichkeit produzierenStephanie Lücke, Erfurt und Susanne Kassel, GöttingenAm Goldgraben 14, 37073 GöttingenMit Unterstützung von zwei Medienwissenschaftlerinnen der Universitäten Göttingen und Erfurt werden wir der Frage nachgehen, wie sich die Berichterstattung über Kriege und Katastrophen verändert hat. Wie reagieren wir auf Meldungen, die unser Leben verändern könnten? Wie verbreiteten sich Nachrichten vor dem Zeitalter der Massenmedien - wie erfuhr man z.B. von Pearl Harbour? Welche alternativen Informationsquellen haben wir? Wie kann ein bewußter Umgang mit Medien aussehen?
15:30 UhrDie HonigbieneHubertus RöllekeAm Goldgraben 14, 37073 Göttingen„Die Honigbiene ist die größte Freundin des Menschen unter den Insekten.“ Dieses Zitat des bekannten amerikanischen Insektenforschers und Evolutionsbiologen Edward O. Wilson verdeutlicht die Sonderstellung der Honigbiene. Kein ein anderes Nutztier hat den Menschen und seine Kulturgeschichte seit Jahrtausenden so nachdrücklich beeinflusst. Heute ist daraus eine gegenseitige Abhängigkeit geworden: der Mensch benötigt die Honigbiene als unverzichtbaren Bestäuber vieler landwirtschaftlicher Kulturen und gleichzeitig sind die „Sonnenvögelchen“ bei uns inzwischen ohne imkerliche Fürsorge nicht mehr überlebensfähig. Im Erzählcafé berichtet der Göttinger Imker Hubertus Rölleke von seiner Arbeit mit den Bienen und warum sie uns so viel mehr geben als nur Honig.